Landes-Info Griechenland

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Unterhaltung

Unterhaltung

Athen & Attika

Szeneviertel

Zentren des Nachtlebens sind die im Sommer sehr touristische Pláka mit zahlreichen Tavernen und mehreren Musiklokalen vor allem in der Odós Mnisikléous, das von jungen Leuten bevorzugte Viertel Exarchía mit vielen Bars und Musikclubs, der vom Arbeiter- zum Schickeriaviertel avancierte Stadtteil Psirrí (www.psirri.gr) mit exklusiven Bars und Restaurants sowie die Odós Iraklídion mit originellen Bars, Clubs und Galerien.

Cíne París

Dachgartenkino mit Akrópolis-Blick. Odós Kidathinéon 22

Dóra Strátou

Volkstanztheater unterm Sternenhimmel. Ende Mai-Mitte September Di-Sa 21.30, So 20.15 Uhr | Philopáppos-Theater | Odós Antéou | www.grdance.org

Vréttos

Bar in einer ehemaligen traditionsreichen Weinhandlung, sehr fotogen. Tgl. ab 10 Uhr | Odós Kidathinéon 43

Unterhaltung

Makedonien & Thrakien

Szene und Kultur

Zentrum des Nachtlebens ist das Ladádika-Viertel mit vielen Restaurants, Bars und Musiklokalen. Den besten Blick übers Wasser auf die Stadt und den Olymp hat man von der Kitchen Bar (tgl. ab 10 Uhr | €€) aus, einem Café-Bar-Restaurant im Lagerhaus B am alten Hafen. Viele Pop-, Jazz- und Rockkonzerte locken in das in einem ehemaligen Industriebezirk gelegene Kulturzentrum Mýlos (Odós Andréou Georgíou 56 | www.mylos.gr). Klassische Musik, Ballett und Oper stehen direkt am Meer südlich des Stadtzentrums im modernen Megaró Moussikís (Odós 25is Martíou | www.tch.gr) auf dem Programm.

Unterhaltung

Epirus

Sýklitos Club Café

Superstyling von Farben und Formen auf mehreren Ebenen, ideal fürs Socialising und zum Chillen. Odós Zigomálli 5

Unterhaltung

Thessalien

Musiktavernen

Griechische Musik in unverfälschter Atmosphäre, in der die Gäste tanzen, wenn sie Lust haben, können Sie in zahlreichen Musiktavernen erleben, z.B. im Mousikoráma an der Hauptstraße von Anakasiá/Áno Vólos.

Unterhaltung

Peloponnes

Alt-Korinth

Der schönste Platz für den Oúzo zum Sonnenuntergang über dem Korinthischen Golf sind die Terrassen der Cafés am Dorfplatz von Alt-Korinth.

Hafen

Alle Generationen genießen die Abende in den Cafés am Hafen, wo das Aktaíon (Aktí Miaoúlis 3) durch seine historische Inneneinrichtung und leckere Kuchen besticht. In die kurioseste Bar Griechenlands, in der die halbe Dekoration ständig in Bewegung ist, sollte jeder einen Blick werfen: ins Láthos (Di geschl. | Odós Vass. Konstantínou 1).

Folklore und Moderne

Folkloristisch geht es im Tourist Club zu; auf einem Hügel nahe dem alten Archäologischen Museum liegt die Diskothek Zorbás.

Szenetreffs

Romantiker sitzen zur Zeit des Sonnenuntergangs im Café Touristikon am unteren Ende des Hauptplatzes. Der Blick über den Platz auf das Gerichtsgebäude und die Berge unterm Abendhimmel ist einmalig. Die Jugend trifft sich im Garten der Bar Kallísto neben dem Gerichtsgebäude.

Auskunft

Auskunft

Athen & Attika

Zentrale für Fremdenverkehr/Eot

Mo-Fr 9-15.30 Uhr (im Sommer evtl. länger) | Leofóros Amalías 26 | nahe dem Síndagma-Platz | und auf der Ankunftsebene des Flughafens | Tel. 2108707000 u. Tel. 2103545101

Auskunft

Makedonien & Thrakien

Tourist Information

Odós Kíprou/Platía 28is Oktovríou (Nähe Rathaus) | Tel. 2510231011

Auskunft

Thessalien

Tourist Information

Odós Sekéris/Ecke Odós Zachoú (Busbahnhof) | Tel. 2421020273 | www.volos.gr

Auskunft

Mittelgriechenland

Delphi Tourist-Information

Mo-Sa 8.30-15 Uhr, im Sommer auch 18-20 Uhr | untere Hauptstraße | Tel. 2265082900 | www.delphi.gr

Auskunft

Peloponnes

Städtische Tourist-Information

Platía Jatroú | Tel. 2752024444 | www.nafplio.gr

Städtische Tourist-Information

Im Sommer tgl. 9-20 Uhr | an der Hauptstraße am Weg zu den Ausgrabungen | Tel. 2624023125

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Athen & Attika

Mode und Märkte

Bezahlbare Mode und Accessoires finden Sie in der Odós Ermoú zwischen Síndagma-Platz und Kapnikaréa-Kirche, die schicksten Geschäfte im Kolonáki-Viertel zwischen Síndagma-Platz und Likavittós. Bunter ist das Leben in der Odós Athínas mit ihren Markthallen. Rund um die Metrostation Monastiráki findet jeden Sonntagmorgen ein ausgedehnter Flohmarkt statt.

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Makedonien & Thrakien

Pelze

Pelze sind noch immer das typische Produkt der Stadt. Man muss ja nicht gleich einen teuren Nerzmantel kaufen: Es gibt z.B. auch eine große Auswahl an Pelzpantoffeln für ca. 10 Euro. Die größte Auswahl an Pelzprodukten unter einem Dach bietet das Kastorian Fur Center im Vorort Chloí an der Straße nach Flórina.

Markt

Das Marktviertel liegt zwischen Platía Eleftherías und Altstadt.

Märkte und mehr

Mit Fisch, Fleisch, Blumen, Gemüse und allerlei mehr wird im malerischen Marktviertel zwischen den Straßen Tsimiskí, Ermoú, Aristotélous und Komnínion gehandelt. Die Haupteinkaufsstraßen mit Geschäften aller Art sind die Tsimiskí, Ermoú und Egnatía. Antiquitäten und Trödel findet man in der Odós Tosítsa.

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Epirus

Juweliere

Zahlreiche Juweliergeschäfte säumen die Einkaufsstraßen der Neustadt, vor allem den Leofóros Avérof. Juweliere gibt es aber auch in der Altstadt und im Dorf auf der Insel. 36 Juweliere unter einem Dach findet man auf 10000 m² im Kéntro Paradosiakás Viotechnías KE.PA.B.I. Odós Arch. Makaríou 11.

Destillerie Párga Jourgás

Degustation und Verkauf von Likören, Oúzo und Brandy, die in eigener Destillerie hergestellt werden. Odós Frouríou 6

Wood Carving G. Doúlis

In dem Geschäft an der Haupteinkaufsgasse werden Olivenholzschnitzereien aus eigener Werkstatt verkauft. Odós Frouríou 15

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Thessalien

Ikonen

Wegen der Nähe der Klöster haben sich viele Händler auf Ikonen spezialisiert.

Märkte und mehr

Haupteinkaufsstraßen sind die Uferparallelstraßen Iasónos und Dimitriádos. Markt ist vormittags entlang der Odós El. Venizélou.

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Mittelgriechenland

Souvenirs

Aus dem Souvenirkitsch heben sich einige handgearbeitete Schachspiele bei Amphora Ceramics (Odós Apollónos 8) ab, deren Figuren berühmten Statuen aus dem Museum von Delphi nachgebildet sind.

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Peloponnes

Kunsthandwerk

In mehreren Ladenateliers im Ort werden Vasen nach antiken Vorbildern bemalt.

Camara

Moderner Schmuck und Objekte aus der Goldschmiedewerkstatt von Jórgos Agathós, Sigrid Ebeling und Bernard Boever, die meist auch selbst im Ladenatelier anwesend sind. Odós Vass. Konstantínou 10

Kóstas Bes

Werkstatt eines Malers, der folkloristische Szenen auf neues und altes Holz malt. Odós Ath. Siókou 7

Landestypisches

Die vielen Läden an der Hauptstraße bieten vor allem gute Museumskopien in jeder Größe an. Moderne griechische Kunst, erlesene griechische Weine, eine umfassende Auswahl an Griechenlandliteratur in vielen Sprachen sowie griechische Musik finden Sie bei Orpheus an der Hauptstraße.

Konditorei Angelikí Sgagkoú

In Mystrás lohnt ein Besuch der Konditorei Angelikí Sgagkoú am Dorfplatz. Sie stellt ein Gebäck her, das schon in byzantinischer Zeit beliebt war: kaloúdi, gebacken mit Honig, Mandeln und Walnüssen.

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Athen & Attika

Bairaktáris

Klassische Grilltaverne seit 1879. Hier isst man Gýros, Souvláki oder Kebab im Pítta-Fladen als mächtiges Tellergericht, Straßenmusikanten und Gitarre spielende Stammgäste sorgen meist für gute Unterhaltung. Tgl. ab 9 Uhr | Platía Monastirakíou 2 | Tel. 2103213036 | €

Daphne's

Feinschmeckerrestaurant mit kreativer und klassischer griechischer Küche, in dem auch schon Hillary Clinton und Meryl Streep gegessen haben. Reservierung empfehlenswert. Tgl. 19.15-23.45 Uhr, im Juli ca. 2 Wochen geschl. | Odós Lisikratoús 4 | Tel. 2103227971 | €€€

To Geráni/Kouklís

Ouzerí auf zwei Etagen eines klassizistischen Hauses. Der Kellner kommt mit einem Tablett voller Spezialitäten an den Tisch, aus denen man auswählt. Tgl. ab 11 Uhr | Odós Tripódon 14 | €

To Kafenío

Innen klein und romantisch, außen Tische auf stiller Gasse. Man serviert viele kleine Köstlichkeiten aus ganz Griechenland, auch erlesene Weine und ausgefallene Liköre wie den Zimtlikör tentúra. Tgl. ab 10 Uhr | Odós Epichármou 1/Ecke Odós Tripódon | €

To Kioúpi

Gepflegte Kellertaverne im Nobelviertel Kolonáki. Große Auswahl an gekochten Gerichten, viel Gemüse, Suppen; schneller Service. Mo-Sa ab 11 Uhr | Platía Kolonáki | €

Essen und Trinken

Makedonien & Thrakien

Fáros

Fischtaverne am See. Tgl. ab 12 Uhr | Leofóros Níkis 6 | €€

Restaurants

Auf Pizza und Nudeln haben sich mehrere kleine Restaurants am Fähranleger nach Thássos spezialisiert. Fischtavernen sind am Ufer nahe dem Zollamt zu finden, kleine Tavernen mit griechischer Küche liegen in der Altstadt, in der Odós Poulídou.

Tavernen

Viele urige Tavernen finden Sie auf der Akrópolis in der Umgebung der Kirche Agíi Anárgiri (Stadtbus 23 ab Platía Eleftherías). Vor allem mittags sind auch die Lokale auf der Platía Aristotélous und in ihren Seitenstraßen empfehlenswert.

Aristotélous

Versteckt in einem Hausdurchgang gelegene Ouzerí mit kleinem Innenhof und großer Auswahl an zum Oúzo passenden kleinen Gerichten. Mo-Sa 12-24 Uhr, So 12-16 Uhr | Leofóros Aristotélous 8 | €€

Miróvolos Smírni

Renommierte Markttaverne mit traditioneller Küche aus dem vor 1923 überwiegend von Griechen bewohnten Smýrna, dem heutigen Izmir. Riesige Auswahl auch an diversen Vorspeisen. Tgl. ab 11 Uhr | Modianó-Markthalle | €€

O Prínkipos

Stilvolles Café und Bar im Stil der 1920er-Jahre. Tgl. ab 10 Uhr | Odós Agíou Pávlou/Ecke Odós Agío Dimitríou | €€

Pit Bazar

Vor allem für Fischgerichte, traditionelle, aber auch kreative Vorspeisen gerühmtes Restaurant im Innenhof eines ehemaligen Bazars. Tgl. ab 12 Uhr | zwischen den Straßen Odós Totsítsa, Ólympou und S. Venizélou | €€€

Ta Spáta

Einfaches Restaurant mit Riesenauswahl, besonders für ein schnelles Mittagessen geeignet. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Tgl. 9-24 Uhr | Odós Aristotélous 28 | €

Tavernen

Mehrere stimmungsvolle Tavernen und Ouzerien finden Sie am unteren Rand der Altstadt, wenn Sie vom Uhrturm auf der zentralen Platía der Beschilderung „Palia Xánthi“ 200 m weit folgen. Samstags kann man auf dem Markt essen.

Essen und Trinken

Epirus

Protomástoras

Taverne an der Alten Brücke unter einer alten Platane, an der Ali Pascha ihm unliebsame Griechen hängen ließ. Schöne Lage, das Essen ist aber nur durchschnittlich. Plátanos tis Ártas | €

Pántos

Kleine Grillstube, gemütlich eingerichtet, besonders bei Studenten beliebt. Tgl. ab 18 Uhr | Odós Mar. Botsári 17 | €

Stin Itháki

Modernes Restaurant mit traditioneller Küche, besonders empfehlenswert das Lamm, das Huhn in Strudelteig und der Wein aus dem nahen Winzerdorf Zítsa. Tgl. ab 12.30 Uhr | Odós Stratigoú Papágou 20a | €€€

Flisvos

Taverne auf einer Terrasse über der Váltos-Bucht mit herrlichem Panoramablick. Am Fußweg von der Burg zum Váltos-Strand gelegen. Odós Mavrojánni 10 | €€

The Three Plane Trees

Taverne unter drei alten Platanen in der Oberstadt unweit der Burg, schöner Blick. Spezialität sind Fleischgerichte vom Holzkohlengrill. Odós Patatókou 20 | €

Essen und Trinken

Thessalien

Panellínio

Taverne mit großer Auswahl und einem sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Kalambáka | Hauptplatz/Ecke Odós Vláchava | €

Vavítsas

Traditionelle Taverne: viele Grillgerichte, gute Rinderleber, große Portionen. Kastráki | an der Hauptstraße kurz vor den Klöstern | €

Balkóni tou Christáki

Stadtnahe Dorftaverne mit prächtiger Terrasse und weitem Blick im Zentrum von Ano Vólos. Platía Ethnikís Antístasis | €

Ouzerí O Moriás

Einfache Ouzerie am Hafen. Odós Argonaftón 8 | €

Theóphilos

Restaurant im Stadtpark, große Auswahl. Platía Ríga Feréou | €€

Essen und Trinken

Mittelgriechenland

Epíkouros

Taverne mit guter griechischer Küche, im Winter nur an Wochenenden geöffnet. Dann gibt es dort ein einzigartiges Wildschwein-Stifádo. Odós Frideríkis 33 | www.delphi.com.gr | €€

Vákchos/Loúcas

Einfache Taverne mit schnellem Service, aber gutem Essen. Odós Apollónos 31 | €€

Papoúlis

Griechisch-urige Taverne, Tische mit Meerblick, große Auswahl an kleinen Leckereien zu preiswertem Wein vom Fass. Ostseite des Hafens | Odós Sísmani | €

Spitikó

Gehobener Stil, modern und licht möbliert, gute Zucchini-Teigtaschen, im Winter Wildschwein-Stifádo. Paralía Grimbóvou | €€

Essen und Trinken

Peloponnes

Marínos

Modernes Restaurant an der Platía von Alt-Korinth mit schöner Aussichtsterrasse. €

Kath'Odón Géfsi

Griechische und internationale Küche vom Feinsten, Do-So abends häufig dezente Livemusik. Odós Ipsilánti/Ecke Odós Papanikoláou (Stadtbibliothek) | €€€

Stelláras

Alteingesessene Fischtaverne an der Uferpromenade, in der auch gekochte Gerichte serviert werden. Odós Bouboulínas 73 | €€

I Drosiá

Einfache Taverne mit schönem Panoramablick über die grüne Umgebung im Dorf Mirákas, 4 km von Olympia entfernt. €€

Praxitélis

Einfache Taverne mit griechischer Hausmannskost, Hühnchen- und Kaninchengerichten. Odós Spiliópoulou | neben dem Polizeirevier | €

Días

Klimatisiertes Restaurant in Sparta an der Hauptstraße im Hotel Maniátis. Auch internationale Küche. Tgl. 12-16 und 19-24 Uhr | €€€

Diethnés

Gartentaverne im Stadtzentrum von Mystrás mit großer Auswahl. Odós K. Paleológou | €

To Kapáki

Klassische Taverne nahe dem Hauptplatz, auch viele kleine Gerichte. Odós Kenenty 39 | €

Sehenswertes

Sehenswertes

Athen & Attika

Stadtrundgang

Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen recht dicht beieinander im Altstadtviertel Pláka oder sind vom Zentrum aus in ein paar Minuten zu Fuß zu erreichen.

Agía Dínami

Die winzige Kirche aus dem 17. Jh. steht unter einem modernen Hochhaus, das man eigens dieser Kapelle wegen zum Teil auf Pfeilern erbaute. Tagsüber offen | Odós Mitropóleos

Akrópolis

Athens bedeutendste Tempel standen auf einem 156 m hohen Felssockel mitten im Stadtgebiet. Was heute zu sehen ist, stammt zumeist aus dem 5. Jh. v. Chr. Die Propyläen bildeten das Eingangstor zum heiligen Bezirk. Es besteht aus einer dreiflügeligen Halle mit sechs dorischen Säulen auf der Längs- und einer Doppelreihe von je zwei mal drei ionischen Säulen auf den Schmalseiten. Durch die Säulen führte der Weg in eine Halle mit fein bemalter Kassettendecke. Wiederum sechs dorische Säulen, parallel zu den sechs vorderen stehend, wiesen Besucher in das Heiligtum.

Akrópolis-Museum

Das 2009 eröffnete Museum fast direkt unterhalb der Akropolis ist ein architektonisches Meisterwerk von Weltrang und birgt alle bedeutenden Kunstwerke und viele Architekturfragmente, die auf der Akrópolis gefunden wurden. Di-So 8-20 Uhr | Dionisíou Areopagítou 15 | Eintritt 5 Euro (Onlinebestellung von e-Tickets mögl.) | www.theacropolismuseum.gr

Archaía Agorá

Das Herz der antiken Stadt Athen schlug auf ihrem Markt- und Versammlungsplatz zu Füßen der Akrópolis. Hier hatten politische Institutionen ihren Sitz, Götter ihre Tempel, Helden ihre Statuen, Händler ihre Geschäfte. Hier provozierte der Philosoph Sokrates die Athener, verbrachten Denker wie Plato und Aristoteles viele Stunden. Die Agorá bildete vom 5. Jh. v. Chr. bis 580 n. Chr. den Mittelpunkt des kommerziellen und sozialen Lebens. Was davon übrig blieb, stammt freilich aus unterschiedlichen Jahrhunderten.

Agorá-Museum

Das Museum in der nach antikem Vorbild errichteten Attalos-Stoa zeigt die Funde von der antiken Agorá, Objekte aus dem Alltag der Menschen vor über 2000 Jahren, und illustriert das politische Leben. April-Okt. Mo 11-19, Di-So 8-19, Nov.-März Di-So 8.30-15 Uhr | Archaía Agorá | kein Extraeintritt

Archäologisches Nationalmuseum

Die hier ausgestellten Schätze aus dem antiken Griechenland begeistern alle Besucher. Zu den Höhepunkten gehören die ganz modern anmutenden Kykladenidole aus dem 2. Jt. v. Chr., die Goldfunde aus den Königsgräbern von Mykene, die Fresken aus dem minoischen Santorin und viele Meisterwerke der Vasenmalerei und der Bildhauerkunst, wie die am Kap Artemision gefundenen Bronzestatuen. April-Okt. Mo 10.30-20, Di-So 8.30-20 Uhr, Nov.-März Mo 13.30-20, Di-So 8.30-15 Uhr | Leofóros Patisíon/Odós Tosíta 1 | Eintritt 6 Euro

Areopag

Nahe dem Eingang zur Akrópolis führen glatte Stufen auf den kahlen Felsen hinauf, der während der ganzen Antike Versammlungsort des obersten Athener Gerichtshofs war. Der Blick über die Stadt ist bei Tag und vor allem bei Nacht grandios. Frei zugänglich

Benáki-Museum

Objekte aus der Antike und dem koptischen Ägypten, der byzantinischen, islamischen und chinesischen Kunst. Besonders interessant ist die volkskundliche Sammlung. Mo, Mi, Fr, Sa 9-17, Do 9-24, So 9-15 Uhr | Leofóros Vas. Sofías/Odós Koumbári 1 | Eintritt 6 Euro | www.benaki.gr

Diónisos-Theater

Unterhalb des Akrópolis-Felsens entwickelte sich im 6. Jh. v. Chr. die Urform des Theaterspiels. Seine heutige Form erhielt dieses älteste griechische Theater aber erst um 330 v. Chr. | April-Okt. tgl. 8-19 Uhr, Nov.-März tgl. 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro

Hadriansbogen/Pylí Adrianoú

An der verkehrsreichen Straße Leofóros Amalías steht ein fast 1900 Jahre altes, 18 m hohes Tor. Der römische Kaiser Hadrian ließ es als Denkmal für sich selbst errichten, als er zwischen 124 und 129 Athen erweiterte. Frei zugänglich

Kerameikós

Die deutschen Archäologen, die den antiken Friedhof von Athen freilegten, stellten Kopien zahlreicher Grabdenkmäler anstelle der Originale auf, die heute im Archäologischen Nationalmuseum zu sehen sind. Außerdem erkennt man hier die Grundrisse zweier bedeutender Stadttore. Dazwischen blieb ein Teil der antiken Stadtmauer erhalten. April-Okt. Di-So 8-19.30 Uhr, November Di-So 8.30-15 Uhr | Eingang Odós Ermoú | Eintritt 13 Euro

Kleine Mitrópolis

Athens reizvollste mittelalterliche Kirche steht unmittelbar neben der modernen orthodoxen Kathedrale. Als man sie im 12. Jh. erbaute, lagen überall in Athen noch zahllose Bauteile antiker und frühchristlicher Gebäude herum. Die bereits Jahrhunderte zuvor sorgfältig behauenen Marmorquader dienten als schönes und kostengünstiges Baumaterial; uralte Figurenfriese und Reliefs bildeten einen willkommenen Schmuck. Unregelmäßig geöffnet | Odós Mitropóleos

Likavittós

Über das Athener Häusermeer erhebt sich der 277 m hohe Kalksteinfelsen mit einem grünen Gartenkragen, aus dem ein kahler Felskopf ragt. Angenehme Spazierwege und eine Standseilbahn im Innern des Berges führen zum Gipfel mit seiner strahlend weißen Georgskapelle. Standseilbahn | tgl. 10-3 Uhr | Talstation am oberen Ende der Odós Plutárchou | Ticket 4 Euro | Bus 60 ab Kolonáki-Platz | und Platía Káningos

Markthallen

Athens über 100 Jahre alte Kentrikí Agorá liegt zwischen Omónia- und Monastiráki-Platz. Unter ihren Dächern werden vor allem Fleisch und Fisch verkauft. Um die Hallen herum sorgen zahlreiche Läden, Obst-/Gemüsestände und Straßenhändler für buntes Treiben. Mo-Sa ca. 6-15 Uhr | Odós Athínas

Museum für kykladische Kunst

Privatsammlung mit Meisterwerken der kykladischen Kunst des 2. Jts. v. Chr. | Mo, Mi, Fr, Sa 10-17, Do 10-20, So 11-17 Uhr | Odós Neofítou Doúka 4 | Eintritt 7 Euro (Mo 3,50 Euro) | www.cycladic-m.gr

Nationalgarten/Éthnikos Kípos

Der ehemalige Königliche Privatgarten aus dem 19. Jh. ist eine Oase der Ruhe mit hohen Palmen, schattigen Laubengängen und einem idyllischen Ententeich im Herzen der Stadt. Am Eingang an der Odós Iródou Attíkou lädt ein Gartencafé zur Rast. Frei zugänglich | Eingänge auch am Leofóros Vas. Amalías und am Leofóros Vas. Sofías

Numismatisches Museum im Schliemann-Haus

Eine Vielzahl hervorragend erhaltener Münzen aus Antike und Mittelalter im exzellent restaurierten ehemaligen Wohnhaus Heinrich Schliemanns. Auch wer sich nicht für Münzen interessiert, wird von der Pracht der Räume beeindruckt sein. Di-So 8.30-15 Uhr | Leofóros Panepistimíou 12 | Eintritt 3 Euro

Odeon des Herodes Attikus

Das mächtige Amphitheater von 161 am Südhang der Akrópolis ist Hauptschauplatz der Athener Sommerfestspiele. Nur für Aufführungen geöffnet, aber guter Blick auf das Odeíon Iródou Attikoú von der Akrópolis aus

Panathenäisches Stadion

An der Stelle des antiken Stadions entstand für die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 dieses Marmorstadion nach antikem Vorbild. April-Okt. Mo, Mi 9-15 und 18-21, Do-Sa 9-15, So 10-14 Uhr, November bis März Mo, Mi 9-15 | Leofóros Vas. Konstantínou | Eintritt frei

Piräus/Peiraíefs

Filmromantik finden Sie in Griechenlands größtem Hafen nicht mehr. Der Handelshafen Kantharáos dient vor allem dem Fährverkehr zu den Inseln. Schöner sind der ausgedehnte Yachthafen Zéa Marína und der kleine Yacht- und Fischerboothafen Mikrolímano mit vielen guten Fischrestaurants. Das Archäologische Museum ist klein, aber eindrucksvoll (Di-So 8.30-15 Uhr | Odós Har. Trikoúpi 31 | Eintritt 3 Euro). Das Schifffahrtsmuseum am Hafen Zéa Marína illustriert die griechische Seefahrtsgeschichte seit der Antike (Di-Fr 9 bis 14, Sa 9-13 Uhr | Eintritt 2 Euro). Ab Athen Metro bis Endstation am Kantharáos-Hafen, von dort Trolleybus 20 bis Zéa Marína und Mikrolímano

Pláka

Im Altstadtviertel gibt es viele malerische Winkel, bis zu 150 Jahre alte Wohnhäuser und zahllose Tavernen. Im Gassengewirr stößt man immer wieder auf kleine Kirchen, antike Ruinen und Denkmäler. Die meisten Souvenirgeschäfte liegen an der Odós Adrianoú. Besonders viele Tavernen finden Sie an der Odós Kidathinéon, die meisten griechischen Musiklokale an der stufenreichen Odós Mnisikléous.

Síndagma-Platz

Am oberen Rand wird Athens Hauptplatz vom Parlamentsgebäude begrenzt, das 1834-38 als Königspalast entstand. Davor halten Ehrengardisten Wache am Grabmal des Unbekannten Soldaten (große Wachablösung So 11 Uhr | kleine stündlich). In der prachtvollen U-Bahn-Station unter dem Platz sind archäologische Funde ansprechend präsentiert, die bei den Ausschachtungsarbeiten in den 1990er-Jahren zutage gefördert wurden. Platía Sintagmátos

Tempel des Olympischen Zeus/Stíles Olympíou Diós

Die 15 höchsten Säulen Athens gehören zu einem Tempel, den einst 104 fast 17 m hohe Marmorgiganten mit einem Gesamtgewicht von 15500 t umgaben. Begonnen wurde der Bau bereits 550 v. Chr., vollendet jedoch erst knapp 700 Jahre später unter dem römischen Kaiser Hadrian. April bis Oktober tgl. 8-19 Uhr, Nov.-März tgl. 8.30-15 Uhr | Leofóros Vas. Ólgas | Eintritt 2 Euro

Turm der Winde/Naós Aiólou

Der 12 m hohe Turm am Rand der römischen Agorá stammt aus dem 1. Jh. v. Chr. Er diente mit einer Sonnen- und einer Wasseruhr der Zeitmessung. April-Okt. tgl. 8-19.30 Uhr, Nov.-März tgl. 8.30-15 Uhr | Odós Pelopída | Eintritt 2 Euro

Sehenswertes

Makedonien & Thrakien

Kirchen

Hauptsehenswürdigkeiten sind die über 70 byzantinischen und nachbyzantinischen Kirchen in der Altstadt. Viele sind noch in Privatbesitz und stehen nur manchmal zufällig offen. Die drei im Folgenden genannten, bedeutendsten Kirchen der Stadt kann man zusammen mit einem Wärter des Byzantinischen Museums (Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt frei) ansehen, das man also zuerst aufsuchen muss.

Agíi Anárgiri

Die den Arztheiligen Kosmas und Damian im 10. Jh. geweihte Kirche, eine dreischiffige Basilika, besitzt außen schöne Ziegelsteindekorationen und an der Westfassade Malereien. Die Wandmalereien im Inneren stammen aus dem 12. Jh.

Ágios Stéfanos

In der Kirche sind drei Schichten von Wandmalereien zu erkennen, die zwischen dem 9. und 12. Jh. entstanden und teilweise im 14. Jh. ausgebessert wurden.

Byzantinisches Museum

Das moderne Museum präsentiert über 80 Ikonen aus Kirchen der Stadt. Die älteste stammt aus dem 12. Jh. | Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt frei | schlicht als „Museum“ ausgeschildert, auf dem höchsten Punkt der Altstadt

Panagía i Koumbelídiki

Die Marienkirche aus dem 11. Jh. mit ungewöhnlich hohem Tambour (Kuppelunterbau) ist innen mit Fresken aus dem 14. Jh. und außen zum Teil mit Malereien aus dem 15. Jh. geschmückt.

Panagía Mavriótissa

Das idyllisch außerhalb der Stadt am Ufer des Sees gelegene Kloster besitzt in der Klosterkirche Fresken aus dem 12. Jh. und in der dem Evangelisten Johannes geweihten Kapelle Wandmalereien aus dem Jahr 1552. Tagsüber geöffnet | an der Uferstraße um die Halbinsel | frei zugänglich

Volkskundliches Museum

Das äußerst interessante Museum ist in einem der besterhaltenen Herrenhäuser der Altstadt, dem Archontikó Nerántzis Aivázsis, untergebracht. Es stammt aus dem 17. Jh. und wurde von einem der zehn bis zwölf reichen Pelzhändler erbaut, die damals das Gewerbe beherrschten. Mo-Sa 10 bis 17, So 11-17 Uhr | Odós K. Lazu | Eintritt 2 Euro

Altstadt

Kommt man vom Hafen und geht die erstmögliche Straße rechts in die Altstadt hinauf (Odós Poulídou), sieht man rechter Hand einen weitläufigen Bau mit vielen Kuppeln, Innenhöfen und Türmchen. Es ist das Imaret, im 19. Jh. als Koranschule erbaut und seit 2004 als Hotel genutzt. Die Straße endet an der modernen Kirche Kímisis tu Theotókou. Von hier aus sind es nur wenige Schritte zum Reiterstandbild Mehmet Alis und dessen benachbartem Geburtshaus aus dem Jahr 1720, das besichtigt werden kann. Mehmet Ali stammte aus einer moslemischen Tabakhändlerfamilie und wurde 1769 zum Begründer der letzten ägyptischen Königsdynastie, die mit der Vertreibung König Faruks 1952 abtrat. Auf dem höchsten Punkt der Altstadt-Halbinsel steht die 1425 von den Türken erbaute Burg.

Aquädukt

Über 60 Bögen schwingt sich ein mächtiges, bis zu 60 m hohes Aquädukt von einem gegenüberliegenden Hügel zur Altstadt. Es wurde bereits im 16. Jh. erbaut.

Archäologisches Museum

Der Besuch lohnt nur für archäologisch Interessierte. Zu sehen sind u.a. Goldschmuck aus dem 3. Jh. v. Chr. und tönerne Büsten der Göttinnen Demeter, Persephone und Aphrodite aus dem 4. Jh. v. Chr., mit erhaltenen Spuren der ursprünglichen Bemalung. Di-So 8.30-15 Uhr | Ethnikís Andistásis | am westlichen Ende der Uferpromenade | Eintritt 2 Euro

Moscheen, Kirchen und mehr

Beim Bummeln trifft man auf Moscheen, türkische Bäder und mehr als ein Dutzend byzantinische Kirchen. Manche stehen in unmittelbarer Nähe der eindrucksvollen, einst über 7 km langen Stadtmauer.

Agía Sophía

Die Kirche aus dem späten 8. Jh., während der Türkenherrschaft in eine Moschee verwandelt, hat in der Apsis ein Mosaik der Gottesmutter (12. Jh.) und in der Kuppel eins mit den zwölf Aposteln, Maria und der Himmelfahrt Christi (9. Jh.). Tgl. ca. 7-12 und 17-20 Uhr | Platía Agías Sofías

Ágios Dimítrios

Die dem Schutzheiligen der Stadt geweihte Basilika birgt in einem silbernen Sarkophag die Gebeine des hl. Demetrios, der 303 den Märtyrertod starb. Mo 12.30-19, Di-Fr 8-20, Sa u. So 10.30-19.30 Uhr | Odós Agíou Dimitríou

Ágios Nikólaos Orphanós

Die aus dem 14. Jh. stammende Kirche liegt in einem Altstadtviertel mit türkischen Häusern. Mehrere Fresken aus dem 14. Jh. sind gut erhalten. Tgl. 8-12 Uhr | Odós Irodótou | Eintritt 1,50 Euro

Akrópolis und Altstadt

Für einen Rundgang durch die Altstadt sollten Sie mindestens einen halben Tag ansetzen. Sie starten am besten am Westende der Via Egnatía und folgen dem Verlauf der Stadtmauer bis hinauf zum Kastell Heptapyrgion („Sieben Türme“), dem höchstgelegenen Punkt auf der Akrópolis.

Archäologisches Museum

Besonders sehenswert sind Grabfunde aus Síndos, zu denen 2500 Jahre alte, bronzene Miniaturmodelle der damals üblichen Tische, Stühle und Maultierkarren gehören. Ein besonders schönes römisches Mosaik zeigt Dionysos, den Gott des Weins, mit Ariadne. Tgl. 8.30-15 Uhr (im Sommer gelegentlich bis 17 Uhr) | Platía Chanth | gegenüber vom Haupteingang zum Messegelände | Eintritt 4 Euro

Galerius-Bogen

Der nur teilweise erhaltene Triumphbogen überspannte die Prachtstraße, die in römischer Zeit von der Rotonda zum Kaiserpalast des Galerius führte. Er wurde im Jahr 297 zur Erinnerung an einen gewonnenen Feldzug des Kaisers gegen die Perser errichtet und zeigt auf zahlreichen steinernen Reliefplatten Szenen aus jenem Krieg. Via Egnatía

Museum der byzantinischen Kultur

Eines der modernsten Museen Griechenlands präsentiert Architektur, Kunstobjekte und Alltägliches aus der Zeit zwischen dem 5. und dem 19. Jh. | April-Okt. Mo 13-19, Di-So 8-19, Nov.-März tgl. 8.30-15 Uhr | Leofóros Stratoú 2 | Eintritt 4 Euro

Ósios Dávid

Die kleine, idyllisch gelegene Klosterkirche aus der Zeit um 500 besitzt in der Apsis ein sehr gut erhaltenes, einzigartiges Mosaik aus der gleichen Zeit. Es zeigt einen bartlosen Christus, der dem Propheten Hesekiel in einer Vision erscheint. Die Fresken, von denen Christi Geburt und Taufe noch gut zu erkennen sind, stammen aus dem 12. Jh. | Tgl. 8-12 und 17-19 Uhr | versteckt nahe der Odós Dimitríou Poliorkitoú, ab dort gut ausgeschildert

Panagía Chalkéon und Römische Agorá

An dem größten Platz der Stadt, der Platía Dikastírion, liegen das türkische Bad Hamam Bey, die Kirche Panagía Chalkéon von 1028 und die Ausgrabungen des römischen Marktplatzes, von dem Gebäudereste, unterirdische Gewölbe und die Sitzplatzreihen eines Odeons erhalten sind. Via Egnatía

Rotonda

Geschaffen wurde der Rundbau im 4. Jh. als Mausoleum für Kaiser Galerius. Bereits am Ende desselben Jahrhunderts wurde er unter Hinzufügung einer Apsis in eine christliche Kirche verwandelt; in türkischer Zeit wurde dann ein Minarett errichtet, und der Bau wurde zur Moschee. Besonders sehenswert sind die frühchristlichen Mosaiken. Di-So 8-17 Uhr | nördlich vom Galerius-Bogen | Eintritt 2 Euro

Weisser Turm

Das Wahrzeichen Thessaloníkis wurde in der ersten Hälfte des 16. Jhs. unter türkischer Herrschaft erbaut. Heute gehört er zum Museum der byzantinischen Kultur und erläutert auf seinen verschiedenen Ebenen Etappen der Stadtgeschichte. Di-So 8.30-15 Uhr | Leofóros Níkis | Uferstraße | Eintritt 3 Euro

Altstadt

Um die Jahrhundertwende war Xánthi eine bedeutende Tabakhandelsstadt. Die meisten großen Altstadthäuser wie das in der Odós Antíka, in dem heute das Folkloremuseum (zurzeit geschl.) untergebracht ist, gehörten reichen Tabakhändlern. Außer den noch heute vorhandenen Volksgruppen lebten in Xánthi Armenier und Juden, deren Synagoge in der Odós Chatzistávrou steht. Hauptgasse in der Altstadt ist die Odós Antíka, die zur schön restaurierten Platía Mitropóleos führt.

Basarviertel

Das orientalisch anmutende Viertel liegt zwischen der Markthalle und der großen Platía to Basári, auf der an jedem Samstagmorgen ein großer Wochenmarkt stattfindet, wie man ihn außerhalb Thrakiens in ganz Griechenland nicht erleben kann.

Sehenswertes

Epirus

Stadtrundgang

Bester Ausgangspunkt für einen Stadtrundgang ist die Burg, die unmittelbar an der Nationalstraße Ioánnina-Athen liegt. Nach der Besichtigung der Burg folgt man der Nationalstraße 200 m weit in Richtung Athen, dann nach rechts dem Wegweiser „Centre“ und gelangt durch die Odós Skoufá zur Odós B. Pýrrou. Folgt man ihr nach links, kommt man zum Historischen Museum und zur Kirche Panagía Parigorítissa, folgt man ihr nach rechts, gelangt man an den übrigen byzantinischen Kirchen und antiken Ruinen vorbei zurück zur Burg.

Agía Theodóra

In der Kirche aus dem 13. Jh. ist die hl. Theodora in einem schönen Sarkophag beigesetzt. Sie wirkte im 13. Jh. in dem Kloster, das damals zur Kirche gehörte. Ihre als wundertätig angesehene, mit Silber beschlagene Ikone wird alljährlich am 11. März in feierlicher Prozession durch die Stadt getragen. Besonders bemerkenswert sind in der Kirche die antiken Kapitelle der Säulen, die von Bauten des 6. Jhs. aus Nikópolis stammen. Unregelmäßig geöffnet | Odós Agías Theódoras | von der Odós B. Pýrrou Richtung Burg die zweite Gasse links hinter den Ruinen des Apollo-Tempels

Ágios Vasílios

Die Kirche aus dem 13. Jh. weist ein besonders schönes Mauerwerk auf. Farbig glasierte Kacheln und unterschiedlich gestaltete Bänder aus Ziegelsteinen gliedern die Fassade. In die Ostwand sind zwei Reliefs eingelassen. Eines stellt die Kreuzigung Christi, das andere drei Kirchenväter dar. Nur von außen zu besichtigen | am Ende der Odós B. Pýrrou an der offenen Markthalle in die Gasse 20 m links hinein

Alte Brücke

„Artas Old Bridge“ (so die Wegweiser) gilt als eine der schönsten Brücken und als eines der schönsten osmanischen Bauwerke in Griechenland. Vier unterschiedlich hohe Bögen überspannen seit 1612 den Fluss; in einen der beiden Pfeiler des höchsten Bogens musste der Baumeister einer örtlichen Legende nach seine Frau einmauern, weil die während der Bauarbeiten immer wieder eingestürzte Brücke einer Weissagung gemäß anders keine Stabilität gewinnen konnte. Die Brücke steht unmittelbar neben der modernen Straßenbrücke. 1 km nördlich der Stadt an der Straße nach Ioánnina

Apollo-Tempel

Geringfügige Reste eines Tempels vom Ende des 6. Jhs. v. Chr. liegen eingezäunt und als „Ancient Temple“ gekennzeichnet links der Odós B. Pýrrou.

Burg

Die Festung von Árta nimmt eine kleine Bodenerhebung am Ufer des Árachthos ein. Im Innern der Burg grünen zahlreiche Orangenbäume. Errichtet wurde die Burg im 13. und 14. Jh., umfangreiche Veränderungen nahm Ali Pascha im 18. Jh. vor. Dass beim Bau der Burgmauern die antike Stadtmauer mit ihren großen, regelmäßig behauenen Steinblöcken mitverwendet wurde, ist besonders gut von der Nationalstraße aus an der Ostecke der Burg zu erkennen. Frei zugänglich

Historisches Museum

Das kleine, liebevoll gestaltete Museum gibt u.a. durch Fotografien, Schautafeln, Puppen und Modelle sowie mithilfe englischer Erklärungen einen Einblick in die Geschichte Ártas. Tgl. 9-13 Uhr | Platía Nik. Skoufá | Eintritt 2 Euro

Káto Panagías

Am Stadtrand von Árta liegt nahe dem Flussufer das Maria geweihte Nonnenkloster aus dem 13. Jh. Die meisten Bauten sind neu, nur die Apsis der Klosterkirche stammt noch aus der Gründungszeit. Hier sind einige Freskenreste aus dem 13. Jh. erhalten. Weitaus eindrucksvoller ist aber die 1715 mit Heiligen und biblischen Szenen bemalte Westwand. Mai-15. September tgl. 7-13 und 16.30-19.30 Uhr, sonst tgl. 8-13 und 15-18 Uhr | vom Ortszentrum aus auf der dem linken Flussufer nächstgelegenen Straße am modernen Stadion vorbei 2 km

Panagía Parigorítissa

Die größte byzantinische Kirche Ártas ist ein architektonisches Meisterwerk von hohem Rang. Sie entstand 1285-89 als zentrales Gotteshaus eines Klosters, von dem am Rande des Kirchhofs noch der Zellentrakt mit 16 Räumen und das Refektorium erhalten sind. Das Refektorium dient heute als Ausstellungsraum, in dem einige Kleinfunde aus dem antiken Ambrákia gezeigt werden.

Altstadt

Vom Hauptplatz der Neustadt aus führt die Haupteinkaufsstraße Leofóros Avérof auf die Altstadt zu, die noch vollständig von 1800 m langen Mauern aus der Türkenzeit umgeben ist. Durch ein mächtiges Stadttor gelangt man in die fast autofreien Gassen, in denen noch immer viele Menschen leben. Das Schild „Municipal Museum“ weist den Weg zum Stadtmuseum. Es nimmt die Räume der Aslan-Pascha-Moschee aus dem Jahr 1618 ein. Von hier aus kann man weiter gehen zur Zitadelle in der Nordostecke der Altstadt mit der 1430 errichteten Fetije-Moschee und dem Grab Ali Paschas.

Archäologisches Museum

Ausgestellt sind vor allem Funde aus dem Totenorakel Nekromanteíon und schöne Bronzestatuetten aus dem Zeus-Orakel von Dodóna. Di-So 8.30-15 Uhr | Kentrikí Platía | Eintritt 3 Euro

Insel

Der See von Ioánnina ist 23 km² groß und bis zu 13 m tief. In ihm liegt vor Ioánnina eine 35 ha große Insel mit einem schönen, autofreien Dorf (800 Ew.). Flüchtlinge aus der Máni gründeten es im 17. Jh.

Paul-Vrellis-Museum

Große Ausstellung à la Madame Tussaud, in der mit Wachsfiguren Episoden aus der neugriechischen Geschichte erzählt werden, u.a. auch aus der Zeit der deutschen Besetzung Griechenlands. April-Sept. tgl. 9.30 bis 17 Uhr, Okt.-März tgl. 10-16 Uhr | Eintritt 5 Euro | Bizáni | km 12 an der Nationalstraße Richtung Árta | www.vrellis.org

Städtisches Museum

Das Museum in der ansprechend restaurierten Aslan-Pascha-Moschee präsentiert Werke epirotischer Silberschmiede der letzten Jahrhunderte, Waffen, Trachten und Dokumente zur Stadtgeschichte. Mai-Okt. Mo 12-19 Uhr, Di-So 8-19 Uhr, Nov.-April Di-So 8.30-15 Uhr | Altstadt | Eintritt 3 Euro

Burg

Innerhalb der von den Venezianern 1572 erbauten Burg stehen zwischen viel Grün nur noch Gebäuderuinen. Der Weg hinauf lohnt sich aber dennoch wegen des schönen Ausblicks. Tgl. 8-20 Uhr | Eintritt frei

Sehenswertes

Thessalien

Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten der Klöster ändern sich so häufig, dass hier keine Angaben gemacht werden können. Man muss sie vor Ort erfragen. Normalerweise ist pro Wochentag eines der Klöster geschlossen, nur sonntags sind alle geöffnet. Die Kernöffnungszeiten sind 9-13 und 15-17 Uhr. Pro Kloster werden 2 Euro Eintritt verlangt.

Kalambáka

Der ältere Teil der Stadt liegt zwischen der Hauptverkehrsstraße und der hoch über die Stadt aufragenden Felswand. Am besten folgt man von der Platía, an der die Taxis stehen, der Odós Vlacháva über den kleinen Marktplatz zur neuen Kirche des Ágios Vissárious, die in den 1980er-Jahren innen im traditionellen Stil eindrucksvoll ausgemalt wurde. Ein Schild weist von hier den Weg zur Kirche Kímesis tou Theotókou aus dem 14. Jh.

Kloster Agía Triáda

Auch heute noch ist das Mönchskloster nur nach anstrengendem, etwa 15-minütigem Fußmarsch zugänglich, erst seit 1925 über Treppen. Bis dahin konnten Mönche, Waren und Besucher nur über Strickleitern und ein an einer Seilwinde heraufzuziehendes Netz ins Kloster gelangen. Die Wandmalereien in der Kirche aus dem 15. Jh. stammen aus den Jahren 1692 und 1741.

Kloster Ágios Nikólaos Anapafsás

Das dem Dorf Kastráki am nächsten gelegene Kloster musste wegen des besonders kleinen Gipfelplateaus mehrstöckig gebaut werden und wirkt festungsartig. Seine Hauptkirche wurde von dem kretischen Maler Theophánis im 16. Jh. mit gut erhaltenen Fresken ausgestattet.

Kloster Ágios Stéfanos

Das heute ohne Treppensteigen bequem zu erreichende Nonnenkloster lohnt den Besuch besonders. Die Klosterkirche aus dem 18. Jh. wird zur Zeit stilvoll ausgemalt. Viele der neuen Ikonen wurden von den Nonnen des Klosters selbst gemalt. Im Klostermuseum werden byzantinische Notenbücher und alte Handschriften gezeigt.

Kloster Megálo Metéoro

Das älteste, schönste und größte Kloster auf den Metéora-Felsen wird von Mönchen bewohnt. Besucher sehen zunächst den musealen Vorratsraum und können die Seilwinde studieren, die einst half, alle Waren und Gäste in einem Netz zum Kloster hinaufzuziehen.

Kloster Roussánou

Das kleinste der noch bewohnten Metéora-Klöster, dessen Bauten überwiegend aus dem 16. Jh. stammen, erstreckt sich auf einem winzigen Felsplateau über drei Etagen. Wegen des Platzmangels sind hier alle Räume einschließlich der Kirche in einem einzigen Gebäude zusammengefasst. Im Narthex sind die Wandmalereien aus dem 16. Jh. gut erhalten. Sie zeigen vor allem Märtyrer und über der Tür zum Kirchenraum das Jüngste Gericht: Links von der Tür werden die Seligen ins Paradies geführt, rechts von der Tür gleiten die Verdammten in einem Feuerstrom in die Hölle.

Kloster Varlaám

Die Haupt- und die Nebenkirchen dieses Klosters sind mit sehr gut erhaltenen Fresken des 16. Jhs. ausgestattet; schön auch eine vergoldete Ikonostase des 18. Jhs. Das Klostermuseum präsentiert neben Ikonen vor allem wertvolle Handschriften, die zum großen Teil im 16. und 17. Jh. im Kloster angefertigt wurden.

Ágios Konstantínos

Die Basilika am hafenfernen Ende der Uferpromenade ist mit neuen Mosaiken im traditionellen Stil ausgestattet. Tgl. 7-12 und 17-19 Uhr

Archäologisches Museum

Einzigartig ist die Sammlung von etwa 400 gut erhaltenen, farbig bemalten Grabstelen aus dem 3. und 2. Jh. v. Chr. | April-Okt. Mo 12-19 Uhr, Di-So 8-19 Uhr, Nov.-März Di-So 8.30-15 Uhr | Odós Athanasáki 1 | am östlichen Stadtrand, an der Hauptstraße nach Argiá ausgeschildert | Eintritt 2 Euro

Oíkia Kontoú

Das historische Herrenhaus im Vorort Anakasiá/Ano Vólos wurde vom wohl bedeutendsten griechischen Maler des 20. Jhs., Theóphilos, ausgemalt. Di-So 8-15 Uhr | Zugang von der Hauptstraße (an der Platía von Anakasiá beschildert) | Eintritt frei

Sehenswertes

Mittelgriechenland

Archäologisches Museum

Das moderne Museum von Delphi lohnt unbedingt den Besuch. Gut erhaltene Friese zeigen, wie reich die Außenseiten der Schatzhäuser geschmückt waren. Einige der Statuen wie zum Beispiel die Sphinx der Naxier oder die beiden archaischen Jünglingsgestalten Kleobis und Biton muss man sich im Heiligtum unter freiem Himmel aufgestellt vorstellen. Beachtung verdienen zahlreiche Kleinfunde aus Bronze wie zum Beispiel eine Statuette des Odysseus, der unter einem Widder hängend seinen Feinden entkommt. Der marmorne Omphalos, den man im Museum sehen kann, stammt vom Apollon-Tempel. Er markierte dort den Mittelpunkt der Welt. Besonders eindrucksvoll sind die gut erhaltenen Überreste der lebensgroßen Statue eines Stiers aus getriebenen Silberblechen aus dem 6. Jh. v. Chr. Die bekanntesten Schätze des Museums sind die bronzene Statue des Wagenlenkers (5. Jh. v. Chr.), die archaische Sphinx der Naxier und die römische Marmorstatue des Antinoos (2. Jh.). April bis Oktober tgl. 8-19.30 Uhr, Nov.-März tgl. 8.30-15 Uhr | Eintritt 6 Euro, mit Ausgrabungen 9 Euro | an der Hauptstraße zwischen dem Dorf und den Ausgrabungen

Obere Ausgrabungen

Vom Eingang kommt man auf einen kleinen Platz mit sieben ionischen Säulen, die römische Agorá. Hier wird anhand des römischen Mauerwerks und der christlichen Architekturfragmente etwas deutlich, was man beim Rundgang immer bedenken sollte: Der Zustand der Ausgrabungen gibt keine Momentaufnahme aus einem bestimmten Jahr wieder, sondern vermischt Elemente aus der langen Geschichte des Heiligtums.

Untere Ausgrabungen

Unterhalb der Asphaltstraße liegen das Heiligtum der Athena Pronaia und das antike Gymnasion. Im Athena-Heiligtum standen weitere Schatzhäuser, ein dorischer Tempel und ein teilweise rekonstruierter Rundbau (Tholos) aus der Zeit um 390 v. Chr. mit unbekannter Funktion. Von hier aus ist der Blick auf die gesamten Ausgrabungen von Delphi besonders reizvoll. Vom Gymnasion, einer Übungsstätte für Läufer, und der dazugehörigen Palästra, in der sich die Ringkämpfer auf ihre Wettkämpfe vorbereiteten, sind nur Grundmauern erhalten.

Hafen

Das kleine Hafenbecken, in dem Fischerboote und einige Yachten liegen, wird zur See hin noch immer von venezianischen Mauern geschützt. Von dort aus erkennt man besonders gut, wie stark befestigt die Altstadt war.

Zitadelle

Die Mauern um die Altstadt ziehen sich vom Hafen bis zur Zitadelle hinauf. Drei weitere Mauerzüge verlaufen in Abständen horizontal am Hang entlang und machten so die Zitadelle noch sicherer. Eine Straße führt bis unmittelbar unter die Zitadelle; schöner ist es jedoch, in etwa 40 Minuten vom Hafen aus durch die Gassen der Altstadt bis auf den Burgberg zu wandern.

Sehenswertes

Peloponnes

Ákrokorinth

Der 575 m hohe Felsklotz im Hintergrund Korinths ist schon seit über 2700 Jahren befestigt. Eindrucksvoll sind neben den Resten eines Aphrodite-Tempels die gut erhaltenen Mauerringe und -türme aus byzantinischer, fränkischer, türkischer und venezianischer Zeit. April-Okt. tgl. 8.30-17 Uhr, Nov.-März Di-So 8.30 bis 15 Uhr | Eintritt frei | 3 km südlich von Alt-Korinth

Alt-Korinth/Archéa Kórinthos

Alt-Korinth gehört zu den sehenswertesten archäologischen Stätten des Peloponnes. Man gewinnt ein gutes Bild von der Gestaltung des Stadtzentrums in römischer Zeit. Auf dem Weg vom Eingang zum Archäologischen Museum sieht man links den durch ein Erdbeben geborstenen Felsklotz der Glauke-Quelle und dahinter die sieben noch stehenden Säulen des Apollon-Tempels. Ursprünglich war der 550 v. Chr. errichtete Tempel von 38 Säulen umgeben. Sie sind aus einem Stück gearbeitet und beeindrucken durch ihre gelungenen Proportionen. Im krassen Gegensatz dazu stehen die gedrungenen Säulen des römischen Octavia-Tempels gleich neben dem Museum.

Archäologisches Museum

Von besonderem Interesse sind die zahlreichen Vasen. Die Übernahme orientalischer Formen und Motive im 7. Jh. ist gut zu erkennen. Typisch sind die Darstellung von Tieren und Fabelwesen und die Füllung der Zwischenräume durch Ornamente wie Blatt- und Klecksrosetten in der Zeit um 600 v. Chr. Wunderschön sind die römischen Fußbodenmosaike aus dem 1./2. Jh., darunter ein Flöte spielender Hirte. Im Ausgrabungsgelände von Alt-Korinth | April-Okt. tgl. 8-19.30 Uhr, Nov.-März tgl. 8.30-17 Uhr | Mo immer erst ab 12 Uhr | Eintritt 6 Euro inkl. der Ausgrabungen

Akronáfplia-Festung

Reizvoller als ein Gang auf die durch das Hotel Náfplia Palace entstellte Festung ist eine Umrundung der Burg auf der Uferstraße.

Archäologisches Museum

Die Sammlung in den Obergeschossen einer 1713 erbauten venezianischen Kaserne am Hauptplatz umfasst vor allem Funde aus mykenischer Zeit. Höhepunkte sind der Bronzepanzer eines mykenischen Kriegers aus dem 14. Jh. v. Chr. und mehrere beeindruckende Masken aus Tiryns. Di-So 8.30-15 Uhr | Platía Sintagmátos | Eintritt 2 Euro

Boúrtsi-Festung

Die kleine Burg auf einem Inselchen dicht vor der Küste, die oft mit einem versteinerten Schiff verglichen wird, erbauten die Venezianer im 17. Jh.

Komboloí-Museum

Gezeigt werden Rosenkränze, Gebetsketten anderer Religionen und griechische komboloia aus der Zeit zwischen 1700 und 1950. Sie sind aus Bernstein, Knochen, Koralle, Elfenbein, Ebenholz und anderen Materialien gefertigt. Mi-Mo 9.30 bis 20.30 Uhr | Odós Staikópoulou 25 | Eintritt 3 Euro | www.komboloi.gr

Militärmuseum

Das Museum dokumentiert Griechenlands kriegerische Geschichte der letzten 180 Jahre. Di-So 9-13 Uhr | Odós Terzáki/Ecke Leofóros Amalías | Eintritt frei

Palamídi-Festung

Weithin sichtbar überragt die venezianische Festung Palamídi aus dem frühen 18. Jh. auf einem 220 m hohen Berg die Stadt Nauplia und die ältere Festung Akronáfplia. Von der Stadt aus führt vom Busbahnhof eine Treppe mit über 850 Stufen hinauf, man erreicht die Festung aber auch über eine 3 km lange Straße. Mai-Sept. tgl. 8-18, Oktober 8-17, Nov.-April 8-14.30 Uhr | Eintritt 4 Euro

Platía Sintagmátos

Am großen Hauptplatz der Altstadt stehen außer dem Archäologischen Museum zwei Moscheen. Die größere diente von 1825 bis 1828 als Versammlungsort des ersten griechischen Parlaments, die kleinere wurde nach dem griechischen Sieg über die Türken als eine der ersten Schulen Griechenlands genutzt.

Volkskundliches Museum

Ansprechend präsentierte Gerätschaften, kunsthandwerkliche Erzeugnisse und Trachten aus den letzten 200 Jahren. Guter Museumsshop. April bis Oktober Mo 9-14.30, Mi-Sa 9 bis 14.30 u. 18-21, So 9.30-15 Uhr; Nov.-März Mo, Mi-Sa 9-14.30, So 9.30-15 Uhr | Odós Vass. Alexándrou 1 | Eintritt morgens 4 Euro, nachm. 3 Euro | www.pli.gr

Archäologisches Museum

Kernstück ist der große Zentralsaal. An den Längsseiten sind die Marmorskulpturen aus den Giebelfeldern des Zeus-Tempels aufgestellt, an den Schmalseiten hängen die zwölf Metopen von den Stirnseiten des Tempels. Sie zeigen die zwölf Taten des Herakles. In den Giebelfeldern sieht man (rechts) den Kampf zwischen Lapithen und Kentauren und (links) die Vorbereitungen zum Wagenrennen zwischen den mythischen Helden Pelops und Oinomaos.

Ausgrabungen

Religiöser Mittelpunkt des Heiligtums war der Zeus-Tempel im Zentrum der Ausgrabungen. Sein Unterbau demonstriert ebenso wie die vielen herumliegenden, mächtigen Säulentrommeln seine einstige Größe. Im Innern stand eines der sieben antiken Weltwunder: eine 14 m hohe Statue des Zeus aus Gold, Silber, Elfenbein und Edelsteinen. Der Künstler Phidias schuf sie in einer Werkstatt, deren Überreste der Westseite des Zeus-Tempels unmittelbar gegenüberlagen.

Museum der Geschichte der Olympischen Spiele

Im klassizistischen Bau des früheren Archäologischen Museums. Fundobjekte wie antike Siegerlisten und Sportgeräte, Sonderthemen wie „Sport und Frauen in der Antike“. Oberhalb der Straße von den Ausgrabungen ins Dorf | Öffnungszeiten wie Archäologisches Museum | Eintritt frei

Museum der Olympischen Spiele

Das sehenswerte Museum illustriert die Geschichte der Olympischen Spiele der Neuzeit. Tgl. 8-15.30 Uhr | obere Dorfstraße | Eintritt 2 Euro

Archäologisches Museum

Der klassizistische Museumsbau liegt in einem hübschen Garten im Zentrum. Besonders schöne Exponate sind zwölf römische Mosaiken und das antike Tonmodell einer Kriegsgaleere. Di-Sa 8.30-15, So 9.30 bis 14.30 Uhr | Eintritt 2 Euro | Sparta | Odós Evrótas | am Hotel Maniátis

Mystrás

Zwischen dem oberen und dem unteren Eingang zu Mystrás liegen 300 steile Höhenmeter. Eine Besichtigung, die neben dem Kunstgenuss auch ein großes Landschaftserlebnis bietet, dauert mindestens vier Stunden (nehmen Sie Wasser mit!). Pfade und Sehenswürdigkeiten sind gut ausgeschildert.

Oliven- und Olivenöl-Museum

Die modern präsentierte Ausstellung in einem Elektrizitätswerk von 1928 zeigt vieles rund um die Olive. Sehr ausführliche Erklärungen, aber nur auf Griechisch und Englisch. Kleiner Museumsladen mit Olivenprodukten. März-15. Oktober Mi-Mo 10-18 Uhr, 16. Okt.-Feb. Mi-Mo 10-17 Uhr | Odós Othónos-Amalías 129 | Eintritt 3 Euro | www.piop.gr

Sparta

Die kümmerlichen Überreste des alten Sparta kann man auf einem etwa einstündigen Spaziergang sehen. Geht man die Hauptstraße Stadíou vom Hotel Maniátis aus in Richtung Norden und biegt in die vierte Straße (Odós Thermopilón) nach links ein, liegen rechts unter Eukalyptusbäumen und Pinien nach etwa 250 m die Grundmauern eines kleinen hellenistischen Tempels aus dem 3. Jh. v. Chr. Früher hielt man sie für die Reste des Leonidaíons, des Ehrentempels für den spartanischen Feldherrn Leonidas, der die Truppen an den Thermopylen gegen die Perser befehligte.

Platía Aréos

Am schönsten ist die Stadt an ihrem großen Hauptplatz, der Platía Aréos. Das abendliche Treiben vor der Kulisse hoher Berge ist hier die besondere Sehenswürdigkeit.

Archäologisches Museum

Das Museum in der Innenstadt ist nur etwas für archäologisch sehr Interessierte: Es besitzt eine einzigartige Sammlung arkadischer Götter-Stelen. Di-So 8.30-15 Uhr | Odós Evangelistrías | Eintritt 2 Euro

Strände

Strände

Epirus

Váltos-Strand

Von der der Stadt abgekehrten Seite der Burg blickt man über eine weite Bucht, die von einem kilometerlangen Sandstrand vor intensiv grünen Hängen gesäumt wird. Der Strand ist einer der schönsten Griechenlands, zumal das Hinterland noch nicht mit Hotels verbaut wurde. Von der Burg aus kann man in zehn Minuten zum Váltos-Strand hinunterlaufen, außerdem fahren ständig Passagierboote von Párgas Hafen aus hinüber.

Strände

Peloponnes

Aktí Arvanitías

Unmittelbar unterhalb der Palamídi-Festung, nur 500 m vom Stadtzentrum entfernt, hat die Griechische Fremdenverkehrszentrale das Strandbad Aktí Arvanitías mit etwas Kies und viel Beton eingerichtet.

Uebernachten

Uebernachten

Athen & Attika

Central

Ruhig in der Pláka gelegenes Mittelklasse-Hotel mit kleiner Tiefgarage. 84 Zi. | Odós Apóllonos 21 | Tel. 2103234357 | Fax 2103225244 | www.centralhotel.gr | €€€

Electra Palace

Modernes Hotel, ruhig, im Herzen der Pláka. Pool, Garage, Dachgarten. 158 Zi. | Odós Nikodímou 18 | Tel. 2103370000 | Fax 2103241875 | www.electrahotels.gr | €€€

Neféli

Einfach, sauber, ruhig, sehr zentral gelegen, familiäre Atmosphäre, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. 18 Zi. | Odós Iperídou 1/Ecke Odós Kekrópos | Tel. 2103228044 | Fax 2103225800 | www.hotel-nefeli.com | €€

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Makedonien & Thrakien

Archontikó Alexíou Vergoúla

Traditionelle Zimmer, z.T. mit offenem Kamin und/oder Seeblick in einem Herrenhaus im südlichen Teil der Altstadt. Im Erdgeschoss eine Weinstube mit sehr guter Küche. 12 Zi. | Odós Aidítras 14 | Tel. 2467023415 | Fax 2467023676 | sfinas@otenet.gr | €€€

Kastoriá

Traditionshotel, geschmackvoll renoviert, direkt am Seeufer. 37 Zi. | Leofóros Níkis 122 | Tel. 2467029453 | www.hotel-kastoria.gr | €€

Egnatía

Hoch über der Stadt an der Straße nach Philíppi gelegenes Hotel mit prächtiger Aussicht. 45 Zi. | Odós 7. Merarchías 139 | Tel. 2510600250 | Fax 2510245396 | www.egnatiahotel.gr | €€

Imaret

Ultimativer Luxus und einzigartige Romantik in einer Koranschule des frühen 19. Jhs. 30 Zi. | Odós Pulídou 30-32 | Tel. 2510620151 | Fax 2510620156 | www.imaret.gr | €€€

Hotels

Zu Messezeiten (vor allem im September und Anfang November) sind Hotelzimmer knapp.

Electra Palace

Bestes Hotel im Stadtzentrum nahe dem Meer. 135 Zi. | Platía Aristotélous 5a | Tel. 2310232221 | Fax 2310235947 | www.electrahotels.gr | €€€

Olýmpia

Modernes Hotel, 2006 total renoviert, zentrale Lage. 97 Zi. | Odós Ólympou 65/Odós S. Venizélou | Tel. 2310235421 | Fax 2310276133 | www.hotelolympia.gr | €€

Orestías Kastoriá

Ein preiswertes Hotel im Zentrum und dennoch sehr ordentlich, nahe der Kirche Ágios Dimítrios. 28 Zi. | Odós Agnóstou Stratiótou 14/Ecke Odós Ólimpou | Tel. 2310276517 | Fax 2310276572 | www.okhotel.gr | €

Dimókritos

Das Hotel liegt zentral zwischen der Markthalle und dem markanten Uhrturm. Zum Haus gehört auch ein Nachtclub. 40 Zi. | Odós 28 Oktovríou 41 | Tel. 2541025111 | Fax 2541025537 | €€

Natássa

Motel am Ortsrand an der E 90 aus Richtung Kaválla. 151 Zi. | Tel. 2541021521 | Fax 2541021525 | www.hotelnatassa.gr | €€€

Uebernachten

Epirus

Cronos

Einfaches Hotel in der Nähe der Ruinen des Apollo-Tempels. 55 Zi. | Platía Kílkis | Tel. 2681022211 | Fax 2681073795 | €

Vizantinó

Das einzige moderne Hotel in und um Árta, 5 km außerhalb im Vorort Filothéi in einem großen Garten mit Pool. 53 Zi. | Tel. 2681052205 | Fax 2681052116 | www.byzadino.gr | €€€

Epirus Palace

1999 eröffnetes Luxushotel mit Pool und Kinderplanschbecken. 54 Zi. | 7 km außerhalb an der Straße nach Athen | Tel. 2651093555 | Fax 2651092595 | www.epiruspalace.gr | €€€

Filýra

Traditionelle Pension im Kástro-Viertel mit viel epirotischem Flair. 8 Zi. | Odós Andr. Paleológou 18 | Tel. 2651083560 | Fax 2651083567 | www.hotelfilyra.gr | €-€€

Kástro

Romantisch und ruhig innerhalb der alten Stadtmauern gelegenes Hotel in einer Villa aus dem frühen 20. Jh., im traditionellen Stil möbliert. 7 Zi. | Tel. 2651022866 | Fax 2651022780 | www.ameliko.gr | €€

Álfa

Modernes, voll klimatisiertes Hotel mit Pool, Poolbar und Restaurant. Am Ortsrand gelegen, 15 Gehminuten vom Hafen und 400 m vom nächsten Strand entfernt. 23 Zi. | Odós Agíou Athanassíou 51 | Tel. 2684032111 | Fax 2684031901 | www.alfahotel.gr | €€

Rézi

Nichtraucherhotel! 100 m von einer Badebucht entfernt, mit Pool. 51 Zi. | Krionéri | Tel. 2684031680 | Fax 2684031627 | www.epirus.com/hotel-rezi | €€

Uebernachten

Thessalien

Hotels

Außer in Kalambáka kann man auch im ruhigeren Nachbardorf Kastráki wohnen, wo die Felskulisse noch schöner und die Atmosphäre dörflicher ist.

Amalía

Harmonisch in die Umgebung eingepasstes, sehr gutes klimatisiertes Hotel mit Pool, etwa 5 km vor der Stadt Richtung Tríkala. 175 Zi. | Tel. 2432072216 | Fax 2432072457 | www.amalia.gr | €€€

Arsénis House

Familiär geführte, einsam und ruhig über einem grünen Tal gelegene Pension und Taverne. Geräumiger Parkplatz. Kein Klosterblick, aber dafür nahe bei den Klöstern gelegen. Vater Vassíli grillt exzellente Lammkoteletts! 10 Zi. | East Metéora Road | Tel. 2432024150 | www.arsenis-meteora.gr | €

Privatzimmer Ziógas

10 Zimmer mit Dusche/WC mit grandiosem Klosterblick, etwas versteckt hinter dem kleinen Hotel Kastráki. In Kastráki an der Hauptstraße von Kalambáka zu den Klöstern | Tel. 2432024037 | €

Hotels

Eine gute Alternative zu den meist lauten Stadthotels sind die stimmungsvollen Unterkünfte in den nahen Dörfern oberhalb von Vólos bis hinauf nach Makrinítsa (mit Linienbussen sind die Orte gut erreichbar). Hauptsaison ist hier der Winter.

Aigli

2004 stilvoll renoviertes historisches Hotel am Fährhafen von Vólos. 87 Zi. | Odós Argonaftón 24-26 | Tel. 2421024471 | Fax 2421033006 | www.aegli.gr | €€-€€€

Archontikó Karamarlí

Sehr gute Pension in einem traditionellen Herrenhaus unterhalb der Hauptgasse von Makrinítsa mit Ausblick von der Frühstücksterrasse. 20 Zi. | Odós 17 Martíou 1878 | Tel. 2428099570 | Fax 2428099779 | www.agrotravel.gr | €€€

O Theóphilos

Stilvolle, kleine Pension in einem Herrenhaus in Makrinítsa an der Hauptgasse nahe dem Parkplatz. 5 Zi. | Odós 17 Martíou 1878 | Tel. 2428099435 | www.calypso.gr | €€

Portariá

Modernes, architektonisch gut eingepasstes Hotel mit Pool, beheizbarem Hallenbad und Sauna. Am oberen Dorfrand von Portariá ruhig gelegen. Mit Privatparkplatz. 58 Zi. | Tel. 2428090000 | Fax 2428099066 | www.portariahotel.gr | €€

Skoufogiáni

Sehr ländlich-ruhige, einfache Pension im Grünen mit weitem Ausblick und Garten, alle Zimmer mit Balkon. Etagenduschen. 5 Zi. | Katichóri | Zufahrt an der Hauptstraße ausgeschildert | Tel. 2421099289 | €

Uebernachten

Mittelgriechenland

Amalía

Klimatisierte Zimmer, großer Pool, gute Aussicht, ruhig. 185 Zi. | Odós Apollónos | Tel. 2265082101 | Fax 2265082290 | www.amalia.gr | €€€

Delphi palace

First-Class-Hotel: Klimaanlage, Suiten mit Whirlpool, Pool. 49 Zi. | Odós Apollónos 69 | Tel. 2265082151 | Fax 2265082764 | www.delphi-hotels.gr | €€€

Olympic

Familiär geführtes Hotel in Hanglage im Ortszentrum, viele Zimmer mit Blick ins Tal und zum Meer. 20 Zi. | Odós Vas. Pavlou & Frideríkis 59 | Tel. 2265082793 | Fax 2265082780 | www.olympic-hotel.gr | €€

Sun View

Pension zwischen der Hauptstraße und dem Hotel Amalía. 7 Zi. | Odós Apollónos 84 | Tel. 2265082349 | Fax 2265082815 | www.activehotels.com | €

Ílion

Zwei ruhig gelegene Natursteingebäude in der Altstadt, etwa 150 m oberhalb des Hafens, mit schöner Terrasse. 10 Zi. | Odós Daliáni 7 | Tel. 2634021222 | www.nafpaktoshotel.gr | €

Lepánto Beach

Modernes Hotel, durch die Uferstraße vom Strand aus Kieselsteinen getrennt, 1200 m östlich vom Hafen. 48 Zi. | Paralía Grimbóvu | Tel. 2634023931 | Fax 2634023930 | www.lepantobeach.gr | €€

Uebernachten

Peloponnes

Pensionen

Die Hotels in der modernen Stadt liegen an Hauptstraßen und sind nicht empfehlenswert. Besser wohnen Sie in Pensionen in Alt-Korinth.

Marínos

Einfache, klimatisierte Zimmer mit Balkon. Großer, schattiger Garten mit Taverne. 10 Zi. | an der Straße von Alt-Korinth nach Árgos | Tel. 2741031209 | Fax 2741031994 | marinosrooms@acn.gr | €

Bungalows Ingrid

Wenn Sie gern für ein paar Tage in der Region von Nauplia bleiben möchten, sind diese zehn sauberen Bungalows in einem Orangenhain nahe dem Strand von Asiní, 11 km außerhalb der Stadt, ideal. Wirtin Ingrid stammt aus Köln. Günstige Langzeitpreise gibt es im Winter. An der Straße nach Drépanon | Tel. 2752059747 | Fax 2752059871 | www.bungalows-ingrid.com | €

Byron

Das kleine, freundliche Hotel in einem renovierten historischen Haus bietet in stilvoll eingerichteten Zimmern modernen Komfort und liegt sehr ruhig. 18 Zi. | Odós Plátanos 2 | an den Stufen der Südseite der Spirídonas-Kirche | Tel. 2752022351 | Fax 2752026338 | www.byronhotel.gr | €-€€

Grande Bretagne

Traditionshotel von 1878 direkt an der Uferfront. Auch Heinrich Schliemann und seine Frau haben hier einst gewohnt. 20 Zi. | Platía Filéllinon | Tel. 2752096200 | Fax 2752096209 | www.grandebretagne.com.gr | €€€

Hotels

Die Auswahl ist groß und reicht vom First-Class-Hotel bis zur Jugendherberge. Die Touristinformation hilft bei der Vermittlung von Privatzimmern. Ruhig gelegen sind:

Europa

Motorisierten Reisenden zu empfehlendes Hotel. Der Best-Western-Hotelgruppe angeschlossen, auf einem Hügel über Olympia. 700 m zur Platía, 1 km zu den Ausgrabungen. Familiäre Atmosphäre, Pool, Tennisplatz, auch Ausritte werden organisiert. 42 Zi. | Tel. 2624022650 | Fax 2624023166 | www.hoteleuropa.gr | €€

Olýmpion Astý

Ganz ruhig am äußersten Ortsrand mit freiem Blick bis zum Meer gelegen. Im Jahr 2000 eröffnete eine einheimischen Familie das Hotel mit Pool und Tennisplatz, das auch Zimmer für Familien und solche mit offenem Kamin anbietet. Die Zufahrt ist im Ort ausgeschildert. 43 Zi. | Tel. 2624023665 | Fax 2624023123 | www.olympionasty.gr | €€€

Pelops

Freundliches Hotel in klassizistischem Bau. Spezialangebote, zum Beispiel Kochkurse. 18 Zi. | Odós Varelá 2 | neben der Kirche | Tel. 2624022543 | Fax 2624022213 | www.hotelpelops.gr | €

Hotels

Ruhiger als im lauten Sparta wohnt man in Mystrás, wo es ein Hotel und Privatzimmer gibt.

Byzantion

Gutes Hotel bei der kleinen Platía von Mystrás. 22 Zi. | Tel. 2731083309 | Fax 2731020019 | www.byzantionhotel.gr | €€

Maniátis

Modern und zentral, aus der fünften Etage schöner Stadtblick. 80 Zi. | Odós K. Paleológou 72-76 | Tel. 2731022665 | Fax 2731029994 | www.maniatishotel.gr | €€

Menelaion

Stilvolles Haus in einem klassizistischen Gebäude des 19. Jhs., zentral in Mystrás gelegen; mit Pool. 48 Zi. | Odós K. Paleológou 21 | Tel. 2731022161 | Fax 2731026332 | www.menelaion.com | €€

Arcádia

Zentral gelegenes Mittelklassehotel. Die Zimmer auf der Rückseite sind die ruhigeren. 45 Zi. | Platía Kolokotrónis 1 | Tel. 2710225551 | Fax 2710222464 | €€

Maínalon

Modernisiertes Hotel aus dem Jahr 1936, außen schlicht, innen aber mit Flair. 31 Zi. | Platía Aréos | Tel. 2710230300 | Fax 2710230327 | www.mainalonhotel.gr | €€€

Ziele in der Umgebung

Ziele in der Umgebung

Athen & Attika

Ägina/Égina

Wer mit den sehr häufig verkehrenden Autofähren oder Tragflügelbooten in 90 bzw. 40 Minuten zu dieser Insel (13500 Ew.) übersetzt, erlebt auch eine Art Hafenrundfahrt in Piräus. Hauptsehenswürdigkeit Äginas ist der gut erhaltene Aféa-Tempel aus dem 5. Jh. v. Chr. Er wird auch im Rahmen der in Athen angebotenen Tageskreuzfahrten besucht, bei denen außer Ägina die Inseln Póros und Hydra angelaufen werden.

Dafní

Die 76 Mosaike in der Klosterkirche von Dafní gehören zu den größten Schätzen der byzantinischen Kunst in Hellas. Sie stammen ebenso wie das Kloster aus der Zeit um 1100. Wegen Restaurierung nur Außenbesichtigung möglich | April-Okt. tgl. 8-20 Uhr, Nov.-März Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt frei. 11 km westlich

Eleusis/Elefsína

Eléfsis ist eine unter Umweltverschmutzung leidende Industriestadt (21000 Ew.) am inneren Ende des Saronischen Golfs. Vor dem Ufer ankern stillgelegte Tanker und Frachter. Inmitten dieser eher abschreckenden Szenerie wurde eine der wichtigsten Mysterienstätten der Antike freigelegt. Von den Gebäuden der heiligen Stätte sind jedoch nur Grundmauern erhalten (Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 3 Euro). 21 km westlich

Kap Soúnion

Die 16 Säulen des antiken Poseidon-Tempels erheben sich auf der äußersten Spitze der Halbinsel Attika in 60 m Höhe über der Ägäis. Den um 445 v. Chr. erbauten Tempel besuchen Sie am besten am späten Nachmittag, denn dann können Sie einen der meistgerühmten Sonnenuntergänge der Ägäis miterleben (April-14. Mai u. Sept., Oktober tgl. 8-19 Uhr, 15. Mai-Aug. tgl. 8-20 Uhr, Nov.-März tgl. 8 Uhr bis Sonnenuntergang | Eintritt 4 Euro). 63 km südöstlich

Marathon

In der Ebene von Marathon entschied sich vor fast 2500 Jahren das Schicksal Europas. Hier kam es 490 v. Chr. zur ersten großen Schlacht zwischen Persern und Athenern. Nach dem Sieg der Athener rannte ein Krieger in voller Rüstung nach Athen, um davon Nachricht zu geben. Er brachte sie noch über die Lippen, dann fiel er um und starb. In Erinnerung daran wurde 1896 der Marathonlauf ins Leben gerufen. Auf dem Schlachtfeld ist noch der Grabhügel zu sehen, in dem die Athener ihre 192 Gefallenen beisetzten (Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro). 42 km nordöstlich

Ziele in der Umgebung

Makedonien & Thrakien

Préspa-Seen

Der 800 m hoch im Dreiländereck zwischen Griechenland, Albanien und der jugoslawischen Exrepublik Makedonien gelegene Große Prespa-See ist der größte See des Balkans. Vom Kleinen Prespa-See wird er nur durch eine 1 km breite Landzunge mit schönem Sandstrand getrennt. Die Seen sind im Sommerhalbjahr Heimat von über 400 Pelikanen und zahlloser Kormorane. Ihnen begegnet man auch auf einer Fahrt mit dem Fischerkahn vom Dorf Psarádes am Großen Prespa-See zu den Einsiedeleien Metamórfosis aus dem 13. Jh. und Panagía Eleoúsa (15. Jh.). Auf der bewohnten Insel Ágios Achíllios im Kleinen Prespa-See stehen die eindrucksvollen Überreste einer Basilika aus dem 10. Jh. Die schönste mit Fresken geschmückte Dorfkirche im vom Bohnenanbau dominierten Hinterland der Seen besitzt Ágios Germanós. Preiswerte Karpfen aus den fischreichen Seen werden in allen Tavernen am Seeufer serviert.

Dráma

Das in einer weiten Ebene gelegene Dráma (42500 Ew.) besitzt keine Sehenswürdigkeiten, wird von Einheimischen aber wegen seines vielen Grüns und seines Wasserreichtums geschätzt. Gut essen kann man im Restaurant To Nisaki (€€) mitten im Grünen und doch nur 200 m von der zentralen Platía Eleftherías entfernt. 39 km nordwestlich

Néstos-Delta

Das 550 km² große Néstos-Delta ist eins der großen Naturparadiese Griechenlands. Außer dem 30 km langen Unterlauf des Flusses von Parádissos bis zur Mündung zählt man auch den 50 km langen Küstenstreifen von Néa Karváli bis Ávdira mit seinen Dünen, Lagunen und Salzmarschen dazu. Besonders reizvoll ist die etwa 1 km breite Flusslandschaft zwischen den Hochwasserdämmen zu beiden Seiten des Flusses mit ihren sich ständig verändernden Sandbänken und Inselchen, Altarmen und Auwäldern. Neben zahllosen Vogelarten, zu denen Seidenreiher und Schreiadler gehören, sind hier auch seltene Säugetiere wie Schakale und Fischotter zu Hause. Ein idealer Beobachtungsort ist das Nestos-Café am Westufer des Flusses auf der Höhe von Chrissoúpoli, das von dort aus gut ausgeschildert ist.

Philíppi

In Philíppi gründete der Apostel Paulus die erste christliche Gemeinde auf europäischem Boden. Etwa 100 Jahre vorher, 42 v. Chr., war die Ebene Schauplatz der Entscheidungsschlacht zwischen den Cäsarmördern Cassius und Brutus einerseits sowie Antonius und Octavian, dem späteren Kaiser Augustus, andererseits. Erhalten blieben von der antiken Stadt einige fotogene Reste. Am römischen Forum ragen Pfeiler und Wände einer frühchristlichen Basilika aus dem 6. Jh. in die Höhe. Gut erhalten ist am straßenseitigen Rand der Ausgrabungen das antike Pflaster der Via Egnatía, die von Konstantinopel nach Thessaloníki führte. Im Ausgrabungsmuseum sind Kleinfunde aus dem Neolithikum und der Bronzezeit ausgestellt (Ausgrabungen Mai-Okt. tgl. 8-19.30 Uhr, November bis April Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 3 Euro | Museum Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 3 Euro | Sammelticket 4 Euro).

Amolianí

Die kleinste bewohnte Insel Makedoniens (9 km², 550 Ew.) liegt dicht vor der Küste der Athos-Halbinsel und ist wegen ihrer preiswerten Fischtavernen und guten Strände ein beliebtes Wochenendziel der Thessaloniker. Man wohnt gut im Hotel Sunrise im einzigen Inseldorf (46 Zi. | Tel. 2377051102 | Fax 2377051180 | www.papcorp.gr | €€€). Mehrmals täglich fahren Autofähren vom Festland (Tripití) auf die Insel. 139 km südöstlich

Amphípolis

Die Ausgrabungen der antiken Stadt an der Via Egnatía, die Konstantinopel mit Thessaloníki verband, liegen auf einem Hügel südwestlich des heutigen Dorfs (210 Ew.). Gut zu erkennen sind noch die Reste der Stadtmauern sowie die Fundamente von vier frühchristlichen Basiliken. Unmittelbar an der alten Hauptstraße steht ein sehr gut erhaltenes, monumentales Löwendenkmal aus dem späten 4. Jh. v. Chr. (frei zugänglich). 101 km östlich

Arnéa

Arnéa (2250 Ew.) ist das Bilderbuchstädtchen der Chalkidikí. Hier stehen noch viele gut erhaltene Herrenhäuser aus dem 18./19. Jh., eines davon dient als Volkskundliches Museum (meist Di-So 8-14 Uhr | Eintritt 3 Euro | nahe dem Hauptplatz an der Durchgangsstraße). 77 km östlich

Athos

Der östliche der drei Finger der Chalkidikí wird größtenteils von der Mönchsrepublik Athos eingenommen, die innerhalb Griechenlands eine autonome Region bildet. In ihr leben in 20 Klöstern und zahlreichen Einsiedeleien heute noch über 2400 Mönche. 17 der Klöster sind griechisch-, je eines russisch-, serbisch- und bulgarisch-orthodox. Sie bergen reiche Schätze an Handschriften, Fresken und byzantinischer Kleinkunst. Das erste Kloster wurde bereits im 10. Jh. gegründet.

Chalkidikí-Halbinsel

Chalkidikí ist der Name einer Halbinsel südöstlich von Thessaloníki, deren Form einer dreifingrigen Hand gleicht. Diese drei Finger - Kassándra, Sithonía und Athos - sind hier getrennt beschrieben. Hauptstadt des Regierungsbezirks ist Polígiros im Binnenland. Ausführlich informiert Sie der MARCO POLO Reiseführer „Chalkidikí“.

Díon

Díon (1350 Ew.) liegt in der Küstenebene zu Füßen des Olymp. Am Dorfrand graben Archäologen die ausgedehnten Reste einer ummauerten antiken Stadt aus, die im 5. und 4. Jh. v. Chr. eines der beiden großen kultischen Zentren Makedoniens war. Hier wurde vor allem Zeus verehrt, dem auch Alexander der Große vor seinem Aufbruch zur Welteroberung noch einmal Opfer darbrachte.

Édessa

Die 450 m hoch am Rand des Vérmiongebirges gelegene Stadt Édessa (18300 Ew.) wird von Griechen wegen ihres hohen Wasserfalls viel besucht. Sehenswert sind auch die frei zugänglichen Ausgrabungen der antiken Stadt Lóngou in der Ebene unterhalb von Édessa. 70 km westlich

Kassándra-Halbinsel

Der westliche Finger der Halbinsel Chalkidikí wird durch einen schnurgeraden, 1250 m langen und 40 m breiten Kanal vom Festland getrennt. An ihm liegt das Dorf Néa Potídea, das ebenso wie das weiter südlich gelegene Síviri für seine guten Fischtavernen bekannt ist.

Kerkínis-See

Der große Stausee am Oberlauf des Strimónas ist ein Vogelparadies, in dem verschiedene Reiherarten und auch Kraußkopfpelikane vorkommen. Seerosen und seltene Wasserpflanzen wie Wassernuss und Seekanne sind hier ebenfalls zu finden. In den Dörfern Livádia und Kerkíni nisten Weißstörche. Lange Wanderungen sind auf dem Deich möglich, der den See umgibt. 120 km nördlich

Olimbiáda

Auf einer felsigen Halbinsel unmittelbar südlich des ruhigen Badeortes mit seinem langen Sandstrand legen Archäologen die Stadt frei, in der der Philosoph Aristoteles geboren wurde. Besonders eindrucksvoll ist die Stadtmauer aus dem 4. Jh. v. Chr. (tgl. 8-15 Uhr | Eintritt frei). Man isst und wohnt gut im Hotel Germany direkt am Strand (32 Zi. | Tel./Fax 2376051255 | www.chalkidiki.de | €€). 85 km südöstlich

Olymp

Das Gebirgsmassiv des Olymp besteht aus insgesamt 52 Gipfeln. Der höchste von ihnen ist der Mýtikas mit 2917 m. Seine Nachbargipfel sind 2912, 2911 und 2866 m hoch. Die Hänge des Olymp sind bis auf Höhen von 2000 m bewaldet; die Gipfelregionen, nur 20 km vom Meer entfernt, sind oft bis weit in den Mai hinein mit Schnee bedeckt. Den alten Griechen galt der Olymp als Wohnsitz der Götter.

Ouranópoli

Ouranópoli (950 Ew.) ist das letzte Dorf vor der Grenze der Mönchsrepublik Athos. Am Kai, von dem die Versorgungsboote zu den Klöstern an der Südküste ablegen, erhebt sich der schon 1344 erbaute Turm von Prosphórion. Er diente dem Schutz der umliegenden Ländereien des Athos-Klosters Vatopédi.

Pélla

Pélla gilt als Geburtsstadt von Alexander dem Großen. Um 410 v. Chr. löste es Vérgina als Makedoniens Hauptstadt ab. Hier verbrachte der Dichter Euripides seine letzten Jahre, hier unterrichtete Aristoteles den kleinen Alexander.

Platamónas

Eine der am schönsten gelegenen mittelalterlichen Burgen erhebt sich auf einem Hügel zwischen dem Thermäischen Golf und dem Olymp. Fränkische Kreuzritter ließen sie kurz nach 1204 erbauen, um von hier aus den Verkehr zwischen Nord- und Südgriechenland zu kontrollieren (tgl. 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro). 108 km südwestlich

Sérres

Sérres (54300 Ew.) ist zwar keine aufregende, aber eine angenehme Stadt. An der Papapávlou-Straße, die vom Hotel Park (33 Zi. | Tel. 2321022133 | Fax 2321023533 | €€) an der großen Platía Eleftherías zu den Ruinen der mittelalterlichen Burg (mit Café) führt, steht die 1984 erbaute und vollständig im traditionellen Stil ausgemalte Mitrópolis-Kirche. Gutes Essen gibt es in der Taverne Petrino (€€) im Vorort Ágios Ioánnis mit alten Platanen und kleinen Wasserfällen.

Sithonía-Halbinsel

Der Mittelfinger der Chalkidikí ist bergiger, grüner und landschaftlich noch schöner als die Kassándra-Halbinsel. An der Nord- und Ostküste der Halbinsel zwischen Ormós Panagías und Kalamítsi gibt es viele lange Sandstrände, aber kaum Ortschaften, während die Westküste mit dem umweltverschandelnden Pórto Cárras und dem sehr viel angenehmeren Néos Marmarás teilweise für den Massentourismus erschlossen ist. Besonders schön ist Pórto Koufó, eine kleine Siedlung an einer fast völlig vom Meer abgeschirmten Bucht. Seine Fischtavernen sind exzellent, besonders O Psarás unmittelbar an der Uferstraße (€€). Néos Marmarás liegt 124 km südöstlich von Thessaloníki | Sithonía-Rundfahrt ab dort: ca. 115 km

Vérgina

Das Dorf (1250 Ew.) am Rand der Ebene des Flusses Aliákmonas erlangte 1978 Weltruhm, als der griechische Archäologe Manólis Andrónikos das Grab des makedonischen Königs Philipp II., des Vaters von Alexander dem Großen, entdeckte. Es war unversehrt und barg kunstvolle Schätze, darunter zwei goldene, kistenförmige Urnen, einen goldenen Eichenlaubkranz und die Rüstung des Königs. Vérgina war bis etwa 410 v. Chr. die Hauptstadt Makedoniens, die dann jedoch nach Pélla verlegt wurde. Vérgina blieb aber neben Díon eins der beiden großen kultischen Zentren des Landes mit bedeutenden Tempeln und den Grabstätten vieler adliger Familien.

Véria

Die Stadt (42800 Ew.) hoch über dem fruchtbaren Tal des Flusses Aliákmonas lohnt den Besuch vor allem für Liebhaber byzantinischer Kirchen. Das Ortsbild selbst ist überwiegend modern, die meisten alten Häuser verfallen. Von den 51 mittelalterlichen Kirchen der Stadt sind nur zwei zugänglich. Man besichtigt sie in etwa 15 Minuten zusammen mit dem Wärter der Kirche Tou Christoú (Di-So 8.30-15 Uhr | Trinkgeld üblich), die am unteren Ende der Haupteinkaufsstraße Mitropóleos steht. Die Kirche mit ihren gut erhaltenen Wandmalereien stammt aus dem Jahr 1315. Übernachten können Sie im Hotel Makedonía (37 Zi. | Odós Kontogeorgáki 50 | Tel. 2331066902 | Fax 2331027900 | www.makedoniahotel.gr | €€). 76 km westlich

Alexandroúpoli

Die Hafenstadt (49000 Ew.) entstand erst nach 1871 und besitzt außer der kürzlich im traditionellen Stil ausgemalten Kathedrale Ágios Nikólaos nichts Sehenswertes. Sie ist aber ein guter Standort für die Erkundung Thrakiens und Fährhafen für die Insel Samothráki. Man wohnt sehr gut im Hotel Erika (24 Zi. | Odós Dim. Karaóli 110 | Tel. 2551034115 | Fax 2551088475 | www.hotel-erika.gr | €€). 122 km östlich

Ávdira

Die Ruinen der antiken Stadt Abdera liegen beidseits der Straße am Meer südlich des Dorfs Ávdira (1200 Ew.). Zu sehen sind die antike Stadtmauer und die Grundmauern von Wohnhäusern, römischen Thermen und eines Tempels. Im Ort selbst steht ein kleines Archäologisches Museum. Ausgrabungen tgl. 8-14.30 Uhr, Museum tgl. 8.30-15 Uhr | Eintritt frei | 20 km südlich

Dadiá

In den ausgedehnten Wäldern von Dadiá leben außer Schakalen, Wildkatzen, Braunbären und Wölfen auch 36 der 38 europäischen Greifvogelarten. Über diese Vögel und Wandermöglichkeiten gibt es Auskunft im Greifvogel-Informationszentrum am Rand des Dorfs Dadiá, in dem man auch übernachten kann (Tel. 2554032209 | ecodadia@otenet.gr | €). 188 km östlich

Didimóticho

In der Stadt am Rand des Évros-Tals (8800 Ew.) stehen ein stilvolles Museum moderner griechischer Malerei, die Ruine einer türkischen Festung und eine große Moschee aus dem Jahr 1420, die allerdings nicht besichtigt werden kann. 220 km östlich

Évros-Delta

Der Fluss Évros bildet auf viele Kilometer die Grenze zur Türkei. Er und sein Delta sind ein Naturparadies. Vor der Fahrt dorthin sollten Sie unbedingt das Évros Delta Information Centre in Traianoúpoli (Tel. 2551061000 | www.evros-delta.gr) aufsuchen, das auch geführte Bootsfahrten auf dem Fluss anbietet. 135 km südöstlich

Féres

Die Kirche Panagía Kosmosótira auf dem höchsten Punkt des Städtchens (5200 Ew.) stammt aus dem 12. Jh. Sie beeindruckt durch ihre Fresken, eine mächtige Kuppel und das schöne Ziegelmauerwerk. 152 km östlich

Komotiní

In der Stadt (43300 Ew.) zu Füßen der Rhodopen leben zahlreiche türkischstämmige Moslems. Moscheen wie Kirchen gehören zum Stadtbild, das im alten Basarviertel nordwestlich der großen Platía Irínis besonders schön ist. Historischer Kern ist das nur bruchstückhaft erhaltene byzantinische Kastro mit der Panagía-Kirche von 1800, das man durch die Fußgängerstraße Odós Venizélou erreicht.

Néstos-Schlucht

Ein Naturerlebnis ist die tunnelreiche Bahnfahrt durch die wilde, straßenlose Néstos-Schlucht von Xanthí nach Stavroúpoli. Das Bergdorf liegt inmitten von Laubwäldern, die für Spaziergänger durch Waldwege, Picknickplätze und Schutzhütten erschlossen sind. Die Rückfahrt kann per Zug oder auf ebenfalls schöner Strecke per Bus durchs Gebirge erfolgen. Fahrtdauer des Zugs ca. 40 Minuten. Kanutouren durch die Schlucht bietet das Reisebüro Nativus (Párodos Apóllonos 3 | Xanthí | Tel. 2541065859 | www.nativus.gr). Stavroúpoli liegt 27 km westlich von Xánthi

Pórto Lágos

Das Dorf (400 Ew.) liegt auf einem schmalen Isthmos, der den lagunenartigen Vistónis-See vom Meer trennt. Auf einer Halbinsel nisten in einem Naturschutzgebiet Seiden- und Graureiher, deren Flug man vom Hafen aus beobachten kann. Etwas außerhalb des Dorfs passiert die Straße nach Komotiní das kleine Kloster Ágios Nikólaos auf einem Inselchen, das durch einen Holzsteg mit dem Festland verbunden ist. Es gehört zum Kloster Vatopédi auf dem Berg Athos. Vom Steg aus kann man im Winter Pelikane, Flamingos und zahlreiche Watvogelarten beobachten. Schöne Strände gibt es beim nahen Fanári (Hotel Fanári | Tel. 2535031300 | Fax 2535031388 | www.fanari-hotel.gr | €). 24 km südöstlich

Soúfli

Die Stadt (4300 Ew.) im Évros-Tal gilt als Griechenlands Seidenstadt. Ihre goldene Zeit erlebte sie im 19. Jh., als 160 km² Land in der Umgebung mit Maulbeerbäumen bepflanzt waren und jährlich etwa 40 t Seidenfäden gewonnen wurden. Heute sind nur noch etwa 50 Stadtbewohner mit der Seidenproduktion befasst. Ein exzellentes Museum (Mi-Mo 10-17 Uhr | Odós E. Venizélou 73 | www.piop.gr | Eintritt 3 Euro) informiert über die Technik der Seidengewinnung. An der Platía bieten mehrere Geschäfte allerlei Produkte aus Naturseide an. 189 km östlich

Ziele in der Umgebung

Epirus

Kirchen und Klöster

In der Umgebung der Stadt Árta gibt es zahlreiche byzantinische Kirchen und Klöster. Sie können allerdings nur von außen betrachtet werden. Ihr Besuch lohnt daher nur für besonders Interessierte.

Kirkizátes

Die Kirche Ágios Nikólaos tis Rodías vom Ende des 13. Jhs. steht gleich am Ortseingang. Im Nachbardorf Plísii stammt die Kirche des Ágios Dimítrios tou Katsoúri bereits aus dem 10. Jh., wurde aber im 13. Jh. verändert. Zufahrt über die an der Alten Brücke bei Árta beginnende Straße nach Kostákii. 3 km südlich

Vlachérna

Die auf dem Friedhof des gleichnamigen Dorfs stehende, Maria geweihte Kirche stammt in ihrer heutigen Gestalt aus dem 13. Jh. und gehörte ursprünglich zu einem Kloster. In ihre Außenwände sind einige schöne Reliefs eingearbeitet. Der marmorne Türrahmen wurde aus Teilen der Inneneinrichtung des Klosters gefertigt. Die mit „Gramenítsa“ beschilderte Zufahrtsstraße zweigt hinter der Alten Brücke von der Straße Árta-Ioánnina ab. 6 km nördlich

Dodóna

Dodóna, Griechenlands nach Delphi zweite große Orakelstätte der Antike, lag auf einer Hochebene unterhalb des 1818 m hohen Tómaros-Gebirges beim heutigen Dorf Dodóna. Herr des Orakels war hier Zeus. Seine Priesterinnen entnahmen den Orakelspruch dem Rauschen einer heiligen Eiche, zogen später aber auch Losorakel und den Flug heiliger Tauben zu Rate.

Kípi

Das nur noch 110 Bewohner zählende Dorf im Herzen des Landstrichs Zagóri ist ein vom Tourismus nur wenig berührtes Schatzkästlein traditioneller Architektur, eingebettet in üppiges Grün. In seiner näheren Umgebung überspannen acht schöne Brücken aus der Türkenzeit den Voidomátis und seine Nebenflüsse. Kurz vor dem Dorf steht unterhalb der Straße von Ioánnina her die besonders fotogene, dreibogige Brücke tou Plakída (1814) und kurz darauf links der Straße in einer Schlucht die einbogige Brücke tou Kondodímu (1753). Am Ortsende führt ein Feldweg nach 120 m zur dreibogigen Mólos-Brücke aus dem 18. Jh., die zu einer erhaltenen Wassermühle am anderen Flussufer führt. Stilvoll wohnt man mitten im Dorf in einem restaurierten historischen Haus aus der Zeit um 1850, in der Pension Xenónas tu Artémi (5 Zi. | Tel. 2653071644 im Sommer, sonst | Tel. 2651023880 | www.epirus.com/spititouartemi | €). 41 km nördlich

Kónitsa

Die Häuser von Kónitsa (2900 Ew.) ziehen sich in 600 m Höhe weit ausladend die Hänge eines Bergs über dem weiten Tal des Aoós hinauf. Dieser Fluss tritt am unteren Stadtrand als bei Kanuten beliebter Wildwasserfluss aus dem 2497 m hohen Tímfi-Gebirge aus. Ihn überspannt an dieser Stelle die größte einbogige Brücke Griechenlands aus türkischer Zeit. Zu Fuß kann man von hier in etwa einer Stunde durch die mit Kiefern und Tannen bewachsene Schlucht zum Kloster Moní Stómiou aus dem 18. Jh. wandern. Übernachten können Sie in Kónitsa im Hotel Gefýri mit Pool nahe dem Fluss (11 Zi. | Tel. 2655023780 | Fax 2655022783 | www.gefyri.konitsa.net.gr | €€). 59 km nördlich

Métsovo

Das Bergdorf (3200 Ew.) in 1160 m Höhe ist ein traditionelles Zentrum der Webkunst und Seidenstickerei. Beide Techniken werden in einer Kunsthandwerksschule gelehrt. Im Ort sind einige stattliche Herrenhäuser erhalten. Das der Familie Tosítsa ist als Volkskunstmuseum zugänglich (Fr-Mi 8.30-13 und 16-18 Uhr | Eintritt 2 Euro). Sehenswert sind auch die Kirche Agía Paraskeví aus dem 16. Jh. mit einer schönen holzgeschnitzten Ikonostase und das Kloster Ágios Nikólaos am unteren Ortsrand. Die Fresken in der Klosterkirche stammen aus dem 18. Jh. Von überregionaler Bedeutung ist die moderne Averoff Art Gallery am Dorfplatz mit einer großen Sammlung griechischer Kunst des 19. und des 20. Jhs. (15. Juni-14. September Mi-Mo 10-19 Uhr, 15. Sept.-14. Juni Mi-Mo 10-16.30 Uhr | Eintritt 3 Euro).

Monodéndri

Das in etwa 1000 m Höhe gelegene Bergdorf in der zentralen Zagóri (165 Ew.) hat wieder eine Zukunft, seit immer mehr Urlauber von hier aus zur Durchwanderung der Víkos-Schlucht aufbrechen. Aber auch das Dorf selbst ist mit seinen traditionellen Häusern und gepflasterten Gassen einen Besuch wert. Vom Dorfplatz aus führt ein Waldweg 600 m weit zum ehemaligen, bereits 1414 gegründeten Kloster Agía Paraskeví. Es wurde sehr abenteuerlich auf einer Felsterrasse hoch oberhalb der Víkos-Schlucht erbaut. Der Blick hinunter ist ebenso atemberaubend wie von der Gemarkung Oxiá aus. Dorthin führt von Monodéndri aus eine 7,5 km lange Straße.

Pápingo

19 steile Haarnadelkurven führen vom Platanenwald im Tal des Voidomátis-Flusses hinauf in die beiden traditionellen Zagóri-Dörfer Megálo Pápingo und Mikró Pápingo. Im Hintergrund ragen die an die Dolomiten erinnernden Türme von Pápingo auf, die Bergspitzen des 2436 m hohen Astráka. Zugleich ist Pápingo Ausgangspunkt für eine etwa dreistündige Wanderung zur Schutzhütte von Astráka in 2000 m Höhe (Reservierung und Schlüssel beim Alpinclub in Megálo Pápingo). Von dort aus kann man in 90 Minuten zum Bergsee Drakólimni oder in drei Stunden auf den Gipfel des Gamíla (2497 m) wandern.

Pérama

Mitten in diesem Dorf am Ufer des Sees von Ioánnina öffnet sich in einem Fels der Zugang zu einer der schönsten Tropfsteinhöhlen Griechenlands. Durch die erst 1940 entdeckte Höhle kann man bei 18 Grad Celsius einen Rundgang (1100 m) unternehmen. Die schönsten Säle der Höhle tragen so fantasievolle Namen wie „Palast der Persephone“ und „Palast des Pluto“ (tgl. 8 Uhr bis Sonnenuntergang | Eintritt 6 Euro). 4 km von Ioánnina

Tsepélovo

Die Straße nach Tsepélovo gleicht einer Höhenpanoramastraße, von der aus man weite Teile der zentralen Zagóri überblickt. Im Dorf (500 Ew.) findet man nicht nur die für die Zagóri typischen Bruchsteinhäuser, sondern auch mehrere Herrenhäuser, die unter Verwendung von viel Holz erstellt wurden. Einen Besuch lohnt das bereits 1050 gegründete Rongóvou-Kloster mit seinen schönen Wandmalereien.

Víkos-Schlucht

Die Víkos-Schlucht in der Zagóri ist 10 km lang, ihre Wände steigen vom Flußlauf des Voidomátis bis zu 1000 m steil empor. Sie zu durchwandern ist ein unvergessliches Erlebnis. Die etwa siebenstündige Wanderung beginnt man am besten im Dorf Monodéndri, wo ein Wegweiser auf den Pfad hinunter in die Schlucht zeigt. Die Wanderung endet im Dorf Víkos oberhalb der Schlucht. Hier kann man in der Pension von Sotírios Karpúzis übernachten (4 Zi. | Tel. 2653041176 | €). 41 km nördlich

Zítsa

Das 680 m hoch gelegene Weinbauerndorf ist ganz besonders schön. Sie können die genossenschaftlich betriebene Weinkellerei besichtigen; in den kafenía des Dorfs werden Essen und der lokale Wein serviert. Einen Abstecher lohnt das oberhalb des Dorfs gelegene Kloster Profítis Ilías aus dem 18. Jh. Übernachten können Sie im einfachen Hotel Kallithéa (11 Zi. | Tel. 2658022933 | €). 26 km nordwestlich

Igoumenítsa

Im bedeutendsten Fährhafen an der Westküste Griechenlands (8700 Ew.) laufen Tag und Nacht Fähren aus Italien und Korfu ein. Man ist ganz und gar auf Durchreisende eingestellt - außer den Fähren und einem schönen Strand hat der Ort nichts zu bieten. Für eine Zwischenübernachtung zu empfehlen ist das komfortable Hotel Angelika Pallas am neuen Hafen, das einen schönen Dachgarten besitzt (38 Zi. | Tel. 2265026100 | Fax 2665022105 | www.angelikapallas.gr | €€). 53 km nordwestlich

Kamarína

Das Dorf mit alten Platanen am Dorfbrunnen liegt 3 km südlich der antiken Stadt Kassópi, die vom 4. Jh. bis zum 2. Jh. v. Chr. bewohnt war und einst ca. 9000 Ew. zählte (tgl. 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro).

Korfu

Von Igoumenítsa aus kann man gut einen Tagesausflug auf Griechenlands grünste Insel unternehmen. Wer das Auto nicht mitnehmen möchte, verbringt einen ganzen Tag in der von venezianischer Architektur geprägten Inselhauptstadt. Wer mit dem Auto übersetzt (PKW 18,50 Euro, Erw. 6,50 Euro), kann eine - lohnenswerte - Inselrundfahrt unternehmen. Ausführliche Informationen im MARCO POLO Band „Korfu“.

Nekromanteíon

Eine auch für Laien reizvolle kleine Ausgrabungsstätte ist das antike Totenorakel oberhalb des heutigen Dorfs Mesopótamo unweit der Hauptstraße von Préveza nach Igoumenítsa. Es liegt über einer Ebene, in der Reis angebaut wird. Sie wird vom Fluss Acheron durchflossen, der nach dem Glauben der alten Griechen eines der Grenzgewässer des unterirdischen Totenreichs, des Hades, war. Im Totenorakel, dem Nekromanteíon, konnten die Lebenden die Toten befragen. Homer beschrieb in der „Odyssee“ eine solche Totenbefragung. Die Ausgrabungen zeigen, dass Homers Beschreibung des Orts auf das Nekromanteíon zutrifft. Die heute sichtbaren Mauern stammen zwar erst aus dem 3. Jh. v. Chr., das Heiligtum selbst aber dürfte seinen Ursprung in sehr viel früheren Zeiten haben.

Nikópolis

Die meisten archäologischen Stätten Griechenlands zeugen entweder vom Leben in der Antike oder in den ersten Jahrhunderten des zweiten Jahrtausends. In Nikópolis ist das anders: Da sieht man die Überreste einer großen Stadt aus frühbyzantinischer Zeit, also aus der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends. Sie anzuschauen lohnt auch für archäologisch nur wenig Interessierte.

Páxos

Von Párga aus werden täglich Bootsausflüge auf die 60 Minuten entfernte Insel Páxos (2450 Ew.) angeboten. Sie geben Gelegenheit, das Leben auf einem sehr kleinen griechischen Eiland kennenzulernen. Páxos ist gänzlich von uralten Olivenwäldern bedeckt, seine Bewohner leben in den Küstenorten Gaios, Lákka und Longós. Fahrpreis ca. 20 Euro

Préveza

Préveza (16300 Ew.) ist eine auf drei Seiten vom Meer umspülte Kleinstadt am Eingang zum Ambrakischen Golf, der sich von hier aus 35 km weit landeinwärts erstreckt. Auf der anderen Seite der Golföffnung kennzeichnet ein kleines venezianisch-türkisches Fort den Standort des antiken Áktion (Actium), das der berühmten Seeschlacht zwischen Octavian und dem mit Kleopatra verbündeten Antonius den Namen gab. Ein mautpflichtiger Straßentunnel führt seit 2002 unter der Einfahrt zum Golf hindurch.

Sivóta

Der moderne Ferienort an der Küste zwischen dem 53 km entfernten Párga und dem 24 km entfernten Igoumenítsa hieß früher Moúrtos. Griechen loben ihn wegen seiner vielen guten Sandkiesstrände, des sehr sauberen Wassers und der grünen Umgebung.

Ziele in der Umgebung

Thessalien

Eláti

Typisches Píndos-Bergdorf, vor grandioser Gebirgskulisse zwischen Tannenwäldern auf 860 m Höhe nahe dem Wintersportzentrum von Pertúli gelegen. 57 km südlich von Kalambáka

Tríkala

Die Stadt am Rand der Thessalischen Tiefebene (48700 Ew.) galt in der Antike als Heimat des Äskulap, des Gottes der Heilkunde. Ihr Zentrum ist die Platía Polytechníou. Die Straße nach Kardítsa führt von hier an der dem Stadtgefängnis benachbarten Kursum-Moschee vorbei; von der Straße nach Kalambáka zweigt die Zufahrt zur byzantinischen Burgruine ab, vor der man schattig im Café-Restaurant Frourio (€€) rasten kann. 23 km südlich von Kalambáka

Ambelákia

Das früher große Dorf (430 Ew.), fünf serpentinenreiche Kilometer oberhalb des Témbi-Tals, war im 18. Jh. Sitz der ersten griechischen Genossenschaft. Man widmete sich vor allem der Baumwollbearbeitung und ihrem Export. Aus jener Zeit stehen noch viele einst prächtige Herrenhäuser. Das des Genossenschaftsvorsitzenden, der sich wegen seiner vielen Wiener Kontakte nicht mehr Mávros, sondern in deutscher Übersetzung Schwartz nannte, war zugleich Kontor und Schatzkammer der Genossenschaft. Es wurde restauriert und kann besichtigt werden (Mai-Sept. Mo 12-19 Uhr, Di-So 9-19 Uhr, Oktober bis April Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro).

Dímini

Befestigungsringe des Dorfs aus der Jungsteinzeit und ein mykenisches Kuppelgrab sind gut erhalten (Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro). 3 km westlich

Lárissa

Die Stadt am Piniós (124400 Ew.) ist ein Zentrum der Lebensmittelindustrie. In einer kleinen, ehemaligen Moschee an der großen Platía Laoú ist das Archäologische Museum untergebracht (Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt frei). Auf der Platía selbst ist die kleine Kapelle des Ágios Vizários neu im byzantinischen Stil ausgemalt worden.

Makrinítsa

Makrinítsa (900 Ew.) ist die Perle unter den vielen schönen Bergdörfern des Pílion. Seine von früherem Wohlstand zeugenden und meist stilvoll restaurierten Herrenhäuser aus der Zeit der Türkenherrschaft sind in gebührendem Abstand voneinander am steilen Berghang über 500 Höhenmeter verteilt. Viele wurden stimmungsvolle Pensionen. Eine von Souvenirgeschäften gesäumte, autofreie Gasse führt vom Parkplatz am Ortseingang zur Platía mit ihrem schönen Brunnenhaus aus dem Jahr 1930, der kleinen Kirche Johannes des Täufers mit naiv-volkstümlichen Fresken und dem Kafeníon Theóphilos, in dem noch eine Wandmalerei des großen Malers erhalten geblieben ist. 17 km nordöstlich

Néa Anchíalos

In einem Park an der Hauptstraße nach Vólos sind Überreste dreier frühchristlicher Basiliken und des Bischofspalasts zu sehen (Mo-Sa 7.30-19.30, So 8.30-18 Uhr). 19 km südlich

Pílion-Rundfahrt

In der Antike galt das 1551 m hohe Pílion-Gebirge auf der Halbinsel Magnisía als Heimat der Kentauren. Heute wird die Halbinsel als eine der schönsten Landschaften Griechenlands geschätzt. Sie vereint großartige Bergkulissen, schöne Strände und gut erhaltene Dorfensembles mit der typischen Architektur des 18./19. Jhs. Man fährt auf schmalen, serpentinenreichen Straßen durch Laubwälder mit efeuumrankten Stämmen und ausgedehnte Obstplantagen und stößt auf eine Legion typischer, dem rauen Gebirgsklima angepasster Kirchen. Ein Tag reicht für die Rundfahrt nur aus, wenn man das schönste der Dörfer, Makrinítsa, schon zuvor besucht hat.

Témbi-Tal

Das 8 km lange, schluchtartige Tal bildet den wichtigsten Übergang von Nord- nach Mittelgriechenland. Zwischen den weit über 100 m hohen Felswänden zwängen sich der von Bäumen gesäumte Piniós, die Eisenbahn und die Nationalstraße hindurch. Von den Parkplätzen an der Agía Paraskeví genannten Stelle aus führt eine Brücke über den Fluss zur gleichnamigen Höhlenkirche, die besonders von augenkranken Pilgern aufgesucht wird. Hohe Platanen und ein Selbstbedienungsrestaurant laden zur Rast ein. Vom Nordausgang des Tals lohnt ein Abstecher zum 12 km entfernten, sehr langen Sandstrand von Stómio an der Mündung des Piniós. 88 km nordwestlich

Ziele in der Umgebung

Mittelgriechenland

Aráchova

Aráchova (2800 Ew.) ist in der kalten Jahreszeit ein bedeutendes Wintersportzentrum mit gut einem Dutzend Ausrüstungsverleihern, bei denen auch Skiunterricht gebucht werden kann. Im Sommerhalbjahr ist das große Bergdorf ein Pflichtstopp für alle Ausflugsbusse auf dem Weg nach Delphi. Hier findet man nämlich in vielen Geschäften eine große Auswahl an Webwaren. Noch Anfang der 1980er-Jahre war jede Frau im Dorf mit Weberei beschäftigt, heute sind es nur noch wenige. Viele Geschäfte führen deshalb auch Webarbeiten aus anderen Regionen Griechenlands. 11 km östlich

Chairónia

Der Geburtsort (760 Ew.) des antiken Historikers Plutarch war im Jahr 338 v. Chr. Schauplatz der entscheidenden Schlacht zwischen den verbündeten griechischen Stadtstaaten und König Philipp II. von Makedonien sowie seinem Sohn, dem späteren Alexander dem Großen. Die Makedonier siegten und bereiteten so dem klassischen Griechenland das Ende. An die Schlacht erinnert ein über 5 m hoher marmorner Löwe, den die Thebaner über dem Grab ihrer 338 Gefallenen errichteten. Frei zugänglich | an der Straße Livadiá-Lamía. 57 km östlich

Euböa/Évia

Euböa ist mit 3850 km² Fläche Griechenlands zweitgrößte Insel nach Kreta. Bei Chálkis ist sie über eine Brücke mit dem Festland verbunden. Eine erste Brücke wurde bereits 411 v. Chr. über den hier nur 35 m breiten Meeresarm geschlagen. Die Inselhauptstadt Chálkis ist ein Industrie- und Handelszentrum ohne touristischen Reiz. Mit 175 km Länge und bis zu 1743 m hohen Bergen ist Euböa eine Insel, die gut kennenzulernen viel Zeit erfordert.

Kloster Ósios Loukás

Das große, einsam am Rand eines Hochtals gelegene Kloster wurde im 10. Jh. von einem Eremiten namens Lukás gegründet. Seine beiden Hauptkirchen, von denen die größere dem seligen Lukás und die kleinere Mariä Entschlafung geweiht ist, entstanden kurz nach dem Jahr 1000. Im Durchgang zwischen beiden Kirchen genießen die in einem gläsernen Sarg ruhenden Gebeine des Klostergründers hohe Verehrung. Die prächtigen Mosaike in der Hauptkirche stammen aus dem 11. Jh. und gehören neben denen von Dafní zu den schönsten Griechenlands (tgl. 8-17.30 Uhr | Eintritt 3 Euro). 37 km südöstlich

Lamía

Lamía (46400 Ew.) erstreckt sich von den Hängen des Orthrisgebirges bis hinab in die Küstenebene. Die Stadt gilt als Heimat des Achilles. Schön ist der Blick von den zahlreichen Dachgartencafés an der Platía Párkou auf die Umgebung. Zum Übernachten geeignet ist das moderne Hotel Samarás (64 Zi. | Platía Diákou 24 | Tel. 2231028971 | Fax 2231042704 | www.samarashotel.gr | €€€); gut essen können Sie im Restaurant Hawaii (€€) an der Platía Elefthérias mit ihren vielen Straßencafés und in der Ouzerí Melathróns (€€) an der Platía Laoú (im August geschl.). 81 km nördlich

Orchomenós

Das große Dorf (5800 Ew.) steht an der Stelle einer Siedlung, die von mykenischer bis in byzantinische Zeit hinein bedeutend war. Folgt man von der Hauptstraße aus dem Wegweiser zu den Pigés Haritón, gelangt man nach wenigen Metern zur großen Kreuzkuppelkirche der Panagía Skripoús, 874 als erste Kirche dieses Typs in Griechenland erbaut. Ihr gegenüber erkennt man Spuren des antiken Theaters und nur wenige Meter südwestlich davon ein jetzt dachloses Kuppelgrab aus mykenischer Zeit, das nach dem Namen des damals hier ansässigen Stamms auch als Schatzhaus der Minyer bekannt ist (Grab tgl. 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro). 58 km östlich

Pórto Germenó

In den auch noch unter seinem antiken Namen Aigosthéna bekannten Ort an einem Seitenarm des Korinthischen Golfs kommen fast nur griechische Urlauber - und die nur im Hochsommer. Dabei liegt er bloß wenige Kilometer abseits der von Theben nach Athen führenden Hauptstraße. Moderne Ferienvillen und kleine Apartmenthäuser stehen auf den üppig grünen Hängen. Gebadet wird von guten Kiesstränden aus in klarem Wasser. Am Rand des modernen Ortes erheben sich in eindrucksvoller Höhe die Reste der antiken Stadtmauer mit ihren Türmen und der Zitadelle (4. Jh. v. Chr.), deren Mauerwerk aus überwiegend polygonalen Steinblöcken ein wahres Kunstwerk ist. 129 km südöstlich

Theben/Thíva

Die Stadt (21200 Ew.) mit dem großen historischen Namen ist zu einem Zentrum der Lebensmittelindustrie für die Versorgung Athens und zu einem Industriestandort geworden. Hier spielen die Mythen von Kadmos und Antigone, Ödipus und Polyneikes. Von außen erkennt man noch die strategisch günstige Lage der Stadt auf einem Hügel über der fruchtbaren Ebene. Historische Sehenswürdigkeiten bietet Theben kaum noch. Erhalten sind ein Wehrturm aus der Zeit der Frankenherrschaft im 13. Jh. und im Zentrum an der Hauptstraße (beschildert mit „Part of the Mycenaean Palace“) geringfügige Mauerreste von etwa 16 m Länge aus mykenischer Zeit. Sehenswert ist das Archäologische Museum (Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro), u.a. mit bemalten mykenischen Sarkophagen. 90 km östlich

Thermopylen/Thermopíles

In der Antike war die Küstenlinie an der heute „Warme Tore“ genannten Stelle ungefähr mit dem heutigen Verlauf der Nationalstraße identisch. Zwischen den noch immer gut sichtbaren heißen Quellen und dem Meer ermöglichte also nur ein äußerst schmaler Landstreifen den Durchgang von Nord- nach Südgriechenland. Deswegen stellte sich hier 480 v. Chr. Leonidas mit 300 Spartanern den heranrückenden Persern zum Kampf, um ihr Eindringen nach Hellas zu verhindern. Verrat führte jedoch zur völligen Vernichtung der hoffnungslos unterlegenen Spartaner, die die Perser so lange wie möglich aufzuhalten versuchten. Simonides dichtete auf sie das berühmte Epigramm „Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest uns hier liegen gesehen, wie das Gesetz es befahl.“ Heute erinnert ein Denkmal an der Nationalstraße an die antike Schlacht.

Antírrio

Antírrio liegt an der Engstelle zwischen dem Golf von Patras und dem Golf von Korinth, Río auf dem Peloponnes gegenüber. Um diese Meeresenge zu kontrollieren, erbauten die Venezianer in beiden Orten Festungen, die die Türken weiter benutzten. Die Festung von Antírrio liegt unmittelbar am Fährhafen für die Boote, die trotz neuer Brücke weiterhin zwischen Antírrio und Río pendeln. Allerdings stehen nur noch die Außenmauern, das Innere ist gesperrt. 12 km südwestlich

Etolikó

Die Kleinstadt (5400 Ew.), abseits der Hauptstraße von Mesolóngi nach Árta, liegt auf einer über Dämme mit dem Festland verbundenen Insel am Ausgang der Ätolischen Lagune. An ihren Ufern wird Salz abgebaut. Die Lage des Ortes gefällt dem Auge, die Abwässer in der Lagune beleidigen jedoch die Nase. 60 km westlich

Karpenísi

Die Kleinstadt (6600 Ew.) ist der Hauptort des sehr gebirgigen und weltabgeschiedenen Regierungsbezirks von Evritanien, der kaum von Touristen besucht wird. Sie gilt als eines der schönsten Bergstädtchen Griechenlands. Hauptattraktion ist die landschaftliche Umgebung. Das beste Hotel der Region ist der exzellente Montana Club (135 Zi. | Souíla | Tel. 2237080400 | Fax 2237080409 | www.montana.gr | €€€) mit vielen Sportangeboten. Viel günstiger ist das Hotel Ánessis (38 Zi. | Odós Zinópoulou 50 | Tel. 2237080700 | Fax 2237023021 | www.anesis.gr | €€). 198 km nördlich

Léfkas

Léfkas ist neben Euböa die einzige griechische Insel, die über eine Brücke vom Festland aus erreichbar ist. Eine etwa 125 km lange Inselrundfahrt beginnt in der Hauptstadt Lefkáda. An ihren engen Gassen stehen noch viele Häuser mit hölzernen Obergeschossen aus türkischer Zeit. Die Rundstraße führt an der Ostküste entlang zum reizvollen Badeort Nidrí. Von hier aus kann man Bootsausflüge rund um die Insel Skórpios unternehmen, die sich im Besitz der Familie Onassis befindet.

Mesolóngi

Die 1937 zur „heiligen Stadt“ erklärte Kleinstadt (12200 Ew.) liegt auf einer Halbinsel, die in die extrem flache Lagune von Mesolóngi hineinragt. Seinen Ehrentitel erhielt der Ort, weil sich seine Bewohner im griechischen Freiheitskampf 1825/26 monatelang heldenhaft einer türkischen Belagerung widersetzten. Als der Hunger innerhalb der Stadtmauern zu groß wurde, beschloss die Bevölkerung einen Ausbruchsversuch, der jedoch an die Türken verraten wurde. Nur 1800 Bewohner überlebten, die übrigen wurden von den Türken niedergemetzelt oder sprengten sich selbst in die Luft.

Ziele in der Umgebung

Peloponnes

Kanal von Korinth

Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Korinthischen mit dem Saronischen Golf. Gewaltig ist der Anblick von der 45 m über dem Wasser gelegenen alten Straßenbrücke aus. Schlepper ziehen Schiffe mit Lotsen an Bord über die 6,3 km lange Wasserstraße, die den Besatzungen die Umrundung des Peloponnes erspart. An der Wasseroberfläche ist der nur 8 m tiefe Kanal 24,5 m breit. Die Felswände an seinem Rand steigen bis zu 76 m hoch auf. 7 km östlich

Neméa

In der Antike fanden in Neméa jeweils ein Jahr vor den Olympischen Spielen panhellenische Wettkämpfe statt. Außer dem sehr gut erhaltenen Stadion haben amerikanische Archäologen auch die Grundmauern von Gästehäusern und einer Badeanlage freigelegt. Wahrzeichen Neméas sind drei aufrecht stehende Säulen des antiken Zeus-Tempels. Ein kleines Museum erläutert die Grabungen anschaulich. Diese Ausgrabungen liegen 5 km vor Neméa an der Straße von Korinth im Weiler Archéa Neméa (April-Okt. tgl. 8-19.30 Uhr, November bis März Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 3 Euro, mit Museum 4 Euro). 30 km südwestlich

Árgos

Árgos (24200 Ew.) liegt Nauplia gegenüber, etwa 5 km vom anderen Ufer des Argolischen Golfs entfernt. Weithin sichtbar ist der 289 m hohe Burgberg Lárissa mit den Ruinen einer byzantinisch-venezianisch-türkischen Festung. Im Zentrum fallen die vielen Fußgängerzonen und das schön restaurierte Marktgebäude am Platz des Busbahnhofs auf. Hauptkirche der Stadt ist Ágios Pétros am nahen Zentralplatz. An der Fußgängerstraße zwischen beiden Plätzen steht das Archäologische Museum mit guten Beispielen von Keramik der geometrischen Zeit. (Di-So 8.30-15 Uhr | Odós Ólgas | Eintritt 2 Euro, mit Ausgrabungen 3 Euro).

Dídima

Eine Natursehenswürdigkeit ersten Ranges erwartet Sie 500 m abseits der Asphaltstraße im Hochtal von Dídima. Ein Wegweiser führt zu den Spílea Didimón. Am verkarsteten Berghang voraus ist im graugrünen Fels schon deutlich ein brauner Krater auszumachen. Sie gelangen an einen Drahtzaun und gehen in einen 40 m tiefen Krater mit mehr als 100 m Durchmesser hinein. In Wirklichkeit ist es kein Krater, sondern eine Doline: eine ehemalige Karsthöhle, deren Decke eingestürzt ist. Ihr Boden ist mit Büschen und Bäumen bewachsen, in die senkrecht abfallenden Wände sind zwei große Kapellen gebaut. Von dieser ersten Doline aus können Sie zu Fuß etwa 400 m weitergehen zur zweiten Doline, die Sie schon vorher bei der Anfahrt von weitem gesehen haben. Sie ist zwar etwas größer, aber weniger eindrucksvoll. 60 km östlich

Epidauros/Epídavros

Der Name Epidauros steht für großartige Aufführungen antiker Tragödien im besterhaltenen Amphitheater Griechenlands. Den Besuch wert sind auch das Museum und die Ausgrabungen des Asklepios-Heiligtums, zu dem das Theater gehörte. Epidauros war ein Kurort, in dem Kranke Heilung suchten. Nach dem Vollzug kultischer Riten und des obligatorischen Opfers legten sie sich in einer besonderen Halle, dem Abaton, zum Schlaf nieder. Fast immer erschien ihnen im Traum der Heilgott Äskulap. Priester deuteten diesen Traum und leiteten daraus, in Verbindung mit Ärzten, die Therapie ab. Sogar Operationen wurden in Epidaurus vorgenommen.

Galatás

Galatás liegt wie an einem kleinen Binnensee der Insel Póros gegenüber. Den an der schmalsten Stelle nur 250 m breiten Sund überqueren Motorboote und Autofähren in ständigem Hin und Her. Obwohl sie so nahe am Festland liegt, vermittelt Póros (4300 Ew.) Besuchern das typische Inselgefühl. 86 km östlich

Iréo/Heraion

Die zu Unrecht nur selten besuchten Ausgrabungen des argivischen Heraions liegen am Ostrand der argolischen Ebene unweit von Mykene. Reizvoll sind die isolierte Lage und der herrliche, weite Blick nach Árgos und Nauplia.

Lérna

Lérna war nach Neméa Schauplatz der zweiten der zwölf sagenhaften Heldentaten des Herakles. Hier hatte er es mit einer neunköpfigen Wasserschlange - der Hydra von Lérna - zu tun, die Mensch und Tier verschlang. Für jeden abgeschlagenen Kopf wuchsen ihr zwei neue nach. Herakles überwand sie und vergiftete fortan mit der Galle des Ungeheuers seine Pfeile. Die Besichtigung der Ausgrabungen von Lérna lohnt nur für besonders Interessierte. Zu sehen sind Häuserreste aus dem 3. und 4. Jt. v. Chr. Die Ausgrabungen von Lérna liegen 100 m südlich der Straße von Árgos nach Trípoli am Ortsrand des Dorfs Míli (tgl. 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro). 22 km westlich

Méthana

Die weit in den Saronischen Golf hineinragende, über 740 m hohe Halbinsel ist durch einen nur 300 m breiten Landstreifen mit dem Peloponnes verbunden. Ihr Haupt- und Hafenort Méthana (Autofähren nach Piräus) ist ein bedeutendes Heilbad. Die Kuranlagen stehen an einem flachen See am Ortsrand, der starke Schwefeldünste ausströmt: Im See kommen die Wasser aus verschiedenen Thermalquellen zusammen.

Mykene/Mykínes, Mykénai

Die Mauern der 3500 Jahre alten Burg von Mykene auf einem niedrigen Hügel am Rand der fruchtbaren argolischen Ebene wirken noch immer trutzig und abweisend. Hier residierten zwischen 1600 und 1200 v. Chr. mächtige Könige wie Atreus, Agamemnon und Orestes, von denen Mythos und Dichtung nicht nur Vorteilhaftes zu berichten wissen. Der Name Mykene ist aber auch untrennbar mit Heinrich Schliemann verbunden, der 1876 aus den Königsgräbern von Mykene bedeutende Goldschätze mit einem Gewicht von 14 kg barg. Ein Teil seines Fundes, darunter die berühmte Totenmaske des Agamemnon, ist heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen.

Tiryns/Tiryntha

Die mykenische Burg von Tiryns erhob sich auf einem nur 20 m hohen und etwa 300 m langen Hügel in der argolischen Ebene. Das Eindrucksvollste sind heute die mächtigen Mauern aus der Zeit zwischen 1400 und 1200 v. Chr. Sie sind bis zu 17 m hoch und aus bis zu 13 t schweren Steinblöcken ohne Mörtel geschichtet. Einzigartig sind die sogenannten Galerien: lange Gänge, die von Kraggewölben überdeckt sind. Im Burginneren sind auch die Überreste eines Königspalasts ähnlich dem von Mykene zu erkennen (tgl. 8.30-15 Uhr | Eintritt 3 Euro). 4 km nördlich

Andrítsena

Das große Bergdorf (575 Ew.) an der Straße von Olympia nach Megalópoli und zum Tempel von Bassae ist sehr ursprünglich und daher besuchenswert. Viele kleine, meist sehr altertümlich wirkende Läden und Tavernen säumen die Gassen, an der Platía fließt köstliches, erfrischendes Wasser aus einem Rohr im Stamm einer alten Platane. Unterkunft bieten das Hotel Theoxénia am Ortsausgang in Richtung Megalópoli (35 Zi. | Tel. 2626022219 | €€) und die im traditionellen Stil erbaute Pension Epikurian Apollo an der Platía an der Hauptstraße (5 Zi. | Tel. 2626022840 | www.diakoporama.gr | €). 56 km südöstlich

Bassae/Vassai

Der Anblick des einsam in den Bergen gelegenen Apollon-Tempels von Bassae ließ zwei Jahrhunderte lang die Herzen aller Griechenlandreisenden höher schlagen. Kein anderer Tempel außerhalb Athens war besser erhalten und architektonisch interessanter. Jetzt ist er zum Schutz in ein futuristisch anmutendes Zelt gehüllt, Säulen und Gebälk werden durch Rohre und Stützen verunziert. Der Tempel darf nicht mehr betreten werden, eine eingehende Betrachtung ist wegen der Enge des Zeltes kaum möglich (Juli-Okt. tgl. 8-19.30 Uhr, Nov.-Juni Di-So 8.30-15 Uhr | am besten vorher telefonisch rückfragen: Tel. 2624022529 | Eintritt 3 Euro). 70 km südöstlich

Kalávrita

Die Kleinstadt Kalávrita (1750 Ew.) liegt friedlich auf 700 m Höhe am Rand eines Gebirgstals. Was es zu sehen gibt, sind jedoch Denkmäler, die an Krieg und Mord erinnern. Am 25. März 1821 rief Bischof Germanos von Patras im 7 km außerhalb der Stadt gelegenen Kloster Agía Lávra zum letztlich erfolgreichen Befreiungskampf gegen die Türken auf, die alte Klosterkirche vor dem neuen Klosterkomplex ist dadurch zu einem Nationaldenkmal geworden (tgl. 9.30 bis 13.30, 16-17, 18-19.30 Uhr).

Kalógria

Einer der schönsten Küstenstriche des Peloponnes erstreckt sich zwischen Kunupélli und Kalógria. Der kilometerlange Sandstrand wird von Dünen gesäumt, Salz- und Süßwassersümpfe sowie der im Sommer manchmal austrocknende Prókopos-See prägen das Hinterland. Ein lichter Küstenwald aus Aleppokiefern, Schirmpinien und Walloneneichen wird von vielen kleinen Wegen durchzogen, die zu Wanderungen einladen, an den Sümpfen und Gewässern leben Grau- und Seidenreiher.

Kástro

Eine der schönsten und besterhaltenen Burgen des Peloponnes steht auf einem Hügel über der flachen Halbinsel Killíni. Die Festung Chlemoútsi im Dorf Kástro wurde für den fränkischen Kreuzritter Geoffroy II. de Villehardouin erbaut. Den Kern der Anlage bildet die sechseckige Zitadelle, deren überwölbte Säle entlang der Außenmauern noch ein Bild vom ritterlichen Leben vermitteln. Der Blick von der Festung reicht übers Ionische Meer bis zur Insel Zákinthos. Das Dorf Kástro ist ein guter Standort für motorisierte Urlauber, die von hier in kurzer Zeit viele gute Sandstrände erreichen, deren schönster der kilometerlange Golden Beach ist. 60 km nordwestlich

Katakoló

Die Attraktion des Kreuzfahrtschiffhafens ist außer den dicken Pötten und Luxuslinern das spannende Museum der antiken Technik direkt an der Uferstraße mit Rekonstruktionen vieler antiker Erfindungen (tgl. tagsüber, im Wuinter keine festen Öffnungszeiten | Eintritt 2 Euro). 40 km westlich

Loutrá Killínis

Das bescheidene Thermalbad mit kilometerlangem Dünenstrand entwickelt sich seit 2004 dank eines neuen Grecotel-Ferienresorts zum modernsten Strand- und Wellnesszentrum Griechenlands. Die Hotels gehören verschiedenen Kategorien an, nähere Informationen zum Beispiel unter www.grecotel.gr. 55 km nordwestlich

Méga Spíleo

Das 940 m hoch gelegene Kloster an der Straße und nahe der Zahnradbahn von der Küste nach Kalávrita scheint mit dem dahinter 100 m hoch aufragenden Fels verwachsen. Bis zum siebten Stockwerk schmiegt es sich an ihn und bezieht eine Grotte mit in den Klosterkomplex ein. Im Klostermuseum sind ein Notenbuch aus dem 18. Jh., ein aus Goldfäden in elf Jahren Arbeit geschaffenes, etwa 400 Jahre altes Kreuz und eine illuminierte Bibelhandschrift auf Pergament aus dem 12. Jh. beachtenswert (tgl. von Sonnenauf- bis -untergang | Eintritt Museum 2 Euro). 167 km nordöstlich

Patras/Pátra

Griechenlands drittgrößte Stadt (160400 Ew.) nach Groß-Athen und Thessaloníki ist für viele motorisierte Urlauber dank ihres bedeutenden Fährhafens das Eingangstor zu Griechenland. Die Innenstadt von Europas Kulturhauptstadt 2006 mit ihren vielen Plätzen und Boutiquen, mit Cafés und Bars bietet viele Einkaufsmöglichkeiten. Gut essen können Sie tagsüber in der schon 1906 gegründeten Taverne Nikoláras (tgl. ab 11 Uhr | Odós Agíou Nikoláou 50 | €).

Río

Río liegt an der Nahtstelle zwischen dem Golf von Patras und dem Golf von Korinth. Seit 2004 überspannt hier eine ästhetisch sehr gelungene, 2883 m lange Hängebrücke den Golf von Korinth. Außerdem pendeln hier bei Tag und Nacht Autofähren über die Meerenge. Am Fährhafen steht eine weitläufige venezianisch-türkische Festung (April-Okt. Di-So 8.30 bis 19 Uhr, Nov.-März Di-So 8.30 bis 15 Uhr). 112 km nördlich

Chóra

Das große Dorf (3500 Ew.) an der Westküste zwischen Kiparissía und Pílos liegt in einem in mykenischer Zeit bedeutenden Gebiet. Im Archäologischen Museum sind zahlreiche sehenswerte Funde ausgestellt (Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro).

Gíthio

Die angenehm ursprünglich gebliebene lakonische Hafenstadt (4500 Ew.) ist für Reisende aus Richtung Sparta zugleich das Tor zur Máni. Auf dem der Stadt vorgelagerten, kleinen Inselchen Marathonísi, das über einen Straßendamm erreichbar ist, wurde ein maniotischer Wohnturm restauriert, der heute als Historisch-ethnologisches Museum der Máni dient. Zu sehen sind überwiegend Fotos (tgl. 9.30-13 u. 17-21 Uhr | Eintritt 2 Euro). Die spärlichen Überreste eines römischen Theaters können Sie hinter der Kaserne finden (frei zugänglich).

Kalamáta

Die Hauptstadt (49000 Ew.) Messeniens wurde am 13. September 1986 von einem schweren Erdbeben verwüstet, das 20 Menschenleben kostete und ein Viertel aller Häuser zerstörte. Inzwischen ist die Stadt fast vollständig wieder aufgebaut und präsentiert sich als moderne Metropole am Meer mit breiten Straßen und schönen Parks. Bei einem Bummel durch die ehemalige Altstadt können Sie die Kirche Ágii Apóstoli aus dem 11./12. Jh. besichtigen (frei zugänglich) und das Kloster Kalógreon besuchen, dessen Nonnen Seidenraupen züchten und an großen Webstühlen Seidenstoffe herstellen, die sie im kleinen Klosterladen verkaufen (tgl. ab 10 Uhr | Odós Mystrá).

Koróni

Koróni ist eines der schönsten Küstenstädtchen des Peloponnes (1700 Ew.). Fischernetze liegen nicht nur im Hafen, sondern auch an den Gassen, die zur venezianischen Burg hinaufführen. Innerhalb der Burg stehen noch einige Wohnhäuser, ein Nonnenkloster, der Ortsfriedhof und die Ruine einer frühchristlichen Basilika. Jenseits der Burg setzt sich die Küste im schönen, gelblich-rot schimmernden Sandstrand Zága Beach fort, den man vom Hafen aus in zehn Minuten zu Fuß erreicht. Das größte Hotel von Koróni, das Hotel de la Plage (48 Zi. | Tel. 2725022401 | Fax 2725022508 | www.delaplage.gr | €€) liegt 2 km außerhalb, 70 m oberhalb des Zága-Strands. 108 km südwestlich

Máni

Steile Küsten fast ohne Strände und Häfen sowie das unzugängliche, bis zu 2407 m hohe Taigéttos-Gebirge prägen die Máni, den mittleren der drei großen Finger des Peloponnes. Der Zugang war und ist nur auf zwei Wegen möglich, von Kalamáta und Gíthio her. Im Süden ist die Máni extrem trocken, im Norden grün, aber stark zerklüftet. Überall fallen in den Dörfern wehrhafte, bis zu 20 m hohe Türme auf; manche Dörfer scheinen nur aus ihnen zu bestehen. Diese trutzigen Familienburgen mit den Schießscharten in den bis zu 1,5 m dicken Mauern sind das sichtbarste Zeichen einer Geschichte, die geprägt ist vom unerbittlichen Widerstand gegen fremde Eroberer sowie von selbstzerstörerischen Blutfehden untereinander. Sie wurden manchmal sogar innerhalb eines Dorfs von Wohnturm zu Wohnturm ausgetragen - und das noch bis Mitte des 19. Jhs.

Messíni, Ithómi, Mavromáti

Das antike Messene, nicht mit dem heutigen Ort Messíni bei Kalamáta zu verwechseln, besaß 8 km lange, besonders sorgfältig gearbeitete Stadtmauern, die in eindrucksvoller Höhe erhalten sind. Die Stadt lag am Fuß des weithin sichtbaren Bergs Ithómi, der bis ins 4. Jh. hinein die wichtigste Fluchtburg der Messener in ihren zahlreichen Kämpfen gegen Sparta war.

Methóni

Mit Festungen ist der Peloponnes reich gesegnet. Die von Methóni (1209) ist wegen ihrer Größe und ihrer Meerlage besonders eindrucksvoll. Sie nimmt eine ganze Halbinsel ein. (Mai-Okt. Mo 8-15, Di-So 8-19 Uhr, Nov.-April Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt frei). 126 km südwestlich

Monemvasía

Ein Mystrás am Meer, freilich venezianisch und nicht byzantinisch geprägt, ist Monemvasía. Anders als dort stehen aber in Monemvasía noch bewohnte Häuser innerhalb der mittelalterlichen Mauern - und auch romantische Hotels in historischen Gebäuden. Monemvasía liegt an und auf einem 1700 m langen und 300 m breiten Fels unmittelbar vor der Küste des Peloponnes, mit dem die Insel schon seit dem Mittelalter durch eine Brücke verbunden war. Für die byzantinischen Fürsten von Mystrás war die stark befestigte Stadt bis 1464 ebenso bedeutend wie anschließend für die Venezianer, die sie bis 1540 und noch einmal von 1690 bis 1715 besaßen. Sie nannten die Stadt Malvasia und exportierten von hier die griechischen Weine nach Italien, die in Europa als Malvasier-Weine bekannt wurden.

Pílos

Außerhalb Griechenlands ist die Kleinstadt (2100 Ew.) unter ihrem mittelalterlichen Namen Navarino bekannter: Hier versenkte 1827 eine Flotte von englischen, französischen und russischen Schiffen in vier Stunden heftigsten Kampfes 55 von 82 Schiffen einer türkischen Flotte und trug damit wesentlich zum Erfolg des griechischen Freiheitskampfes bei. Auf der Insel Sfaktiría, die die Bucht von Navaríno fast völlig gegen die offene See abriegelt, erinnern zahlreiche Denkmäler an die Schlacht. Ausflugsboote umrunden die Insel; für eigenständige Fahrten dorthin können Sie sich auch ohne Bootsführerschein ein Motorboot mit 30-PS-Motor mieten. 114 km westlich

Dimitsána

Das große, überraschend lebhafte Dorf (600 Ew.) auf und an einem Felsvorsprung über einem Flusstal ist eines der typischsten Dörfer des Peloponnes. 2 km außerhalb liegt über einem Tal das gut ausgeschilderte Water Power Museum. Hier sieht man u.a., wie bis ins 20. Jh. hinein mithilfe von Wasserkraft Häute gegerbt und Schwarzpulver hergestellt wurde. Videos erläutern die historischen Arbeitsvorgänge anschaulich (März-15. Oktober Mi-Mo 10-18 Uhr, 16. Okt.-Feb. Mi-Mo 10-17 Uhr | Eintritt 3 Euro | www.piop.gr).

Langádia

Die 700 Bewohner dieses Dorfs zwischen Trípoli und Olympia sind zum täglichen Konditionstraining gezwungen. Ihre Häuser liegen verstreut an einem steilen Berghang in einem von Bergen umschlossenen Tal. Das öffentliche Leben spielt sich auf den Aussichtsterrassen an der Hauptstraße ab. Hier kann man in mehreren Tavernen gut essen sowie im zentral gelegenen Hotel Kentrikón-Maniátis (20 Zi. | Tel. 2795043540 | Fax 2795043221 | €) mit Panoramablick wohnen. 63 km nordwestlich von Trípoli

Tegéa

Mitten im Dorf liegen die eindrucksvollen Reste eines großen Athena-Tempels aus dem 4. Jh. v. Chr. Ein kleines Museum daneben zeigt Grabungsfunde (Di-So 8.30-15 Uhr). Fährt man von hier 2 km in Richtung Paléo Episkopí, gelangt man zu einem Park, einem beliebten Picknickziel der Tripolitaner, mit den zum Teil beeindruckenden Ruinen eines hellenistischen Theaters aus dem 2. Jh. v. Chr., einer Säulenhalle, einer frühchristlichen Basilika und einer mittelalterlichen Siedlung aus dem 7.-13. Jh. (frei zugänglich). 8 km südlich

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Athen & Attika

Museumshafen Trocadéro

Im wenig besuchten Museumshafen kann man sich auf dem 1912 erbauten Schlachtschiff „Averof“ nahezu völlig frei bewegen, geht durch Mannschaftsquartiere und sieht den Admiralssalon, steigt zur Brücke hinauf und blickt in den Maschinenraum. Der Besuch ist auch pazifistischen Familien anzuraten, denn Kriegsbegeisterung kommt hier bestimmt nicht auf. Straßenbahn (Tram) vom Athener Síndagma-Platz Richtung Néo Faliró bis zur Haltestelle Trocadéro | Mo-Fr 9-13, Sa/So 11-15 Uhr, außerdem Juni-Okt. Mo, Mi, Fr 17-19, Nov.-Mai Mo, Mi, Fr 15-17 Uhr | Eintritt 2 Euro

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Makedonien & Thrakien

Bootscharter

Der Mann der schwäbischen Reisebüroinhaberin Petra Friedrich ist Fischer. Er betreibt in Ormós Panagía s (Sithonía) ein neues hölzernes Kaíki mit einfachen Kabinen, in denen bis zu 12 Passagiere Platz finden. Man kann das Boot chartern und sich zu unbewohnten Inseln und an abgeschiedene Strände bringen lassen. Kosten: 450-600 Euro/Tag. Friedrich Travel am Hafen | Tel. 2375031480 | www.friedrich-travel.com

Tsaf Tsuf

Miniaturzüge auf Gummirädern fahren durch viele Urlaubsorte. Der witzigste ist sicherlich der „Tsaf Tsuf“ von Thessaloníki. Vom Weißen Turm aus fährt er 20 Minuten am Meer entlang, alle drei offenen Waggons werden kräftig mit griechischen Kinderliedern beschallt. Der Zug ist auch auf einer witzigen Homepage im Internet zu finden (www.tsaftsuf.gr). Weißer Turm | Mo-Fr 17.30-22, Sa/So 11-22 Uhr | Kinder unter 14 J. 2 Euro, Erwachsene 3 Euro

Waterland

Eines der größten Spaßbäder Griechenlands liegt nahe der Schnellstraße von Thessaloníki auf die Chalkidikí. Auf 15 ha bietet das Waterland Riesenrutschen und Wellenbecken, einen künstlichen Flusslauf für Schlauchbootfahrten, einen Minizoo und eine Fahrschule mit Elektroautos. Juni-Sept. tgl. ab 10 Uhr, je nach Wetter bis 18 oder 20 Uhr | Kinder bis 3 J. Eintritt frei, Kinder zwischen 4 und 14 J. 11 Euro, ab 2 Stunden vor Schließung 9,50 Euro, Erwachsene 14,50 bzw. 11 Euro | von der Schnellstraße bis Ausfahrt Néa Rysíon, dort Richtung Vassiliká (ausgeschildert) | kostenloser Zubringerbus von der Platía Aristotélous in Thessaloníki | Fahrplanauskunft/Infos über aktuelle Schlusszeiten: Tel. 2392072025 | www.waterland.gr

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Epirus

Bad im Bach

Auch im nordgriechischen Hochgebirge brauchen Sie auf ein kühles Bad nicht zu verzichten. Bei Papíngo machen glatte Felsen in einer kleinen Schlucht einen rauschenden Bach zum idealen (ungefährlichen) Badegewässer. So kommen Sie hin: von Megálo Papíngo nach Mikró Papíngo fahren und von der Brücke aus, die den Bach überquert, dem Bachlauf ca. 2 Min. bachaufwärts folgen.

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Thessalien

Mit der Dampfbahn durch den Pílion

Zwischen Áno Lechoniá und Miliés verkehrt im Sommer jeden Samstag und Sonntag ab 11 Uhr eine Schmalspurbahn mit rasanten 25 km/h. Nach einer halben Stunde Fahrt wird eine Kaffeepause eingelegt, dann bringt die alte Lok die drei Waggons wieder in Schwung und läuft nach weiteren 40 Minuten in den Bahnhof von Miliés ein. Die Lok wird abgekuppelt, rangiert und dann vorsichtig auf einer altertümlichen Drehscheibe gewendet. Nach dreieinhalb Stunden im schönen Dorf geht es um 16 Uhr wieder in Richtung Vólos zurück. Nur Rückfahrtickets: 14 Euro, Kinder 9 Euro | www.volos.gr

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Mittelgriechenland

Hängebrücke und Zauberbaum

Auf der zweitgrößten Insel Griechenlands, Euböa, gibt es zwischen Prokópi und Mandoúdi direkt an der Hauptstraße einen zauberhaften Platanenwald. Gegenüber der Taverne Alexíou führt eine schwankende hölzerne Hängebrücke über einen Bach. Man überquert sie und folgt dem anschließenden Feldweg etwa 300 m weit nach rechts. Dann hält man sich an der Gabelung links und steht nach wenigen Schritten vor einer der mächtigsten Platanen Griechenlands. Sie ist 28 m hoch und misst auch im Kronenumfang 28 m. In ihrem hohlen Stamm, der über 6 m Durchmesser hat, kann man herrlich spielen.

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Peloponnes

Ozeandampfer sehen

Die meisten Urlauber schauen nur von der Straßenbrücke aus auf die Schiffe im Kanal von Korinth hinunter. Für Kinder ist es sehr viel spannender, die großen Pötte zum Greifen nah an sich vorüberfahren zu sehen. Am östlichen Kanalausgang ist das möglich (Straße nach Istmía nehmen). Da scheint sogar die Brücke, über die man vielleicht eben noch gegangen ist, im Kanalbett zu versinken. Sind die Schiffe vorbei, kommt sie tropfnass wieder zum Vorschein. Und das Ganze kann man hervorragend bei einem leckeren Eis genießen, das das Café Isthmía am Kanalufer serviert.

Insider-Tipp

Cíne París

Stars und Sterne: Im Athener Dachgartenkino Cíne París sitzt man unterm Sternenhimmel - und zwar gleich neben der Akrópolis

Hafen

Skurrile Bar: Sie befindet sich in Nauplia und heißt Láthos, also Fehler. Nicht hinzugehen wäre ein solcher

O Prínkipos

Prinzen-Café: Das Café Prínkipos in Thessaloníki ist eins der schönsten des Landes

Numismatisches Museum im Schliemann-Haus

Reicher Heinrich: Wie prachtvoll der Hobbyarchäologe und Ausgräber Trojas Heinrich Schliemann in Athen residierte, zeigt dort das Numismatische Museum

Oliven- und Olivenöl-Museum

Alles über Oliven: Wie aus Oliven Öl und Seife werden, illustriert ein Museum in Sparta

Imaret

Romantisch wohnen: Im Hotel Imaret in Kavala wohnen Sie in einer alten Koranschule

Arsénis House

Familienanschluss: In der Pension Arsénis an den Metéora-Klöstern kümmert sich die ganze Familie um Sie

Préspa-Seen

Pelikane und Karpfen: An den Préspa-Seen können Sie beim Karpfenessen Pelikane beobachten

Philíppi

Ein Bad im Schlamm: Lýdia Laspóloutra: Wo der Apostel Paulus erstmals eine Europäerin taufte, baden die Griechen heute im Heilschlamm

Olimbiáda

Nachbarn des Aristoteles: Das Hotel Germany liegt bei der Geburtsstätte des Philosophen in Olimbiáda

Mesolóngi

Südseehaft speisen: Die Tische der Taverne Alykés bei Mesolongi stehen über dem Wasser

Neméa

Olympiaden verstehen: In Neméa haben Archäologen ein antikes Stadion perfekt restauriert

Katakoló

Antike Technik: In Katákolo kann man über die technischen Erfindungen der alten Griechen ins Staunen geraten

Dimitsána

Alternative Energien: Im Wasserkraftmuseum bei Dimitsána sehen Sie, dass man mit alternativen Energien sogar Schwarzpulver produzieren kann

Bootscharter

Besondere Bootstour: Auf Sithonía können Sie sich mit sogenannten Kaíkis zu unbewohnten Inseln schippern lassen

Top Highlights

Akrópolis

Athens bedeutendste Tempel standen auf einem 156 m hohen Felssockel mitten im Stadtgebiet. Was heute zu sehen ist, stammt zumeist aus dem 5. Jh. v. Chr. Die Propyläen bildeten das Eingangstor zum heiligen Bezirk. Es besteht aus einer dreiflügeligen Halle mit sechs dorischen Säulen auf der Längs- und einer Doppelreihe von je zwei mal drei ionischen Säulen auf den Schmalseiten. Durch die Säulen führte der Weg in eine Halle mit fein bemalter Kassettendecke. Wiederum sechs dorische Säulen, parallel zu den sechs vorderen stehend, wiesen Besucher in das Heiligtum.

Akrópolis-Museum

Das 2009 eröffnete Museum fast direkt unterhalb der Akropolis ist ein architektonisches Meisterwerk von Weltrang und birgt alle bedeutenden Kunstwerke und viele Architekturfragmente, die auf der Akrópolis gefunden wurden. Di-So 8-20 Uhr | Dionisíou Areopagítou 15 | Eintritt 5 Euro (Onlinebestellung von e-Tickets mögl.) | www.theacropolismuseum.gr

Archaía Agorá

Das Herz der antiken Stadt Athen schlug auf ihrem Markt- und Versammlungsplatz zu Füßen der Akrópolis. Hier hatten politische Institutionen ihren Sitz, Götter ihre Tempel, Helden ihre Statuen, Händler ihre Geschäfte. Hier provozierte der Philosoph Sokrates die Athener, verbrachten Denker wie Plato und Aristoteles viele Stunden. Die Agorá bildete vom 5. Jh. v. Chr. bis 580 n. Chr. den Mittelpunkt des kommerziellen und sozialen Lebens. Was davon übrig blieb, stammt freilich aus unterschiedlichen Jahrhunderten.

Archäologisches Nationalmuseum

Die hier ausgestellten Schätze aus dem antiken Griechenland begeistern alle Besucher. Zu den Höhepunkten gehören die ganz modern anmutenden Kykladenidole aus dem 2. Jt. v. Chr., die Goldfunde aus den Königsgräbern von Mykene, die Fresken aus dem minoischen Santorin und viele Meisterwerke der Vasenmalerei und der Bildhauerkunst, wie die am Kap Artemision gefundenen Bronzestatuen. April-Okt. Mo 10.30-20, Di-So 8.30-20 Uhr, Nov.-März Mo 13.30-20, Di-So 8.30-15 Uhr | Leofóros Patisíon/Odós Tosíta 1 | Eintritt 6 Euro

Kerameikós

Die deutschen Archäologen, die den antiken Friedhof von Athen freilegten, stellten Kopien zahlreicher Grabdenkmäler anstelle der Originale auf, die heute im Archäologischen Nationalmuseum zu sehen sind. Außerdem erkennt man hier die Grundrisse zweier bedeutender Stadttore. Dazwischen blieb ein Teil der antiken Stadtmauer erhalten. April-Okt. Di-So 8-19.30 Uhr, November Di-So 8.30-15 Uhr | Eingang Odós Ermoú | Eintritt 13 Euro

Likavittós

Über das Athener Häusermeer erhebt sich der 277 m hohe Kalksteinfelsen mit einem grünen Gartenkragen, aus dem ein kahler Felskopf ragt. Angenehme Spazierwege und eine Standseilbahn im Innern des Berges führen zum Gipfel mit seiner strahlend weißen Georgskapelle. Standseilbahn | tgl. 10-3 Uhr | Talstation am oberen Ende der Odós Plutárchou | Ticket 4 Euro | Bus 60 ab Kolonáki-Platz | und Platía Káningos

Markthallen

Athens über 100 Jahre alte Kentrikí Agorá liegt zwischen Omónia- und Monastiráki-Platz. Unter ihren Dächern werden vor allem Fleisch und Fisch verkauft. Um die Hallen herum sorgen zahlreiche Läden, Obst-/Gemüsestände und Straßenhändler für buntes Treiben. Mo-Sa ca. 6-15 Uhr | Odós Athínas

Pláka

Im Altstadtviertel gibt es viele malerische Winkel, bis zu 150 Jahre alte Wohnhäuser und zahllose Tavernen. Im Gassengewirr stößt man immer wieder auf kleine Kirchen, antike Ruinen und Denkmäler. Die meisten Souvenirgeschäfte liegen an der Odós Adrianoú. Besonders viele Tavernen finden Sie an der Odós Kidathinéon, die meisten griechischen Musiklokale an der stufenreichen Odós Mnisikléous.

Akrópolis und Altstadt

Für einen Rundgang durch die Altstadt sollten Sie mindestens einen halben Tag ansetzen. Sie starten am besten am Westende der Via Egnatía und folgen dem Verlauf der Stadtmauer bis hinauf zum Kastell Heptapyrgion („Sieben Türme“), dem höchstgelegenen Punkt auf der Akrópolis.

Altstadt

Vom Hauptplatz der Neustadt aus führt die Haupteinkaufsstraße Leofóros Avérof auf die Altstadt zu, die noch vollständig von 1800 m langen Mauern aus der Türkenzeit umgeben ist. Durch ein mächtiges Stadttor gelangt man in die fast autofreien Gassen, in denen noch immer viele Menschen leben. Das Schild „Municipal Museum“ weist den Weg zum Stadtmuseum. Es nimmt die Räume der Aslan-Pascha-Moschee aus dem Jahr 1618 ein. Von hier aus kann man weiter gehen zur Zitadelle in der Nordostecke der Altstadt mit der 1430 errichteten Fetije-Moschee und dem Grab Ali Paschas.

Insel

Der See von Ioánnina ist 23 km² groß und bis zu 13 m tief. In ihm liegt vor Ioánnina eine 35 ha große Insel mit einem schönen, autofreien Dorf (800 Ew.). Flüchtlinge aus der Máni gründeten es im 17. Jh.

Mystrás

Zwischen dem oberen und dem unteren Eingang zu Mystrás liegen 300 steile Höhenmeter. Eine Besichtigung, die neben dem Kunstgenuss auch ein großes Landschaftserlebnis bietet, dauert mindestens vier Stunden (nehmen Sie Wasser mit!). Pfade und Sehenswürdigkeiten sind gut ausgeschildert.

Váltos-Strand

Von der der Stadt abgekehrten Seite der Burg blickt man über eine weite Bucht, die von einem kilometerlangen Sandstrand vor intensiv grünen Hängen gesäumt wird. Der Strand ist einer der schönsten Griechenlands, zumal das Hinterland noch nicht mit Hotels verbaut wurde. Von der Burg aus kann man in zehn Minuten zum Váltos-Strand hinunterlaufen, außerdem fahren ständig Passagierboote von Párgas Hafen aus hinüber.

Ägina/Égina

Wer mit den sehr häufig verkehrenden Autofähren oder Tragflügelbooten in 90 bzw. 40 Minuten zu dieser Insel (13500 Ew.) übersetzt, erlebt auch eine Art Hafenrundfahrt in Piräus. Hauptsehenswürdigkeit Äginas ist der gut erhaltene Aféa-Tempel aus dem 5. Jh. v. Chr. Er wird auch im Rahmen der in Athen angebotenen Tageskreuzfahrten besucht, bei denen außer Ägina die Inseln Póros und Hydra angelaufen werden.

Kap Soúnion

Die 16 Säulen des antiken Poseidon-Tempels erheben sich auf der äußersten Spitze der Halbinsel Attika in 60 m Höhe über der Ägäis. Den um 445 v. Chr. erbauten Tempel besuchen Sie am besten am späten Nachmittag, denn dann können Sie einen der meistgerühmten Sonnenuntergänge der Ägäis miterleben (April-14. Mai u. Sept., Oktober tgl. 8-19 Uhr, 15. Mai-Aug. tgl. 8-20 Uhr, Nov.-März tgl. 8 Uhr bis Sonnenuntergang | Eintritt 4 Euro). 63 km südöstlich

Athos

Der östliche der drei Finger der Chalkidikí wird größtenteils von der Mönchsrepublik Athos eingenommen, die innerhalb Griechenlands eine autonome Region bildet. In ihr leben in 20 Klöstern und zahlreichen Einsiedeleien heute noch über 2400 Mönche. 17 der Klöster sind griechisch-, je eines russisch-, serbisch- und bulgarisch-orthodox. Sie bergen reiche Schätze an Handschriften, Fresken und byzantinischer Kleinkunst. Das erste Kloster wurde bereits im 10. Jh. gegründet.

Olymp

Das Gebirgsmassiv des Olymp besteht aus insgesamt 52 Gipfeln. Der höchste von ihnen ist der Mýtikas mit 2917 m. Seine Nachbargipfel sind 2912, 2911 und 2866 m hoch. Die Hänge des Olymp sind bis auf Höhen von 2000 m bewaldet; die Gipfelregionen, nur 20 km vom Meer entfernt, sind oft bis weit in den Mai hinein mit Schnee bedeckt. Den alten Griechen galt der Olymp als Wohnsitz der Götter.

Sithonía-Halbinsel

Der Mittelfinger der Chalkidikí ist bergiger, grüner und landschaftlich noch schöner als die Kassándra-Halbinsel. An der Nord- und Ostküste der Halbinsel zwischen Ormós Panagías und Kalamítsi gibt es viele lange Sandstrände, aber kaum Ortschaften, während die Westküste mit dem umweltverschandelnden Pórto Cárras und dem sehr viel angenehmeren Néos Marmarás teilweise für den Massentourismus erschlossen ist. Besonders schön ist Pórto Koufó, eine kleine Siedlung an einer fast völlig vom Meer abgeschirmten Bucht. Seine Fischtavernen sind exzellent, besonders O Psarás unmittelbar an der Uferstraße (€€). Néos Marmarás liegt 124 km südöstlich von Thessaloníki | Sithonía-Rundfahrt ab dort: ca. 115 km

Vérgina

Das Dorf (1250 Ew.) am Rand der Ebene des Flusses Aliákmonas erlangte 1978 Weltruhm, als der griechische Archäologe Manólis Andrónikos das Grab des makedonischen Königs Philipp II., des Vaters von Alexander dem Großen, entdeckte. Es war unversehrt und barg kunstvolle Schätze, darunter zwei goldene, kistenförmige Urnen, einen goldenen Eichenlaubkranz und die Rüstung des Königs. Vérgina war bis etwa 410 v. Chr. die Hauptstadt Makedoniens, die dann jedoch nach Pélla verlegt wurde. Vérgina blieb aber neben Díon eins der beiden großen kultischen Zentren des Landes mit bedeutenden Tempeln und den Grabstätten vieler adliger Familien.

Dodóna

Dodóna, Griechenlands nach Delphi zweite große Orakelstätte der Antike, lag auf einer Hochebene unterhalb des 1818 m hohen Tómaros-Gebirges beim heutigen Dorf Dodóna. Herr des Orakels war hier Zeus. Seine Priesterinnen entnahmen den Orakelspruch dem Rauschen einer heiligen Eiche, zogen später aber auch Losorakel und den Flug heiliger Tauben zu Rate.

Pápingo

19 steile Haarnadelkurven führen vom Platanenwald im Tal des Voidomátis-Flusses hinauf in die beiden traditionellen Zagóri-Dörfer Megálo Pápingo und Mikró Pápingo. Im Hintergrund ragen die an die Dolomiten erinnernden Türme von Pápingo auf, die Bergspitzen des 2436 m hohen Astráka. Zugleich ist Pápingo Ausgangspunkt für eine etwa dreistündige Wanderung zur Schutzhütte von Astráka in 2000 m Höhe (Reservierung und Schlüssel beim Alpinclub in Megálo Pápingo). Von dort aus kann man in 90 Minuten zum Bergsee Drakólimni oder in drei Stunden auf den Gipfel des Gamíla (2497 m) wandern.

Víkos-Schlucht

Die Víkos-Schlucht in der Zagóri ist 10 km lang, ihre Wände steigen vom Flußlauf des Voidomátis bis zu 1000 m steil empor. Sie zu durchwandern ist ein unvergessliches Erlebnis. Die etwa siebenstündige Wanderung beginnt man am besten im Dorf Monodéndri, wo ein Wegweiser auf den Pfad hinunter in die Schlucht zeigt. Die Wanderung endet im Dorf Víkos oberhalb der Schlucht. Hier kann man in der Pension von Sotírios Karpúzis übernachten (4 Zi. | Tel. 2653041176 | €). 41 km nördlich

Nekromanteíon

Eine auch für Laien reizvolle kleine Ausgrabungsstätte ist das antike Totenorakel oberhalb des heutigen Dorfs Mesopótamo unweit der Hauptstraße von Préveza nach Igoumenítsa. Es liegt über einer Ebene, in der Reis angebaut wird. Sie wird vom Fluss Acheron durchflossen, der nach dem Glauben der alten Griechen eines der Grenzgewässer des unterirdischen Totenreichs, des Hades, war. Im Totenorakel, dem Nekromanteíon, konnten die Lebenden die Toten befragen. Homer beschrieb in der „Odyssee“ eine solche Totenbefragung. Die Ausgrabungen zeigen, dass Homers Beschreibung des Orts auf das Nekromanteíon zutrifft. Die heute sichtbaren Mauern stammen zwar erst aus dem 3. Jh. v. Chr., das Heiligtum selbst aber dürfte seinen Ursprung in sehr viel früheren Zeiten haben.

Nikópolis

Die meisten archäologischen Stätten Griechenlands zeugen entweder vom Leben in der Antike oder in den ersten Jahrhunderten des zweiten Jahrtausends. In Nikópolis ist das anders: Da sieht man die Überreste einer großen Stadt aus frühbyzantinischer Zeit, also aus der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends. Sie anzuschauen lohnt auch für archäologisch nur wenig Interessierte.

Makrinítsa

Makrinítsa (900 Ew.) ist die Perle unter den vielen schönen Bergdörfern des Pílion. Seine von früherem Wohlstand zeugenden und meist stilvoll restaurierten Herrenhäuser aus der Zeit der Türkenherrschaft sind in gebührendem Abstand voneinander am steilen Berghang über 500 Höhenmeter verteilt. Viele wurden stimmungsvolle Pensionen. Eine von Souvenirgeschäften gesäumte, autofreie Gasse führt vom Parkplatz am Ortseingang zur Platía mit ihrem schönen Brunnenhaus aus dem Jahr 1930, der kleinen Kirche Johannes des Täufers mit naiv-volkstümlichen Fresken und dem Kafeníon Theóphilos, in dem noch eine Wandmalerei des großen Malers erhalten geblieben ist. 17 km nordöstlich

Pílion-Rundfahrt

In der Antike galt das 1551 m hohe Pílion-Gebirge auf der Halbinsel Magnisía als Heimat der Kentauren. Heute wird die Halbinsel als eine der schönsten Landschaften Griechenlands geschätzt. Sie vereint großartige Bergkulissen, schöne Strände und gut erhaltene Dorfensembles mit der typischen Architektur des 18./19. Jhs. Man fährt auf schmalen, serpentinenreichen Straßen durch Laubwälder mit efeuumrankten Stämmen und ausgedehnte Obstplantagen und stößt auf eine Legion typischer, dem rauen Gebirgsklima angepasster Kirchen. Ein Tag reicht für die Rundfahrt nur aus, wenn man das schönste der Dörfer, Makrinítsa, schon zuvor besucht hat.

Témbi-Tal

Das 8 km lange, schluchtartige Tal bildet den wichtigsten Übergang von Nord- nach Mittelgriechenland. Zwischen den weit über 100 m hohen Felswänden zwängen sich der von Bäumen gesäumte Piniós, die Eisenbahn und die Nationalstraße hindurch. Von den Parkplätzen an der Agía Paraskeví genannten Stelle aus führt eine Brücke über den Fluss zur gleichnamigen Höhlenkirche, die besonders von augenkranken Pilgern aufgesucht wird. Hohe Platanen und ein Selbstbedienungsrestaurant laden zur Rast ein. Vom Nordausgang des Tals lohnt ein Abstecher zum 12 km entfernten, sehr langen Sandstrand von Stómio an der Mündung des Piniós. 88 km nordwestlich

Kloster Ósios Loukás

Das große, einsam am Rand eines Hochtals gelegene Kloster wurde im 10. Jh. von einem Eremiten namens Lukás gegründet. Seine beiden Hauptkirchen, von denen die größere dem seligen Lukás und die kleinere Mariä Entschlafung geweiht ist, entstanden kurz nach dem Jahr 1000. Im Durchgang zwischen beiden Kirchen genießen die in einem gläsernen Sarg ruhenden Gebeine des Klostergründers hohe Verehrung. Die prächtigen Mosaike in der Hauptkirche stammen aus dem 11. Jh. und gehören neben denen von Dafní zu den schönsten Griechenlands (tgl. 8-17.30 Uhr | Eintritt 3 Euro). 37 km südöstlich

Mesolóngi

Die 1937 zur „heiligen Stadt“ erklärte Kleinstadt (12200 Ew.) liegt auf einer Halbinsel, die in die extrem flache Lagune von Mesolóngi hineinragt. Seinen Ehrentitel erhielt der Ort, weil sich seine Bewohner im griechischen Freiheitskampf 1825/26 monatelang heldenhaft einer türkischen Belagerung widersetzten. Als der Hunger innerhalb der Stadtmauern zu groß wurde, beschloss die Bevölkerung einen Ausbruchsversuch, der jedoch an die Türken verraten wurde. Nur 1800 Bewohner überlebten, die übrigen wurden von den Türken niedergemetzelt oder sprengten sich selbst in die Luft.

Kanal von Korinth

Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Korinthischen mit dem Saronischen Golf. Gewaltig ist der Anblick von der 45 m über dem Wasser gelegenen alten Straßenbrücke aus. Schlepper ziehen Schiffe mit Lotsen an Bord über die 6,3 km lange Wasserstraße, die den Besatzungen die Umrundung des Peloponnes erspart. An der Wasseroberfläche ist der nur 8 m tiefe Kanal 24,5 m breit. Die Felswände an seinem Rand steigen bis zu 76 m hoch auf. 7 km östlich

Epidauros/Epídavros

Der Name Epidauros steht für großartige Aufführungen antiker Tragödien im besterhaltenen Amphitheater Griechenlands. Den Besuch wert sind auch das Museum und die Ausgrabungen des Asklepios-Heiligtums, zu dem das Theater gehörte. Epidauros war ein Kurort, in dem Kranke Heilung suchten. Nach dem Vollzug kultischer Riten und des obligatorischen Opfers legten sie sich in einer besonderen Halle, dem Abaton, zum Schlaf nieder. Fast immer erschien ihnen im Traum der Heilgott Äskulap. Priester deuteten diesen Traum und leiteten daraus, in Verbindung mit Ärzten, die Therapie ab. Sogar Operationen wurden in Epidaurus vorgenommen.

Mykene/Mykínes, Mykénai

Die Mauern der 3500 Jahre alten Burg von Mykene auf einem niedrigen Hügel am Rand der fruchtbaren argolischen Ebene wirken noch immer trutzig und abweisend. Hier residierten zwischen 1600 und 1200 v. Chr. mächtige Könige wie Atreus, Agamemnon und Orestes, von denen Mythos und Dichtung nicht nur Vorteilhaftes zu berichten wissen. Der Name Mykene ist aber auch untrennbar mit Heinrich Schliemann verbunden, der 1876 aus den Königsgräbern von Mykene bedeutende Goldschätze mit einem Gewicht von 14 kg barg. Ein Teil seines Fundes, darunter die berühmte Totenmaske des Agamemnon, ist heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen.

Máni

Steile Küsten fast ohne Strände und Häfen sowie das unzugängliche, bis zu 2407 m hohe Taigéttos-Gebirge prägen die Máni, den mittleren der drei großen Finger des Peloponnes. Der Zugang war und ist nur auf zwei Wegen möglich, von Kalamáta und Gíthio her. Im Süden ist die Máni extrem trocken, im Norden grün, aber stark zerklüftet. Überall fallen in den Dörfern wehrhafte, bis zu 20 m hohe Türme auf; manche Dörfer scheinen nur aus ihnen zu bestehen. Diese trutzigen Familienburgen mit den Schießscharten in den bis zu 1,5 m dicken Mauern sind das sichtbarste Zeichen einer Geschichte, die geprägt ist vom unerbittlichen Widerstand gegen fremde Eroberer sowie von selbstzerstörerischen Blutfehden untereinander. Sie wurden manchmal sogar innerhalb eines Dorfs von Wohnturm zu Wohnturm ausgetragen - und das noch bis Mitte des 19. Jhs.

Kastoriá

Kalambáka/Metéora

Delphi

Náfpaktos

Nauplia (Náfplio)

Olympia


Auftakt

Was für ein Land!

Griechenland sprengt alle Klischees. Schöne Strände, antike Tempel, mittelalterliche Burgen und Klöster erwartet man. Die vielen Gebirge, wilden Schluchten, dichten Wälder, Höhlen, Flüsse und Seen überraschen die meisten Besucher. Pelikane und Adler gehören ebenso zur Fauna wie Wölfe und Bären, zur Kulturlandschaft zählen auch Moscheen und alte Industriearchitektur. Die Zahl stimmungsvoller kleiner Hotels wird immer größer, die regionale Küche gewinnt an Einfluss. Zum riesigen Wassersportangebot treten Outdoor-Aktivitäten wie Wintersport und Klettern, und zahllose Kulturfestivals füllen den Sommer.

Endlich Urlaub in Griechenland! Die einen freuen sich auf Sonne, Sirtáki und Strand, die anderen auf Theater, Tempel und Museen. Die Vorfreude ist berechtigt, denn das alles hat Griechenland zu bieten - und noch viel mehr.

Das Land, das Goethe mit der Seele suchte und für das Lord Byron sein Leben gab, ist eins der schönsten und abwechslungsreichsten Europas. Wer es durchquert, erlebt keine Stunde, in der nicht zumindest in der Ferne hohe Berge aufsteigen. Griechenland wird von endlos scheinenden Gebirgsketten durchzogen, von denen viele über 2000 m hoch sind. Ihre spärlich bewachsenen Hänge und Hochebenen sind wie vor Jahrtausenden das Reich der Hirten mit ihren Schafen und Ziegen.

Einige Berge sind eng mit der Mythologie verwoben. Auf dem Olymp (2917 m) hielten Zeus und die anderen elf olympischen Götter bei Nektar und Ambrosia ihre Ratsversammlungen ab; an den Hängen des Parnass (2458 m) tummelte sich der Wein- und Fruchtbarkeitsgott Dionysos mit seinem ausgelassenen Gefolge bei orgiastischen Vergnügungen. Heute laufen die Griechen in den Gebirgen im Winter Ski; im Sommer sind die Berglandschaften Ziel für Wanderer und Ruhe suchende Feriengäste.

Immer wieder durchbrochen wird die Bergwelt von grandiosen Schluchten oder kleinen und großen Ebenen, in denen Getreide und Mais, Baumwolle und Tabak wachsen. Vor allem im Norden sind die Flussmündungen wichtige europäische Vogelparadiese. Griechenlands Küsten sind über 15000 km lang, 4000 davon entfallen aufs Festland. Unzugängliche Steilküsten, manchmal durchsetzt mit nur von See her erreichbaren Strandbuchten, wechseln mit langen Sand- und Kiesstreifen ab, an denen sich buntes Badeleben entfaltet. Von den meisten dieser Strände aus sind aber wiederum die hohen Berge zu sehen, viele von Dezember bis in den Mai hinein schneebedeckt. Wasser und Land durchdringen sich in Hellas; man fühlt sich oft am Meer und im Gebirge zugleich. Ein Fünftel Griechenlands machen seine Inseln aus. Fast einhundert sind ständig bewohnt. Auf Kreta, der größten, lebt eine halbe Million Menschen, auf einigen der kleinsten sind es noch nicht einmal einhundert. Auch wer seinen Urlaub auf dem griechischen Festland geplant hat, kann einige Inseln besuchen. Nach Léfkas und Euböa führen Brücken, andere Inseln, wie Ägina, Póros und Hydra, sind bequem auf Tagestouren zu erreichen.

Die Griechen sind das älteste Kulturvolk Europas. Politiker, Dichter und Philosophen des antiken Griechenland haben die Grundlagen des europäischen Denkens geschaffen. Alle Epochen der über 5000-jährigen Geschichte Griechenlands haben im Land mehr oder minder deutliche Spuren hinterlassen. In den Ausgrabungsstätten stammen weit mehr Mauern und Säulen aus hellenistischer und römischer Zeit als aus dem klassischen Hellas. Oft sind sie auch mit frühchristlichen Monumenten überbaut; bereits der Apostel Paulus hatte ja die ersten christlichen Gemeinden auf europäischem Boden in Griechenland begründet. Byzantinische Kirchen und Klöster schließlich übertreffen die Zahl antiker Stätten bei Weitem. Nur von den Türken gibt es wenige architektonische Spuren, auch, weil die Griechen viele von ihnen nach der Befreiung wütend zerstörten. Dafür ist der 500-jährige Einfluss der Türken auf vielen anderen Gebieten nicht zu übersehen. Die griechische und die türkische Küche ähneln sich sehr. Typisch griechische Musik klingt nicht wie Sirtáki, sondern hört sich für unsere Ohren oft wie türkische Musik an. Die historischen Trachten erinnern an die Kleidung, die auch anderswo im Osmanischen Reich getragen wurde. Und selbst in die Sprache sind türkische Wörter eingegangen. Es gibt freilich nicht wenige Stimmen, die meinen, dass die Türken all das, was sich in beiden Kulturen ähnelt, von den Griechen übernommen hätten oder aber, dass es gemeinsame Wurzeln in Byzanz gebe.

Nur ungern sprechen die Griechen über eine andere Folge ihrer so bewegten Geschichte: die ethnischen Minderheiten, die in Hellas leben. Urlaubern fallen mit Sicherheit die vielen Roma auf. Sie fahren mit großen und kleinen Lastwagen durchs ganze Land, verkaufen Melonen und Eier, Teppiche, Haushaltswaren und Plastikstühle. Im Nordosten Griechenlands, insbesondere in Thrakien, leben noch viele sunnitische Moslems. Im Landkreis Xánthi sind es überwiegend Pomaken, deren Muttersprache Bulgarisch ist. Sie sind an ihrer ausgesprochen bunten Kleidung zu erkennen. Im übrigen Thrakien sind die Moslems vorwiegend Türken. Sie haben ihre eigenen Schulen, an denen Griechisch jedoch Pflichtfach ist. Seit dem Zusammenbruch der sozialistischen Staatenwelt Ende der 1980er-Jahre strömen Hunderttausende von Albanern ins Land. Weiteren Zuzug erhält Griechenland durch Griechen von der einst sowjetischen Schwarzmeerküste. Trotz all dieser Minderheiten fühlen sich die Griechen mehr denn je als ein Volk. Separatistische Bestrebungen wie in Spanien, Frankreich oder gar im ehemaligen Ostblock gibt es nicht.

Als Europäer fühlen sich die Griechen dabei nur ganz am Rand. Reisenden fallen die häufigen Schilder mit den 12 Sternen der Europaflagge auf. Sie geben bekannt, mit welcher Summe die Europäische Union ein Straßenbauprojekt oder eine Sanierungsmaßnahme, einen Hafenausbau oder eine neue Kanalisation bezuschusst. Die meisten Griechen aber gehen immer noch davon aus, dass ihr Land der sechste Kontinent ist - anders als der Rest der Welt. Sie schätzen es, dass Europa ihnen den Wegfall vieler Zölle brachte, Haushaltsgeräte und vor allem Autos billiger machte. Sie hassen aber die vielen Brüsseler Vorschriften, die ihren Gewohnheiten und ihrer Mentalität widersprechen. Die meisten Griechen möchten unbedingt ihre Eigenarten bewahren. Davon haben sie wahrlich genug. Die Urlauber plagen sich mit der griechischen Schrift ab. Sie bemerken selbst im Straßenbild, dass sie in einem orthodoxen Land reisen. Überall fällt auf, dass sich die griechische Folklore weit besser gegen angloamerikanische Einflüsse behaupten kann als das Brauchtum anderswo in Europa.

Die Griechen halten an ihrem Lebensrhythmus fest. Der Tag ist viergeteilt. Von morgens früh bis mittags wird gearbeitet. Dann folgt eine lange Siesta; Nachmittag nennt man die Zeit nach 17 Uhr. Der Abend beginnt mit dem Abendessen gegen 21 oder 22 Uhr; Nachtlokale machen meist erst gegen 23 Uhr auf und präsentieren beste Stimmung selten vor Mitternacht. Vorher geht auch kaum jemand schlafen. Auch die Lebensziele sind andere als in Mitteleuropa. Die Arbeit ist kein Selbstzweck, ein Wort für Beruf gibt es im Griechischen nicht. Man fragt „welche Arbeit machst du“, nicht „welchen Beruf hast du“. Die Arbeit dient dem Lebensunterhalt und dem Kauf von Statussymbolen, vor allem aber dem Erwerb von Immobilien. Die gewährleisten den Menschen die soziale Absicherung, die ein mangelhaftes staatliches Sozialversicherungssystem nicht zu geben vermag. Um diese Sicherheit zu erwerben, wandern Griechen schon seit Jahrhunderten von Inseln und Dörfern in die Städte ab oder emigrieren ins Ausland. Den Lebensabend jedoch wollen sie im Heimatdorf verbringen, und liegt es noch so weltabgeschieden in den Bergen.

Deswegen sieht man so viele Dörfer, die außerhalb der Hochsommermonate fast menschenleer scheinen, in denen aber prächtige Häuser stehen: vorausplanend gebaute Altersruhesitze. Gerade in solchen Dörfern erlebt man als Urlauber oft die schönsten Stunden. Abseits der Strände und Touristenzentren sind Fremde noch Gäste, die man neugierig betrachtet. Oft findet sich ein Einheimischer, der die Muttersprache der Gäste oder ein wenig Englisch beherrscht, ein Gespräch entwickelt sich. Dann zeigt sich auch die Gastfreundlichkeit der Griechen, die in den Touristenzentren nicht mehr so leicht zu finden ist.

Von den Highways des Massentourismus abzuweichen ist ohnehin der beste Tipp, den man Reisenden mit auf den Weg geben kann. Es gibt Kirchen und Klöster, Museen und archäologische Stätten, Landschaften und Dörfer, die man gesehen haben muss. Nicht minder reizvoll ist ein Besuch der unbekannteren Schönheiten, auf die in diesem Reiseführer auch hingewiesen wird. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Orten, die nichts Besonderes zu bieten haben - und die Ihnen dennoch besonders in Erinnerung bleiben werden, weil Sie sie selbst entdeckt haben.

Kreuz und quer durch Griechenland zu reisen ist kein Problem. Sprachprobleme lassen sich immer irgendwie lösen, und hilfsbereit sind die Griechen allemal: Wer nach dem Weg fragt, wird oft ein Stück weit begleitet. Unterkünfte gibt es fast überall, weil sich viele Griechen durch Zimmervermietung ein Zubrot verdienen. Eines allerdings ist in Griechenland schwierig: korrekte Antworten auf Fragen zu bekommen, die sich nicht auf den gegenwärtigen Aufenthaltsort selbst beziehen. Im Ort A kennt niemand den Busfahrplan von Ort B; 20 km abseits des Fährhafens weiß niemand, wann dort die Schiffe ankommen und abfahren. Griechen denken, gefördert durch Geografie und Geschichte, weiterhin kleinräumig. Schließlich sind viele Landschaften noch immer durch Berge von der Außenwelt getrennt, und schließlich zählt das Wohl der eigenen Gemeinde wie im alten Hellas noch immer mehr als das des Staates.

Dieses Staatswohl ist spätestens seit dem Frühjahr 2010 in größter Gefahr. Egoismus auf allen Ebenen, Korruption, ein aufgeblähter Beamtenapparat und veraltete Wirtschaftsstrukturen haben zusammen mit dem internationalen Spekulantentum das Land an den Rand des Staatsbankrotts gebracht. Internationale Finanzhilfen haben ihn vorerst verhindert, einschneidende soziale Maßnahmen wie Gehalts- und Rentenkürzungen und die Erhöhung von Verbrauchssteuern sollen die Staatsverschuldung dauerhaft senken. Das sorgt für heftige Proteste, Demonstrationen und Streiks, zumal vor allem die Einkommensschwachen unter den Einschnitten leiden. Hinzu kommen Jugend- und Studentenunruhen wegen eines maroden Bildungssystems und fehlender Berufsperspektiven. Griechenlands Bild im Ausland ist, auch wegen einseitiger Presseberichte, negativer geworden - mit Auswirkungen auch auf den Tourismus: Weniger Urlauber kommen. Das aber ist ein Fehler: Griechenland ist jetzt erst recht ein faszinierendes Reiseland; die ohnehin große Gastfreundschaft ist seit 2010 eher noch gewachsen.

3200-2000 v. Chr.

Kykladische Kultur auf den Ägäischen Inseln

2000-1450 v. Chr.

Minoische Kultur auf Kreta

1450-1150 v. Chr.

Mykenische Kultur. Ihr Zentrum ist der Peloponnes

1150-750 v. Chr.

Ionische, äolische und dorische Griechen dringen ein

750-490 v. Chr.

Entwicklung der Stadtstaaten, Gründung von Kolonien. Sparta, Korinth und dann Athen werden zu Machtzentren Griechenlands

492-79 v. Chr.

Perserkriege. Die Griechen bleiben siegreich, Athen wird zur stärksten Macht in der Ägäis

338-146 v. Chr.

Hellenismus. Philipp II. unterwirft ganz Griechenland, sein Sohn Alexander der Große gründet ein Weltreich

146 v. Chr. - 395 n. Chr.

Römische Zeit

395-1204

Oströmisch-byzantinische Zeit. Reichshauptstadt ist Konstantinopel

1204-1453

Fränkische Zeit. Griechenland zerfällt in mehrere kleine Reiche

1453

Die Türken erobern Konstantinopel, Griechenland wird Teil des Osmanischen Reichs

1821-29

Griechischer Freiheitskampf, Gründung des neugriechischen Staates

1881-1920

Nach mehreren Kriegen ist das griechische Festland befreit

1940-45

Besetzung durch deutsche, italienische und bulgarische Truppen

1967-74

Militärdiktatur in Griechenland

1981

EU-Beitritt Griechenlands

2004

Olympische Spiele in Athen

2010

Griechenland steht vor dem Staatsbankrott

Konzerte, Ballett- und Theateraufführungen

Zwischen Anfang Juni und Ende September lädt Athen renommierte Künstler aus aller Welt ins römische Herodes-Attikus-Theater unterhalb der Akrópolis ein (Programm und Karten: www.greekfestival.gr). Karten sind meist auch noch kurzfristig erhältlich beim Hellenic Festival Office (Mo-Fr 8.30-16, Sa 9-14.30 Uhr | Stóa Pesmazóglou | Odós El. Venizélos 39 | Tel. 2103221459) sowie an der Tages- und Abendkasse am Odeon des Herodes Attikus.


Einen Überblick über die gesamte neugriechische Literatur in deutschen Übersetzungen gibt die Website der griechischen Botschaft: www.griechische-botschaft.gr/kultur/gr_literatur/prosa

Äolische Erde

Klassiker der neugriechischen Literatur sind der Nobelpreisträger Odysséas Elítis, der Aléxis-Sorbas-Autor Níkos Kazantzákis und Ilías Venésis mit seinem Roman (1943) über den griechisch-türkischen Konflikt.

Die Kinderfrau

Der neueste Fall (2010) für Kommissar Kóstas Charítos von Griechenlands bekanntestem Autor der Gegenwart, dem Athener Pétros Márkaris.

Trilogie des Schweigens

In Kooperation mit dem ZDF entstanden 1984-88 drei Filme von Griechenlands renommiertestem Filmregisseur, Theo Angelopoulos. Poetische Filme über das Schweigen der Geschichte, über Liebe und Gott, auch durch die Musik von Eléni Karaíndrou beeindruckend.

Die Ewigkeit und ein Tag

Im 1998 mit der Goldenen Palme von Cannes ausgezeichneten Werk von Theo Angelopoulos spielt Bruno Ganz einen todkranken Dichter auf seiner letzten Reise.

Zimt und Koriander

Die griechisch-türkische Gemeinschaftsproduktion des Regisseurs Tássos Boulmétis, eine poetisch-humorvolle Darstellung des Lebens der Griechen in Istanbul in der Mitte des 20. Jhs., wurde bei den Hofer Filmtagen 2004 als einer der zehn besten europäischen Filme ausgezeichnet.

Der Löwe von Ioánnina und die Frauen

Ali Pascha wurde 1822 von Häschern des Sultans ermordet, weil er ihm zu mächtig und zu eigenständig geworden war. Er starb in den Armen einer Christin, seiner Frau Vassilikí. Diese Treue einer Rechtgläubigen zu einem Moslem rührt die Griechen noch heute - die Sterbeszene kann man auf Postkarten kaufen. Als Volkslied zu hören ist die schaurige Geschichte von einer der vielen Gräueltaten Ali Paschas. Sein Sohn hatte ein vom Vater missbilligtes Verhältnis mit einer gewissen Frau Froschini begonnen; Ali Pascha ließ darauf die Geliebte des Sohnes mitsamt 16 ihrer Freundinnen in einem See ertränken. Das Lied verspricht: „Tausende von Zuckerdosen werden wir in den See schütten, damit er süß ist und Frau Froschini daraus trinken kann.“

www.go2hellas.net/griechenland-blog

Sehr aktive Bloggerei zu aktuellen, Griechenland und die Griechen betreffenden Themen, nicht nur touristischer Art.

www.argolis.de

Zahlreiche exzellente Blog-Beiträge speziell zum Peloponnes, verfasst von einem ehemaligen Fernsehjournalisten. Dazu viele Fotos.

www.travelblog.org

Gute englischsprachige Blogs zum griechischen Festland.

www.in-greece.de

Sehr aktives Forum mit weit über 150000 Beiträgen zu allen Regionen Griechenlands.

www.youtube.com

Unschlagbares Angebot an Griechenlandbeiträgen. Als Suchbegriff nicht nur „Griechenland“ eingeben, sondern auch „Greece“ und die Namen von Städten und Regionen!

www.myspace.com

Zahllose Audio- und Videocasts zum Thema, auch auf Deutsch.


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Szene

Trend Guide Griechenland

Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist

Maria Mangeli

Die Griechin studiert u. a. neugriechische Philologie in München. Zum Ausspannen zieht es unseren Trend-Scout immer wieder zurück in ihr Heimatland. Rund um Athen wohnen Freunde und Familie. Mit ihnen zieht sie am liebsten durch die angesagten Kunstgalerien oder feiert ganz entspannt in den beliebtesten Beachbars. Ein Abend mit Livemusik rundet den Trip ab.

Moderne Kunst

Die Antike bekommt Konkurrenz. Zeitgenössische Künstler überraschen mit modernen Darstellungsformen. Eine Dauerausstellung im Athener Museum Of Contemporary Art zeigt z.B. die Video-Installationen von Nikos Navrídis. Sie thematisieren u. a. die Atmung: Luftballons dienen als Pendant der Haut, ziehen sich zusammen, dehnen sich mit der Luft und sind ebenso verletzbar wie der menschliche Körper (Vas. GeorgíouΒ' & Rigíllis 17-19 | www.emst.gr). Auch digitale Kunst ist mit dem jährlichen Athens Video Art Festival auf dem Vormarsch (Technópolis | Odós Pireós 100 | Athen | www.athensvideoartfestival.gr). Comiczeichner verstehen sich ebenso als Künstler. In den letzten Jahren haben sie sich immer weiter entwickelt und mit dem Gigantobooks-Verlag (www.gigantobooks.gr) einen Förderer gefunden. Im Relax Comic Shop überzeugen Sie sich von den abgefahrenen Werken (Solomoú 5a | Exárchia | Athen | www.relaxcomics.com).

Korrekt Schlafen

Ökologisch korrekt machen Sie in Biohotels Griechenlands Urlaub. Das Hotel Kriopigí Beach bietet weit mehr als eine Übernachtungsmöglichkeit: Guides klären über biologische Landwirtschaft auf, machen Führungen durch die hauseigenen Gewächshäuser und organisieren Touren zu Einheimischen, die sich die ursprüngliche Lebensweise der Chalkidikí bewahrt haben (Kriopigí | www.kriopigibeach.gr). Wer glaubt, Öko und Luxus lassen sich nicht miteinander verbinden, der wird im Palió Eleotrivío, einem großzügigen Landhaus, eines Besseren belehrt. Außen präsentiert es sich rustikal, innen edel (Ágios Lavréntios, Pílion | www.palioeleotrivio.gr). Für alle Olivenöl-Liebhaber hält das Haus Taleton eine Besonderheit bereit. Direkt unter der Lobby befindet sich die eigene Olivenöl-Zisterne aus der Mitte des 19. Jhs. (Xirokámbi | bei Sparta | www.taleton.gr).

Biblische Klettertour

Freeclimber machen sich auf den Weg ins Kloster. Auf über 300 verschiedenen Routen erklimmen Sportler die Metéora-Felsen bei Kalambáka auf denen eindrucksvolle Klöster stehen. Zum Basislager für Klettertouren hat sich Alsos House am Fuß der Felsen entwickelt (Odós Kanári 5 | Kalambáka | www.alsoshouse.gr). Die Guides des Kavi Clubs kennen die alten Mönchspfade und versuchen auf ihrer dreitägigen Erkundungstour, Kultur und Sport zu verbinden (www.kavi.gr). Im Ort Kastráki, der nahe an den Klettersteigen liegt, bietet der Campingplatz Vrahos alles, was das Klettererherz begehrt (www.campingkastraki.gr).

Parkour

Sie springen über Autos, Mauern sind für sie kein Hindernis und Häuserschluchten eine Herausforderung - Traceure verstehen die City als Sportplatz. Tásos Gkikoúdis und Ággelos Poulís sind die Vorreiter in Griechenland und Gründer des NSA Parkour Teams. Mittlerweile sind die Sportler so bekannt, dass sie für Werbekampagnen oder Streetlifefestivals gebucht werden (www.nsaparkour.com). Wer nicht nur zusehen will, sondern auch selbst die waghalsigen Stunts ausprobieren möchte, ist im Blue Gym richtig. Jeden Samstag zwischen 13 und 14 Uhr geben dort die Traceure des NSA Teams Trainingsstunden (Odós Chariláou Trikoúpi 2 | Peristéri). Noch mehr Infos gibt es unter www.parkour.gr.

Stilvoll

Außen alt, innen neu. Dieses Hotelkonzept geht auf. Historische Architektur paart sich im Kyrímai Hotel mit Design. In dem 1870 erbauten Wehrturm auf dem Peloponnes erleben Sie beim Bad im Outdoorpool Geschichte und Wellness zugleich (Geroliménas | Máni | www.kyrimai.gr). Romanisch byzantinische Architektur vereint sich im Imaret in Kavála. Die imposanten Gemäuer aus dem Jahr 1817 beherbergen 30 Zimmer (Th. Poulídou 30-32 | Kavála | www.imaret.gr). Relaxen und von den Göttern träumen ist im Cape Sounio angesagt, das vis-à-vis vom Poseidon-Tempel liegt. Alle Mini-Bungalows mit Privatgärten überblicken das attische Meer - und führen auch architektonisch auf eine Zeitreise in die griechische Antike (Attika | www.capesounio.com).

Sexy Design

Griechische Designer haben bei den modebegeisterten Griechen die Nase vorn. Mákis Tsélios entwirft nicht nur Alltagskollektionen, sondern auch Roben für den großen Auftritt. Sein Atelier können Sie besuchen und dem Meister über die Schulter schauen (Vas. Konstantínou 30 | beim Kallimármaron Stadion | Athen | www.makistselios.gr). Herren, die Gefallen an Tsélios Outfits finden, finden diese in der Boutique Makis Tsélios Homme (Xánthou 8 | Kolonáki). Weniger alltagstauglich sind die Entwürfe von Christóforos Koténtos (www.christoforoskotentos.com). Der Juror von Next Top Model in Griechenland verarbeitet für seine Kreationen am liebsten schillernde Stoffe. Weite Ausschnitte, enge Tops und Ultramini-Shorts machen seinen sexy Look aus. Noch mehr Design finden Sie bei Victória Kyriakídes (Patriárchou Ioakeím 14 | Kolonáki. 4. St., über Carouzos Sketch | www.victoriakyriakides.gr) und Lanvin (Irakleítou 9 | Kolonáki)

Beachbars

Chillen und feiern - griechische Beachbars verstehen sich auf beides gleichermaßen gut. Die Kyma Beach Bar lockt Besucher mit weißen Daybeds und jeden Freitag und Samstag mit DJ-Klängen (nach dem Flughafen Richtung Epanomí und nach Epanomí weist ein Schild den Weg, Palioúra | Epanomí | www.kymabeach.gr). In Móla Kalíva bietet der Kudu Club eine Kombi aus Restaurant und Beachclub (zwischen Foúrka & N. Skióni). Party on heißt es in der Goa Beach Bar südlich von Sárti (www.goa.gr) und in der Beach Bar Ánemos am Sáni Beach in Kassándra.

Musik

Alternativ und live - Liedermacher und Bands überzeugen die Indie-Szene mit politischen Texten. In den Bouáts, den Musikbars, erleben Sie die meist noch unbekannten Musiker. Hotspots der Szene sind das Apanemiá (Thólou 4 | Pláka | Athen) und Vátraxoi (Sólonos 103 | Exárchia | Athen).


Stichworte

Von den alten Göttern bis zur Gegenwart

Das moderne Griechenland bereitet ebenso viele Überraschungen wie die Antike und Byzanz

Antike Götter

Die meisten antiken Bauten, deren Überreste wir heute gern bestaunen, wurden zu Ehren von Göttern erbaut. Die Götter waren den alten Griechen allgegenwärtig. Sie residierten auf dem Olymp, dem höchsten Berg des Landes, mischten sich in Kriege und das Alltagsleben der Menschen ein, hatten Liebschaften mit Irdischen und legten großen Wert darauf, dass die Menschen sie gebührend ehrten. Sie waren in den Tempeln präsent, die für sie nicht nur in den Städten, sondern auch auf Bergen und auf hohen Kaps am Meer errichtet wurden. Die Römer übernahmen viele Götter der Griechen und gaben ihnen lateinische Namen. Da uns diese oft bekannter sind, stehen im Folgenden die lateinischen Götternamen in Klammern:

Byzanz

Byzanz ist in Griechenland präsenter als die Antike. Man besichtigt byzantinische Kirchen und Klöster, Wandmalereien und Ikonen, Burgruinen und Stadtmauern. Man hört von byzantinischen Traditionen, die in der Musik, der Volkskunst und im Denken der Menschen fortleben. In nahezu allen Gotteshäusern trifft man auf den byzantinischen Doppeladler, Symbol der weiter bestehenden Kirche und des untergegangenen Reichs. Byzanz wurde 1204 von den Venezianern und den Teilnehmern des vierten Kreuzzugs geplündert. Weite Teile des Festlands und der Inseln gerieten damals unter die Herrschaft fremder Herren. Byzanz selbst ging jedoch erst 1453 endgültig unter, als die Türken die Stadt eroberten und sie in Istanbul umbenannten. Die Griechen nennen sie weiter mit ihrem spätantiken Namen Konstantinoúpolis, Konstantinopel.

Fauna

Vor allem im Norden Griechenlands leben noch große Säugetiere wie Braunbären, Wölfe, Goldschakale, Wildschweine, Hirsche und Rehe. Im übrigen Griechenland sind sie schon lange ausgerottet. Neben der Verstädterung und verheerenden Waldbränden hat dazu vor allem die Jagdleidenschaft der Griechen beigetragen, die nur schwer in gesetzliche Bahnen zu lenken ist.

Flaggen

Neben der weiß-blauen Nationalflagge Griechenlands findet man vor Kirchen, aber auch vor Privathäusern häufig eine zweite Flagge. Auf gelbem Grund ist auf ihr der schwarze byzantinische Doppeladler dargestellt. Das ist die offizielle Fahne der griechischen Orthodoxie.

Flora

Im Frühjahr bedecken Blütenteppiche einen Großteil Griechenlands. Im Sommer und Herbst hingegen sind Felder und Wiesen braun und ausgedörrt, im Winter sprießt wieder das erste Grün. Griechenlands Flora ist nicht nur mediterran, sondern in den Bergen auch kontinental; über zehn Prozent aller hier wachsenden Pflanzen sind endemisch, kommen also nur in Griechenland vor.

Ikonen

Darstellungen von Heiligen und biblischen Ereignissen auf Tafelbildern nennt man in der orthodoxen Kirche Ikonen. Man findet sie in allen Gotteshäusern, aber auch in vielen Autos, Bussen, Geschäften, Restaurants und Wohnungen. Sie sind etwas ganz anderes als fromme Bilder in unseren Kirchen. Ikonen sind „Tore zum Himmel“. Sie bringen die Heiligen ins Haus, machen sie präsent. Deswegen genießen sie auch große Verehrung, werden geküsst, mit Edelmetall, Vorhängen, Edelsteinen, Ringen und Uhren geschmückt. Als „Konsulate des Himmels“ auf Erden werden Ikonen behandelt, als wären sie der Heilige selbst.

Kamáki

Allein reisende Frauen müssen in Griechenland nicht lange allein bleiben. Dafür sorgen die kamákia (wörtlich übersetzt: „Harpunen“). Schick gekleidet und mit einem Goldkettchen auf der halb entblößten Brust, vermögen sie in vielen Sprachen ein Gespräch zu beginnen. Man trifft sie vor allem in den Touristenzentren an; viele von ihnen sind im Hauptberuf Kellner oder Souvenirhändler. Zu ihrer Ehrenrettung sei gesagt, dass sie es nicht nur auf eine möglichst hohe „Trefferzahl“ anlegen: Aus so manchem kamáki ist der Ehemann einer Ausländerin geworden.

Kioske

Kioske, auf Griechisch in der Einzahl períptero genannt, stehen auf jedem Platz und in Städten an fast jeder Straßenkreuzung. Meist sind sie sieben Tage pro Woche von frühmorgens bis spätnachts geöffnet und bieten alles, was der Mensch eventuell dringend brauchen könnte: Zeitungen und Illustrierte, Portionsbeutel mit Instantkaffee, Zigaretten und Rasierapparate, Zahnbürsten und Kämme, einzelne Aspirintabletten, Kondome und noch vieles mehr.

Komboloi

Vor allem ältere griechische Männer tragen stets ein komboloi bei sich, ein Kettchen, dem Rosenkranz ähnlich. Es hat jedoch keinerlei religiöse Bedeutung, sondern dient einzig und allein dem Zeitvertreib. Wahrscheinlich haben es die Griechen in Abwandlung der islamischen Gebetskette übernommen.

Príka

Bis 1983 stand es im griechischen Gesetzbuch: Der Vater hatte seinen Töchtern eine Mitgift - die príka - zu verschaffen. Normalerweise gehörte dazu ein Haus, mindestens aber eine Wohnung. Dieses Gesetz ist abgeschafft worden, ein Haus oder ein Apartment als Mitgift der Braut sind aber immer noch üblich. Nur dass jetzt häufig neben dem Vater und den Brüdern auch die jungen Frauen selbst arbeiten, um das dafür notwendige Geld zu verdienen. Das Haus bleibt während der Ehe übrigens im Besitz der Frau und dient ihrer sozialen Absicherung. Der Bräutigam soll in die Ehe eine gute Ausbildung und einen einträglichen Beruf mitbringen, denn er ist verpflichtet, die Familie zu ernähren.

Religion

Außer in Thrakien, wo es eine starke islamische Minderheit gibt, bekennen sich fast alle Griechen zum griechisch-orthodoxen Christentum. Den Urlaubern fallen zunächst die Kirchen und die vielen kleinen Kapellen auf, die anders aussehen als bei uns. Viele sind überkuppelt, innen sind sie meist prunkvoll ausgestattet. Statuen, Beichtstühle und Weihwasserbecken fehlen im Gegensatz zu römisch-katholischen Kirchen.

Umweltschutz

Ein Umweltbewusstsein entsteht in Griechenland erst ganz langsam. Natur- und Umweltschutzorganisationen, darunter seit 1991 auch ein griechischer Ableger von Greenpeace, haben einen sehr schweren Stand. Eine ökologische Partei gibt es zwar, aber die griechischen Grünen sind mit keinem Abgeordneten im 300-köpfigen Parlament vertreten.


Feste und Events

Folklore, Festivals, Jahrmärkte

Irgendwo findet immer ein Kirchweihfest statt, und Kulturfestivals bereichern den Sommer

Für jeden Tag im Jahr gibt es einen Heiligen - und damit immer dort, wo ihm eine Kirche geweiht ist, auch ein Kirchweihfest. Diese panigíria sind häufig mit traditionellen Musik- und Tanzveranstaltungen verbunden, manchmal auch mit Prozessionen und kostenloser Verköstigung mit örtlichen Spezialitäten, Wein und Oúzo für alle. Im Sommer veranstalten viele Gemeinden Kulturfestivals mit Theateraufführungen, Folklore, Popkonzerten, Kunst- und Kunsthandwerksausstellungen. Wo die Archäologen es zulassen, werden in antiken Theatern antike Tragödien gezeigt. Urwüchsig sind die großen ländlichen Jahrmärkte, die mehrere Tage dauern. Da kann man dann sogar noch traditionelle Viehmärkte miterleben.

Rosenmontag, Ostern und Pfingsten werden oft ein bis fünf Wochen nach unseren Terminen gefeiert!

1. Januar

Neujahr

6. Januar

Epiphanias

7. März 2011, 27. Februar 2012

Rosenmontag

25. März

Nationalfeiertag

22. April 2011, 13. April 2012

Karfreitag

24./25. April 2011, 15./16. April 2012

Ostern

1. Mai

Tag der Arbeit

12./13. Juni 2011, 3./4. Juni 2012

Pfingsten

15. August

Mariä Entschlafung

28. Oktober

Nationalfeiertag

25./26. Dezember

Weihnachten

Letzte zwei Sonntage vor Rosenmontag

Traditioneller Karneval in Náoussa mit Masken aus Bienenwachs, Musik, Tanz und vielen altertümlichen Bräuchen.

Faschingssonntag

Karnevalsumzug brasilianischer Art in Patras mit über 16000 kostümierten Teilnehmern.

Rosenmontag

In ganz Griechenland fährt man mittags in die Berge oder ans Meer, lässt Drachen steigen und picknickt ausgiebig, oft mit Livemusik und Tanz. Besonders eindrucksvoll: das Drachensteigen am Philopáppos-Hügel in Athen.

Karfreitag

Abends gegen 21 Uhr Prozessionen in allen Städten und Dörfern.

Ostersamstag

Gegen 23 Uhr Beginn des feierlichen Ostergottesdienstes, nach Mitternacht meist großes Feuerwerk.

Ostersonntag

Überall in den Vorgärten werden Lämmer am Spieß gegrillt.

Juni-September

Athener Festival mit zahlreichen Konzerten, Ballett- und Theateraufführungen im römischen Herodes-Attikus-Theater.

25./26. Juni

Großes Kirchweihfest im Eichenwald bei Arnéa mit Folklore und Jahrmarkt.

Ende Juni-Ende August

Kassándra-Festival mit etwa 20 Veranstaltungen im modernen Freilichttheater beim Dorf Síviri auf Kassándra.

Anfang August

River Party, größtes Open-Air-Festival Griechenlands in Nestório bei Kastoriá.

Erstes August-Wochenende

Sardinenfest am Hafen von Préveza. Wein kostenlos, Sardinen superpreiswert, dazu viel Musik.

Mitte August

Große Kirchweihfeste am 14./15. August in vielen Städten und Dörfern. Einwöchiger Jahr- und Viehmarkt im Park von Paléo Episkopí bei Trípoli.

1.-3. September

Kirchweihfest mit großem Jahrmarkt beim Dorf Ágios Mámas auf der Halbinsel Chalkidikí.


Essen und Trinken

Tafeln wie die Griechen

Tavernen gibt es wie Sand am Meer. Wählen Sie zwischen Dorfatmosphäre und moderner Romantik

Souvláki-Spießchen, Moussaká, Gýros und Bauernsalat bekommen Sie auch beim Griechen zu Hause. Die echte griechische Küche hat jedoch viel mehr und ganz anderes zu bieten, das zu kosten sich lohnt.

In den meisten Restaurants und Tavernen gibt es mehrsprachige, gedruckte Speisekarten. Die tagesaktuellen Angebote sind darauf jedoch überhaupt nicht oder nur handschriftlich auf Griechisch vermerkt. Also macht man es lieber wie die Griechen, geht in die Küche und schaut in die Töpfe oder in Warmhaltetresen und Kühlschrank, um zu sehen, was es wirklich gibt. Bestellen Sie beim Kellner aber nicht gleich ein ganzes Menü. Was das ist, wissen die wenigsten und servieren oft alles gleichzeitig. Ordern Sie besser schrittweise.

Noch besser nimmt man sich auch in dieser Hinsicht ein Beispiel an den Einheimischen. Die lieben es, möglichst viele Teller mit verschiedenen Gerichten gleichzeitig auf dem Tisch zu haben. Sie gehen allerdings abends auch selten allein zum Essen aus. Für sie ist die fröhliche Tischgemeinschaft, die paréa, ebenso wichtig wie der kulinarische Genuss.

In einer paréa bestellt man viele verschiedene Speisen. Sie werden in die Mitte gestellt, und jeder nimmt sich, was und wie viel er mag. Meist werden auch Fleisch und Fisch auf großen Platten serviert. Üblicherweise bestellt man viel mehr, als man essen kann. Alles restlos zu verputzen gilt als Blamage, zeigt es doch, dass man offenbar nicht genug geordert hat. Beim Bezahlen übernimmt meist einer die Rechnung für alle.

In allen Restaurants und Tavernen zahlt man 40 Cent bis 3 Euro für das Couvert, also für Besteck, Servietten und Brot. Darauf zu verzichten ist unmöglich. Trinkgeld hingegen sollten Sie nur geben, wenn Sie zufrieden waren: Griechen geben entweder gar nichts oder eine Summe, mit der sie sich nicht blamieren.

Nahezu alle Restaurants und Tavernen sind ohne Ruhetag von mittags bis Mitternacht durchgehend geöffnet. Für den kleinen Hunger oder für Tage, an denen man sparsam sein will, bilden zudem die psistariá genannten Imbissstuben und die vielen Bäckereien, die mit Käse, Würstchen, Spinat und anderem gefüllte Blätterteigtaschen anbieten, eine gute Alternative.

Liebhaber süßer Leckereien sind im zacharoplastío, der griechischen Konditorei, am richtigen Platz. Neben Cremetörtchen und Sandkuchen gibt es hier überwiegend orientalische Spezialitäten mit Nüssen und mit Honig, wie zum Beispiel baklavá und kataífi.

Griechisches Nationalgetränk ist Wasser. In abgelegenen Regionen bekommt man es sogar häufig zu Bier und Eis serviert. Offenen Wein bekommen Sie in fast allen Lokalen. Die Auswahl an guten Flaschenweinen ist groß. Eine Besonderheit ist der mit dem Harz der Aleppokiefer versetzte Weißwein retsína.

Unter den einheimischen Spirituosen ist der Anisschnaps Oúzo am verbreitetsten. Nach dem Essen mundet auch der Weinbrand Metaxá; den gibt es in vier Qualitätsstufen, mit drei, fünf, sieben und zwölf Sternen.

Kaffee trinken die Griechen den ganzen Tag über. Man hat die Wahl zwischen einem Mokka, kafés ellinikós, heißem Instantkaffee, generell ness sestó genannt, und kaltem, schaumig geschlagenem und mit Eiswürfeln serviertem Instantkaffee, frappé. Den gewünschten Süßegrad muss man beim Bestellen gleich mit angeben: skétto, ohne Zucker; métrio, mit etwas Zucker; glikó, süß. Mokka trinkt man ohne Milch, bei anderen Kaffees hat man die Wahl zwischen mä gála, mit Milch, und chorís gála, ohne Milch.

Regionale Unterschiede in der Küche werden Fremde kaum bemerken. Am ehesten fällt auf, dass im Norden neben dem klassischen griechischen Salat aus Tomaten, Gurken, Oliven und Zwiebeln häufig auch saláta pikantík gegessen wird, ein leicht saurer, gut gewürzter Krautsalat. Außerdem gehören im Norden piperjés, sehr scharfe, grüne gebratene Paprikaschoten, zu den beliebtesten Vorspeisen.

Als Paradies für Fischesser gilt die Chalkidikí, frische Miesmuscheln gibt es zum Beispiel zu Füßen des Olymp und in Itéa bei Delphi. Den in Salzlake eingelegten Fétakäse aus Schafs- und Ziegenmilch gibt es überall. Köstlich sind auch der metsovóne, ein geräucherter Kuh-Rohmilchkäse aus Métsovo im Epirus, und der nordgriechische manoúri aus Schafskäsemolke und Sahne.

arnáki fassolákia

geschmortes Lammfleisch mit grünen Bohnen

arsinósalata

Seeigelsalat

briám, briamé

Ratatouille mit viel Auberginen

chtapódi ksidáto

in Essig und Öl eingelegter Krakensalat

fáva

Püree aus gelben Erbsen, dazu Olivenöl, Zwiebeln und Zitronensaft

jourvalákia

Klopse aus Rinderhack

jouvétsi

überbackene, Reis ähnlich sehende Nudeln mit Rindfleisch

kakaviá

Fischsuppe. Der Fisch wird auf einem separaten Teller serviert

karidópitta

Walnusskuchen

kléftiko

mit Kartoffeln im Backofen gegartes Lamm- oder Ziegenfleisch

láchanodolmádes

mit Reis und Schweinehack gefüllte Kohlblätter

loukanikó

gebratene, meist sehr fette Wurst

loukanikópitta

Würstchen im Schlafrock

manitária

Pilze

márides

knusprig ausgebackene Sardellen, die man mit Haut und Gräten, Kopf und Schwanz verzehrt

milópitta

Apfelkuchen

papoútsi

gefüllte Aubergine

patsá

deftige Kuttelsuppe, in der auch Schweins- und Lammfüßchen mitgekocht werden können

pikilía

Teller mit verschiedenen kalten Vorspeisen

revithókeftedes

Reibekuchen aus Kichererbsenmehl

rewáni

Grießkuchen

sikóti

gebratene Leber

skordaljá

Knoblauchsauce zu Fisch oder Schweinefleisch, auf der Basis von püriertem Weißbrot

spanakópitta

mit Spinat gefüllte Strudelteigtaschen

spetsofaí

Rauchwürste, in ölreicher Tomatensauce mit viel grünen Paprika gekocht

stifádo

Rinds- oder Kaninchengulasch mit Zwiebelgemüse


Einkaufen

Von der Antike inspiriert

Viele der anspruchsvolleren Souvenirs nehmen antike Themen auf, aber auch Modernes ist zu finden

Industrielle Massenproduktion beherrscht auch in Hellas die Läden in den Urlaubszentren. Kunst und Kunsthandwerk findet man vor allem in den Städten und Dörfern des Binnenlands.

Die Ladenöffnungszeiten sind von Region zu Region unterschiedlich. Reine Souvenirgeschäfte haben meist täglich 9-22 Uhr, Supermärkte Mo-Sa 8-20 Uhr geöffnet. Andere Geschäfte sind meist Mo-Sa 9-14 Uhr und zumindest Di, Do, Fr, Sa auch ca. 17-20 Uhr offen.

Antiquitäten

Für Antiquitäten und Trödel sind die Athener Stadtviertel Psirrí, Kolonáki und Monastiráki sowie die Odós Tossítsa in Thessaloníki die besten Adressen. Das größte Antiquitätengeschäft auf dem Peloponnes befindet sich in Gíthio.

Keramik

Von einfacher Gebrauchskeramik bis zu kunstvollen Skulpturen reicht das Angebot griechischer Keramikwerkstätten. Ein ausgesprochenes Töpfereizentrum gibt es nicht, besonders groß ist die Auswahl in der Athener Pláka.

Kulinaria

Jede griechische Region ist stolz auf ihre kulinarischen Besonderheiten und ihre Weine. Deutlich feststellbar ist ein Trend zu Ökoprodukten. Die besten Speiseoliven wachsen bei Kalamáta auf dem Peloponnes, das beste Öl kommt aus Messenien auf dem Peloponnes. Für in Sirup eingelegte Früchte ist vor allem der Pílion bekannt, aus Attika bringt man den geharzten Weißwein retsína mit. Das Dorado der Käseliebhaber ist Métsovo im Epirus, griechischer Safran stammt aus Kozáni in West-Makedonien. Oúzo, der Tresterschnaps tsípouro, Brandys und Liköre werden in kleinen Destillerien überall im Land produziert. Aus Patras stammt ein köstlicher Zimtlikör.

Leder & Pelze

Griechische Lederwaren kauft man am besten in Athen und Thessaloníki. Große, traditionsreiche Zentren des griechischen Kürschnerhandwerks sind Kastoriá und Siatítsa in West-Makedonien.

Museumskopien

Authentische Museumsreplikate vom Ohrring bis zur Ikone oder Statue kauft man am besten in den Museumsläden der großen Museen in Athen und Thessaloníki. Kopien bemalter antiker Vasen erhält man auf Wunsch sogar nach eigener Vorlage in privaten Ateliers in Archéa Kórinthos. Eine große Auswahl nicht offizieller Museumskopien ist an den Hauptstraßen von Olympia und Delphi zu finden. Neue Ikonen werden in Kalambáka an den Metéora-Klöstern und in Ouranópoli auf der Áthos-Halbinsel in besonders großer Zahl angeboten.

Schmuck

Ein Zentrum griechischer Silberschmiede, die insbesondere Filigranarbeiten herstellen, ist Ioánnina im Epirus. Künstlerischen und antiken Schmuck kauft man in Nauplia auf dem Peloponnes gut ein. International renommierte griechische Goldschmiede und Juweliere konzentrieren sich in Athen im Kolonáki-Viertel.

Schuhe

Schuhe sind ein wichtiger Exportartikel Griechenlands. Die aktuelle Schuhmode griechischer Designer wird besonders an der Odós Ermoú in Athen angeboten.

Seide

Naturseide wird noch in Soúfli in West-Thrakien produziert und dort auch in Geschäften und Webereien verkauft. Top-Qualitäten darf man nicht erwarten.

Volkskunst

Web- und Stickarbeiten sowie Schnitzereien aus Olivenholz sind die bedeutendsten Volkskunstartikel. Sie werden inzwischen jedoch oft von Billigimporten verdrängt. Ein gutes Mitbringsel sind komboloía, die Perlenketten, die griechische Männer so gern durch die Finger gleiten lassen. Es gibt sie ganz billig an jedem Kiosk oder in Edelvarianten insbesondere in Nauplia auf dem Peloponnes.


Athen & Attika

Die Perle der Antike ist moderner denn je

Eine Stadt voller Altertümer und Museen, Tavernen und Szenetreffs

Die griechische Hauptstadt, in deren Großraum fast die Hälfte aller Griechen lebt, hat sich in den letzten Jahren herausgeputzt.

Kein anderer Ort in Griechenland hat vergleichbare Museen und Altertümer zu bieten, kaum irgendwo in Hellas sind Antike und Gegenwart so miteinander verzahnt wie hier. Hier wurden das europäische Theater und die Demokratie geboren, hier entstanden mit den Tempeln der Akrópolis Meisterwerke der Architektur. Auch das kulturelle Leben der Gegenwart, die Märkte und Tavernen, Einkaufsstraßen und Häfen sind attraktiv.

Athen richtig schätzen wird freilich erst, wer es mit den Griechen hält und die Möglichkeit nutzt, von hier aus in die nahen Berge, an die Küsten Attikas oder auf die Inseln im Saronischen Golf zu fahren. Die Stadt ist ein idealer Standort für eine Vielzahl interessanter Ausflüge per Auto, Schiff und Linienbus. Ausführlich informiert der MARCO POLO Band „Athen“.


Das weiße Häusermeer des hauptstädtischen Ballungsraums breitet sich in einer großen Ebene zwischen Bergketten aus, die bis über 1400 m hoch sind und die griechische Metropole wie ein Amphitheater umschließen.


24-Stunden-Tickets für alle öffentlichen Verkehrsmittel in Athen und Piräus kosten 3 Euro, für 7 Tage 10 Euro. Sie sind an allen Metrostationen erhältlich, berechtigen allerdings nicht zur Fahrt vom und zum Flughafen. www.ametro.gr


Makedonien & Thrakien

Traumstrände und ein Hauch von Orient

Hier überrascht Griechenland mit ungewöhnlichen Bildern, stillen Seen und Ursprünglichkeit

Zwischen dem Olymp an der Südgrenze Makedoniens (neugriechisch: Makedonía) und der Évros-Mündung an der Grenze Thrakiens mit der Türkei liegen 450 Straßenkilometer. Zwischen Thessaloníki, dem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum Nordgriechenlands, und den Dörfern Thrakiens liegen Welten.

In weiten Teilen von Thrakien (neugriechisch: Thráki) leben überwiegend bulgarisch- und türkischstämmige Moslems. Sie unterscheiden sich vor allem in den ländlichen Gebieten noch immer durch ihre Kleidung von den christlichen Griechen.

Ausländische Urlauber sind in Thrakien ein seltener Anblick. Auch in den bis über 1800 m hohen Rhodopen, die Thrakien und Ostmakedonien gegen Bulgarien abschirmen, sind Fremde kaum anzutreffen. Sie tummeln sich vor allem auf der Halbinsel Chalkidikí mit ihren traumhaft schönen Stränden und in den Badeorten unterhalb des Olymp. Besichtigungsziele sind die Zentren des antiken Makedonien, Pélla und Vérgina. Philíppi und Thessaloníki, beide Wirkungsstätten des Apostels Paulus, sind vor allem durch ihre christlichen Monumente attraktiv.

Mit dem Néstos-Delta, dem Flusslauf des Évros und dem Olymp finden auch Naturliebhaber attraktive Ziele. Die Ebenen an den Flussläufen Makedoniens und Thrakiens werden intensiv genutzt. Hier werden Mais und Baumwolle, Reis und Getreide angebaut. Thrakien ist ansonsten das bedeutendste Tabakanbaugebiet des Landes. Bergbau wird auf der Halbinsel Chalkidikí betrieben, die auch für ihren Honig bekannt ist und von der die meisten griechischen Weihnachtsbäume stammen.

Makedonien und Thrakien sind für viele ungewöhnliche Urlaubserlebnisse gut. Kajakfahrer können Boote mieten und die Néstos-Schlucht bezwingen, Marathonschwimmer an Rennen zwischen den chalkidischen Halbinseln Kassándra und Sithonía teilnehmen. Die Binnenseen sind Vogelparadiese. Heiße Thermen und Schlammbäder laden zu Kuren ein. Männer, die in sich gehen und eine völlig andere Welt kennenlernen wollen, bemühen sich um ein Visum für die Mönchsrepublik Áthos.


Kastoriá (14800 Ew.) ist das Zentrum des griechischen Pelzhandels und der Kürschnerei, seine Kürschner und Händler sind weltweit tätig.


Kavála (58700 Ew.), ein Zentrum der Tabakindustrie, aber auch der Fischerei, dehnt sich fotogen weit am Ufer mehrerer Buchten und über viele Hänge hinweg aus.


Auf den ersten Blick ist Thessaloníki (364000 Ew.), 1997 Kulturhauptstadt Europas, eine laute, moderne Großstadt mit einzelnen Bauten aus zwei Jahrtausenden.


In Xánthi (45100 Ew.) kommt sich der Griechenlandurlauber plötzlich wie in eine andere Welt versetzt vor - und das ganz besonders am Markttag, dem Samstag.


Die Tickets für die Stadtbusse kosten in Thessaloníki 60 Cent, wenn man sie im Bus, aber nur 50 Cent, wenn man sie vorher am Kiosk kauft. 24 Stunden lang gültige Tagestickets bekommt man im Bus für 2 Euro.


Epirus

Wilde Schluchten, unverfälschte Dörfer

Im Nationalpark können Sie noch wild lebenden Braunbären begegnen

Der Epirus (neugriechisch: Ipiros) ist eine Gebirgslandschaft im Nordwesten Griechenlands voller Naturschönheiten und ursprünglich gebliebener Dörfer. Nur an den Küsten des Ionischen Meeres und des flachen Ambrakischen Golfs durchbrechen die breiten Schwemmlandschaften von Flüssen, die ganzjährig Wasser führen, die schier unendlich scheinenden Reihen von Bergketten, die die Region prägen. Viele Gipfel sind bis weit im Frühjahr schneebedeckt.

Im Landesinneren gibt es nur eine größere Ebene. An deren Rand liegt die epirotische Hauptstadt Ioánnina mit ihrer schönen, ein wenig orientalisch anmutenden Altstadt. In deren Gassen arbeiten noch Silberschmiede, stattliche Wohnhäuser zeugen vom einstigen Wohlstand der Kaufleute. Christliche und islamische Elemente verschmelzen miteinander.

Am allerschönsten ist der Epirus in der Zagóri, einer Landschaft zwischen Ioánnina und den Hauptstraßen nach Kónitsa und Métsovo. Hier kreisen noch Adler am Himmel, streifen Braunbären durch die Wälder. Abends schwirren Hunderte von Glühwürmchen durch die Luft; Autofahrer müssen bremsen, weil große Landschildkröten auf die andere Straßenseite wechseln. Wilde Schluchten, allen voran die Víkos-Schlucht, können durchwandert werden, Trekkingrouten führen durch den Víkos-Aoós-Nationalpark und in die höchsten Regionen des Píndos-Gebirges.

Die 45 Dörfer der Zagóri, 650 bis 1350 m hoch gelegen, haben ihr historisches Aussehen reiner bewahrt als die meisten anderen Orte Griechenlands. Ihre unverputzten Häuser und Kirchen aus Naturstein künden von vergangenem Wohlstand. Esel ziehen über das jahrhundertealte Pflaster autofreier Gassen, eine Vielzahl kunstvoller Brücken aus türkischer Zeit überspannt Bäche und Flüsse. Zwar stehen heute in den meisten Dörfern viele Häuser den größten Teil des Jahres über leer, aber dennoch verfallen nur wenige, weil die Zagorianer in den Ferien in ihre Heimat zurückkehren. In nahezu allen Dörfern sind außerdem in einigen dieser Häuser Pensionen eingerichtet worden. Da ist dann oft auch die Möblierung noch traditionell, das Wohnen besonders stimmungsvoll.

Viel daheim waren die Männer der Zagóri auch früher nicht. Wegen der schwierigen Bodenverhältnisse suchten sie schon seit dem 12. Jh. ihr Glück im Ausland. Sie emigrierten nach Mitteleuropa, Ägypten und Konstantinopel, Kleinasien und Moldawien, wurden Gelehrte, Ärzte, Politiker und Kaufleute. Kehrten sie zu ihren Familien zurück, errichteten sie Kirchen und vergrößerten ihre Häuser oder bauten neue. Ihr Einfluss in den Großstädten und die Weltabgeschiedenheit ihrer Dörfer sicherten den Zagorianern auch während der langen Türkenherrschaft Privilegien, die den Wohlstand bewahrten.

Nicht nur in der Zagóri, sondern auch in vielen anderen Gebirgsregionen des Epirus lag viel Weideland brach. Das lockte nomadisierende Stämme an. Da waren zum einen die von den Griechen Vlachen genannten Aramáni, die eine romanische Sprache sprachen. Einige von ihnen besaßen im Píndos Sommerdörfer, andere lebten in Zelten und pachteten Weideland. Viele ließen sich bereits im 18. Jh. als Weber und Silberschmiede in der Gegend von Ioánnina nieder, andere wurden erst in den letzten Jahren sesshaft. Im Sommer ziehen aber noch immer vlachische Hirten mit ihren Herden ins Gebirge.

Eine zweite Volksgruppe, die noch bis zum Zweiten Weltkrieg nomadisierend unterwegs war, waren die Griechisch sprechenden Sarakatsáni. Beide Volksgruppen sind heute für Fremde nicht mehr von den übrigen Griechen zu unterscheiden, doch leben ihre Folklore und ihr Kunsthandwerk in den volkskundlichen Museen fort.

Zwei Blütezeiten erlebte der Epirus in den kurzen Perioden seiner Unabhängigkeit. Zwischen 1204 und 1337 regierten byzantinische Fürsten die Region von Árta aus. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Kirchen und Klöster. 1788 schwang sich dann der albanische Abenteurer Ali Pascha zum weitgehend vom Sultan unabhängigen Herrn über Epirus auf und erweiterte bis 1822 seinen Machtbereich bis auf den Peloponnes. Er hinterließ vor allem blutrünstige Legenden.

Wilde Schluchten, grandiose Berge, ursprüngliche Dörfer und Relikte aus der Geschichte sind aber nicht alles, was Urlauber im Epirus finden. Zwischen Párga und Préveza erstrecken sich auch lange Sand- und Kiesstrände.


Die Kleinstadt (19500 Ew.) an der viel befahrenen Hauptstraße von Ioánnina nach Athen wird auf drei Seiten vom ganzjährig Wasser führenden Fluss Árachthos umflossen.


Die Hauptstadt (62000 Ew.) von Epirus liegt schön am Ufer eines großen Sees am Rand einer 500 m hoch gelegenen, von Bergen eingerahmten Ebene.


Párga ist das schönstgelegene Städtchen (2200 Ew.) an der griechischen Westküste. Ganz in das Grün von Olivenhainen und Zitrusplantagen eingebettet, gruppieren sich die Häuser der Stadt amphitheatralisch um eine Bucht, in der mehrere winzige, baumbestandene Inselchen dicht vor der Küste liegen.


Ein lohnenswerter Tagesausflug mit eigenem PKW von Igoumenítsa zur Insel Korfu wird preiswerter, wenn man für den Hinweg Lefkími im Inselsüden als Zielhafen statt Korfu-Stadt wählt. Die Ersparnis beträgt für PKW und 2 Personen mindestens 14 Euro.


Thessalien

Von den Metéora-Klöstern zum Pílion

Auch die Kornkammer Griechenlands hat Einzigartiges vorzuzeigen

Thessalien (neugriechisch: Thessalía) ist für die meisten Urlauber nur ein Durchreiseland. Die Nationalstraße von Thessaloníki nach Athen durchschneidet Thessalien ebenso wie die wichtigste Eisenbahnlinie des Landes.

Längere Aufenthalte planen Reisende bestenfalls für die Halbinsel Magnísia mit Vólos und dem Pílion-Gebirge, denn nur dort besitzt Thessalien gute Strände. Ein Ausflugsziel ersten Ranges sind die Metéora-Klöster - mehr muss man nach gängiger Meinung von Thessalien nicht sehen.

Thessalien ist die ebenste der neun Regionen Griechenlands. Auf allen vier Seiten eingeschlossen von hohen Gebirgen, darunter Olymp, Pílion und Píndos, erstrecken sich zwei weite Ebenen mit den Städten Tríkala und Lárissa als Zentren. Thessalien gilt als Kornkammer Griechenlands. Neben Getreide werden Baumwolle, Mais und Zuckerrüben angebaut. Der einzige unmittelbare Zugang aus den Ebenen zum Meer führt durch das grüne Témbi-Tal, das in der griechischen Mythologie eine Rolle spielt. In den Wassern des Piniós, der das Tal durchfließt, reinigte sich Gott Apoll von der Schuld, die er durch die Tötung des delfischen Python auf sich geladen hatte. Der Python bewachte das Heiligtum der Gaia in Delphi, das Apoll durch diesen Mord in seine Gewalt brachte.


Die Metéora-Felsen sind ein Höhepunkt jeder Griechenlandreise. Eine weltweit einzigartige Landschaft verbindet sich hier mit mittelalterlichen Klöstern voller großartiger Kunstschätze.


1954/55 wurde die Hafenstadt (82500 Ew.) Opfer schwerer Erdbeben - sie besitzt so gut wie keine älteren Bauten mehr.


Wohnmobile können auf dem Gelände der Pension Arsénis House kostenlos parken und auch Strom beziehen. Wirt Kóstas erwartet nur, dass man gelegentlich in der Taverne der Pension speist.


Mittelgriechenland

Vom Ionischen Meer zur Ägäis

Das delphische Orakel, schöne Badeorte und Inseln auch für Autofahrer

Mittelgriechenland (griechisch: Stérea Elláda) bildet zusammen mit dem Peloponnes das griechische Kernland, auch in historischer Hinsicht. Es reicht von Attika mit Athen als Zentrum und der Insel Euböa über Böotien mit dem berühmten Theben bis hin in die Phokis mit Delphi, dem großen panhellenischen Heiligtum.

Nur im äußersten Westen und Nordwesten werden drei Landschaften zu Mittelgriechenland gezählt, die in der Antike keine große Rolle spielen. Ätolien und Akarnanien waren von Griechen bewohnt, die einen sonst nur schwer verständlichen Dialekt sprachen und sich zudem mit den Illyrern vermischt hatten. Erst seit dem 5. Jh. v. Chr. kamen auch sie in den Einflussbereich der griechischen Hochkultur. Evritanien schließlich war die ganze Antike hindurch ein kaum zugängliches Bergland, das vor allem Hirten bewohnten. Auch heute noch ist Evritanía der am schlechtesten erschlossene Regierungsbezirk Griechenlands. Die Straßen sind unzulänglich, Bahn- und Flugverbindungen fehlen. Zwischen Delphi und Attika aber ist Mittelgriechenland zusammen mit dem Peloponnes das Gebiet schlechthin für die klassische Bildungsreise.

Die Landschaft Mittelgriechenlands ist geprägt vom ständigen Wechsel. Die meisten Küsten säumen nicht das offene Meer, sondern liegen hohen Bergen gegenüber. Je nach Sicht liegen diese zum Greifen nah oder weit entfernt im Dunst, vom Betrachter getrennt durch den Korinthischen, den Saronischen oder den Euböischen Golf. Im Westen, am Ionischen Meer, sind dem Festland einige bewohnte und eine Menge unbewohnter Inseln vorgelagert. Im Südwesten prägen Lagunen die Küstenlandschaft, sonst überwiegt Steilküste. Strände gibt es vor allem rings um Attika und am Euböischen Golf, doch liegen sie entweder zu nah an Athen oder sind zu unansehnlich, um ausländische Touristen in großer Zahl anlocken zu können.

Der überwiegende Teil Mittelgriechenlands ist gebirgig. Die höchsten Gipfel steigen über 2500 m hoch an. In den Ebenen im Westen sowie bei Lamía und Livadiá wird Baumwolle angebaut, bei Lamía auch Reis. In den Hügelländern Akarnaniens wächst Tabak. Die Ebene von Amfíssa bei Delphi gleicht schon seit der Antike einem großen See aus Hunderttausenden silbrig schimmernden Olivenbäumen.


Delphi liegt in etwa 600 m Höhe am Südwesthang des 2459 m hohen Parnass-Gebirges. Vom heutigen Dorf, das zu einem Großteil aus Hotels besteht, geht der Blick hinunter auf die einst heilige Ebene mit unzähligen Olivenbäumen.


Náfpaktos (13000 Ew.), von den Venezianern einst Lepanto genannt, ist eine der besonders schönen Küstenstädte des griechischen Festlands.


Die Fährüberfahrt zwischen Antírrio und Río über den Golf von Korinth ist nur etwa halb so teuer wie die Mautgebühr für die Brücke. Weiterer Vorteil: Von der Fähre aus kann man die bildschöne Brücke auch gut fotografieren!


Peloponnes

Auf Schritt und Tritt Antikes

Nach den Besichtigungen können Sie sich an einem der schönen Strände entspannen

Der etwa 21500 km² große Peloponnes hängt nur mit einem 5600 m breiten, völlig flachen Isthmus am griechischen Festland. Der Mensch hat ihn Ende des 19. Jhs. gar zur Insel gemacht: durch den Bau des Kanals von Korinth. Aber schon in der Antike empfand man den Peloponnes als Insel - sein Name bedeutet „Insel des Pelops“.

Der Peloponnes ist das Reiseziel schlechthin für eine Studienfahrt auf den Spuren der Antike. Archäologische Stätten von Rang liegen dicht beieinander. In mykenischer Zeit standen hier die Burgen und Paläste sagenhafter Könige aus homerischen Epen, wie Agamemnon und Nestor; in der klassischen Antike waren Korinth und Sparta so bedeutend wie Athen.

Die Zahl der mittelalterlichen Burgen ist größer als irgendwo anders im Land, byzantinische Kirchen mit kostbaren Wandmalereien findet man nicht nur in der einstigen byzantinischen Residenzhauptstadt Mystrás, sondern auch in kleinen Dörfern und in nahezu menschenleeren Tälern. Landschaftlich ist der Peloponnes so vielfältig wie das übrige Hellas. Der höchste Berg ist über 2400 m hoch. In den Ebenen werden Wein, Getreide und Zitrusfrüchte angebaut, Industrie hingegen gibt es nur in den wenigen größeren Städten wie Patras, Korinth und Kalamáta. Ausführliche Informationen finden Sie im MARCO POLO Band „Peloponnes“.


In der Antike war Korinth eine bedeutende Handelsstadt. Sie besaß mit Lechaíon am Korinthischen und Kenchréai am Saronischen Golf gleich zwei Häfen.


Die Hauptstadt der Argolis besitzt eines der schönsten und geschlossensten Altstadtviertel des griechischen Festlands. Es breitet sich unter dem Schutz dreier Festungen zwischen dem Ufer einer weiten Bucht und steilen Felsen aus.


Olympia ist die archäologische Stätte Griechenlands mit dem stärksten Bezug zur Gegenwart. Zudem liegen die Ausgrabungen in einer besonders lieblichen Umgebung und sind anschaulich genug, um den Ablauf der Olympischen Spiele in der Fantasie nachvollziehen zu können.


Sparta, die Hauptstadt Lakoniens, war in der Antike der große Gegenspieler Athens. Während sich in Athen eine lebensfrohe Demokratie entwickelte, blieb Sparta bis zum Ende seiner Selbstständigkeit ein von Adelsgeschlechtern regierter Militärstaat.


Trípoli (25500 Ew.), die geschäftige Hauptstadt Arkadiens, liegt im Herzen des Peloponnes 660 m hoch am Rand der Arkadischen Hochebene, in der vor allem Getreide angebaut wird.


In der Touristeninformation von Patras kann man sich Fahrräder für 2-3 Stunden kostenlos ausleihen. Eine Voranmeldung ist nicht nötig (tgl. 8-22 Uhr | Odós Othónos-Amalías 6, Uferstraße östl. des Bahnhofs | www.infocenterpatras.gr).


Ausflüge und Touren

Griechenland ganz intensiv erleben

Nach Sparta und Olympia pilgern oder durch Schluchten und Wälder wandern

Die Klassische Rundreise

Diese einwöchige Tour führt Sie zu den berühmtesten Stätten der griechischen Antike, zeigt Ihnen aber auch mittelalterliche Burgen und Orte, führt durch grandiose Landschaften und lässt Zeit für ein Bad im Meer. Die Beschreibung der Tour beginnt am Athener Flughafen, da sie meist mit dem Mietwagen unternommen wird. Wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist, kann die Reise auch im Fährhafen Patras (sechster Tag) beginnen. Länge der Rundfahrt: etwa 1100 km.

Das andere Griechenland

Dieser Vorschlag für eine zweiwöchige Tour wendet sich vor allem an Urlauber, die in vom Tourismus noch wenig berührte Gebiete vorstoßen wollen, um Griechenlands Natursehenswürdigkeiten zu entdecken. Die Tour beginnt für Reisende mit eigenem Fahrzeug im Fährhafen Igoumenítsa; mit einem Mietwagen starten Sie am besten in Thessaloníki (neunter Tag). Länge der Rundfahrt: ca. 1650 km


24h

Ein Tag in und um Nauplia

Action pur und einmalige Erlebnisse.

Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout

Wachmacher

Kurz bevor der Tag mit Action startet, frühstückt man besser auf die urgriechische Art: mit Kaffee und ein, zwei Souvlaki-Spießchen. Derartig gestärkt, haut einen so leicht nichts mehr um, und der Blick geht nach oben zur 45 m hohen Brücke über den Kanal von Korinth. Von hier aus springen Mutige gleich in die Tiefe! Wo? Kanal von Korinth | Stände auf der Westseite der Kanalbrücke

Jump!

Ab auf die Kanalbrücke und an einem Bungeeseil wieder abwärts. Am meisten Spaß macht es, wenn man nach vorne wegspringt, denn das verlängert das Vergnügen in der Luft. Nach dem freien Fall sorgen Adrenalin und Endorphine für Euphorie. Ein echter Thrill! Wo? Zulu Bungy | alte Kanalbrücke, Ostseite | Tel. 6932702535 | www.zulubungy.com | Preis: 60 Euro

Wettkampffieber

Ein halbe Autostunde später steht ein kleiner Wettkampf auf dem Programm. Wer ist der Schnellere? Rein in die Turnschuhe und den Liebsten oder die Liebste zum Sprint herausfordern. Auf die Plätze, fertig, los - im antiken Stadion Neméa darf man nicht nur gucken, sondern selbst seine Bahnen drehen. Wo? Neméa | Tel. 2746022739

Chill-out

Wer hungrig ist, hat es gut, denn das nächste Ziel ist die Taverne O Parádissos. Wie wär's mit einem sahnigen Joghurt mit Honig und Nüssen oder doch lieber leckeren Lammkoteletts? Nach dem Essen heißt das Zauberwort chillen. Am direkt neben der Taverne gelegenen Quellteich von Kefalári lässt man die Füße im klaren Wasser baumeln und genießt die Natur. Wo? Direkt am Quellteich | Kefalári | Tel. 2751086213

Aufstieg

Power getankt? Dann sind im 12 km entfernten Nauplia 999 Treppenstufen nicht zu viel, oder? Denn so viele sind es vom Altstadtzentrum bis hinauf zur Festung Palamídi. Der Lohn der Mühe: ein fantastischer Blick über die Stadt. Wo? Festung Palamídi, Nauplia | tgl. 8-19 Uhr

Crazy Kneipe

Wer in die Bar Láthos geht, sollte Überraschungen lieben. Wirt Tássos ist nicht nur ein kleiner Spaßvogel, sondern vor allem ein begeisteter Bastler. So kann es passieren, dass plötzlich Tische wackeln, Putten unter der Decke kreisen oder einen ein sprechender Fisch anquatscht. Natürlich alles per Knopfdruck von Tássos gesteuert. Da hilft nur noch ein Ouzo! Wo? Vas. Konstantínou 1 | Nauplia

Mit Promis dinieren

Die Spezialitäten im Restaurant Epí Skinís sind die superleckeren Vorspeisen, die jedes Gourmetherz höher schlagen lassen. Unbedingt probieren! Übrigens: Das Restaurant ist das Stammlokal der griechischen Schauspielszene. Augen offen halten! Wo? Leofóros Amalías 19a | Nauplia | Tel. 2752021331

Party on

Der Tag geht stylish zu Ende. Sehen und Gesehen werden heißt es im Abaka, einem All-in-one-Club mit Restaurant, Bar und Terrasse. Einen Drink an der Bar holen und sich einen guten Platz zum Beobachten aussuchen. Schließlich treffen sich hier die Schönen der Region. Wo? Mpoumpoulínas 63 | Nauplia | www.abaka.gr


Sport und Aktivitäten

Berge und Meer locken

Die besten Plätze für Ihren Lieblingssport und die wichtigsten Adressen und Websites

Griechenland mit seiner enormen Küstenlänge und den vielen guten Stränden hat besonders Wassersportlern viel zu bieten. Vor allem junge Griechen zieht es zum Sport aber auch in die Berge, wo man reiten und Kajak fahren, bergsteigen und wandern kann.

Die meisten griechischen Sportanbieter setzen mehr auf Improvisation als auf perfekte Organisation und sind abseits der großen Strandhotels mehr auf griechische als auf ausländische Gäste eingestellt. Das bringt zwar manchmal Sprachschwierigkeiten mit sich, garantiert aber Urlaub unter Einheimischen.

Bergtouren

Von den meisten Zweitausendern Griechenlands aus kann man das Meer sehen. Das macht Bergtouren und Gipfelbesteigungen so attraktiv. Der griechische Bergsteigerverein E.O.S. unterhält Büros in vielen Städten und Bergregionen und betreibt auch Schutzhütten (Hellenic Federation of Mountaineering and Climbing | Odós Milióni 3 | Athen | Tel. 2103645904 | Fax 2103644687). Internet-Infos: www.oreivatein.com

Golf

Es gibt auf dem griechischen Festland drei Golfplätze: einen gut gepflegten in Glifáda bei Athen (Tel. 2108946820 | www.athens-golf.com), einen bei Pílos auf dem Peloponnes (Tel. 2723095000 | www.costanavarino.com) und einen in Pórto Carrás auf der Halbinsel Sithonía/Chalkidikí (Tel. 2375071381 | www.portocarras.com).

Kanu & Kajak

Kanus und Kajaks werden für die Flüsse Néstos in Xanthí und Aoós in Kónitsa vermietet. Nativus | Párodos Apóllonos 3 | Xanthí | Tel. 2541065859 | mobil Tel. 6972290257 | www.nativus.gr. Límni | am Aoós | Kónitsa | Tel. 2655023935

Motorboote

Für Motorboote bis zu 30 PS braucht man in Griechenland keinen Bootsführerschein. Für 40-60 Euro pro Tag plus Benzin werden sie in einigen Badeorten vermietet, insbesondere in Ouranópoli auf der Chalkdikí und in Pílos auf dem Peloponnes.

Mountainbikes

Mit seinen vielen Bergen und Tälern, kleinen Nebenstraßen und unbefestigten Pisten ist Griechenland für Mountainbiker eigentlich ein ideales Revier. Es gibt jedoch nur wenige professionelle Vermietstationen auf dem Festland, sodass man für größere Touren sein eigenes Bike mitbringen muss. Vermieter finden Sie unter anderem in Párga, Délphi, Stoúpa und Políchrono.

Outdoor Adventures

Mehrere griechische Veranstalter bieten organisierte Outdooraktivitäten wie Rafting, Trekking und Klettern an. Ihre Programme erscheinen meist auf Griechisch. Ausländer sind aber als Gäste willkommen. Scoutway | Odós Ptoleméon 1 | Athen | Tel. 2107299111 | Fax 0107299115 | www.scoutway.gr. Trekking Hellas | Odós Filéllinon 7 | Athen | Tel. 2103310323 | Fax 2103234548 | www.trekking.gr

Reiten

Reitsport ist in Griechenland nicht populär. So gibt es nur wenige gute Reitzentren, meist von Ausländern geführt. Die besten finden Sie bei Argalastí sowie bei Katigiórgis auf der Pílion-Halbinsel, außerdem bei Kalamáta auf dem Peloponnes. Fárma Kéntavros, Níkos Stoukogiánnis | Argalastí | Tel. 2423054131 | www.kentavros-farm.com. Hippocampus Farm | Katigiórgis | Tel. 2423071076 | www.horsebackriding.com.gr (auch Trekkingtouren). Peripetia | Chráni/Kalamáta | Tel. 2722031852 | www.peripetia.de.

Tauchen

In vielen griechischen Gewässern ist das Tauchen verboten, weil Archäologen befürchten, Taucher könnten heimlich antike Schätze bergen. Gute Tauchgründe und -stationen gibt es vor allem an der westgriechischen Küste, auf dem Peloponnes und um die Finger der Chalkidikí.

Tennis

Viele größere Hotels verfügen über Tennisplätze, die auch Nichthotelgästen offen stehen.

Wandern

Griechenland ist dank seiner weithin unberührten Natur und seiner vielen alten Hirtenpfade ein einzigartiges Wanderreiseziel. Markierte Wanderwege gibt es jedoch nur selten. Positive Ausnahmen bilden die Chalkidikí, Párga im Epirus und die Region um Dimitsána auf dem Peloponnes. Weitgehend gut markiert sind auch die Europäischen Fernwanderwege E4 und E6. Informationen im Internet bei www.oreivatein.com.

Windsurfen

Gut ausgestattete Wassersportstationen, die neben Windsurfen auch Fallschirmsegeln und Fun Rides anbieten, finden Sie meist vor den großen Hotels. Auch für Könner attraktive Windsurfreviere sind Finikoúnda auf dem Peloponnes und die per Brücke mit dem Festland verbundene Insel Léfkas.

Wintersport

Es gibt in Griechenland 17 Wintersportregionen. Die schönsten und sonnenreichsten sind die des Chelmós bei Kalávrita und des Menalón bei Trípoli auf dem Peloponnes, des Parnass bei Aráchova, des Pílion bei Vólos, des Falakró bei Dráma und des Olymps.

Yachtcharter

Segel- und Motoryachten werden vor allem in Piräus und Athen verchartert. Es gibt aber auch Vercharterer in Préveza und auf den festlandsnahen Inseln Korfu, Spétse und Zákinthos. Ein Verzeichnis bekommen Sie bei der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr.


Mit Kindern reisen

Abenteuer für die Jüngsten

Die besten Ideen für Aktivitäten der ganzen Familie, bei denen der Spaß der Kleinen ganz groß sein wird

Griechenland ist für Familien ein problemloses Reiseziel. Die Kleinen sind immer und überall willkommen. Man macht allerdings nicht viel Aufhebens um sie, sondern lässt sie einfach an fast allem teilhaben, was die Erwachsenen tun - bis weit nach Mitternacht.

Babynahrung, Windeln und frische Milch bekommen Sie in größeren Supermärkten in großer Auswahl. Kinderstühle bieten die meisten Restaurants und Hotels auf Chalkidikí. Autositze für Kinder haben nicht alle Autovermieter - und wenn, sind es oft nicht die sichersten Modelle.

Problematisch können in Griechenland auch ärztliche Rezepte sein: Häufig werden schon bei kleinen Infektionen Antibiotika verordnet. Wer bei Erkältungen lieber auf Hausmittel setzt, sollte sie von zu Hause mitbringen. Ins Reisegepäck gehören auf jeden Fall Badeschuhe oder Sandalen für die Kinder, denn Sandstrände werden im Sommer oft unerträglich heiß.

Kinderermäßigungen werden in Linienbussen, auf Schiffen und Ausflugsbooten sowie bei vielen Veranstaltungen bis zum Alter von 12 oder 14 Jahren gewährt.


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Griechenland-Reise

Anreise

Linienflüge gehen aus Österreich und der Schweiz nach Athen und Thessaloníki, von Deutschland auch nach Kavála. Charter- und Billigflieger aus Deutschland und der Schweiz landen auf den Flughäfen Athen, Thessaloníki, Préveza und Vólos sowie in Kalamáta und Áraxos bei Patras auf dem Peloponnes.

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr

Neue Mainzer Str. 22 | 60311 Frankfurt/M. | Tel. 069/2578270 | Fax 25782729 | info@gzf-eot.de

Auto

Zur Einreise genügen der nationale Führer- und der KFZ-Schein. Die internationale grüne Versicherungskarte mitzuführen ist empfehlenswert. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt in geschlossenen Ortschaften 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h und auf Autobahnen 120 km/h. Motorräder dürfen höchstens 90 km/h schnell fahren. Es gibt viele Radarkontrollen und hohe Geldstrafen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen! Auch das Falschparken ist teuer, es kostet mindestens 50 Euro. Promillegrenze 0,5, für Motorradfahrer 0,1. Es gilt Anschnallpflicht auf den Vordersitzen und Helmpflicht für Motorradfahrer.

Bahn

Die griechischen Staatseisenbahnen (OSE) unterhalten ein umfangreiches Netz. Moderne Intercityzüge verbinden Athen mit Thessaloníki (Fahrzeit 4,25 Std.), mit Olympia (Fahrzeit 5,5 Std.) und mit Patras (Fahrzeit 3 Std. 35 Min.) sowie Thessaloníki mit Alexandroúpoli (Fahrzeit 4 Std. 55 Min.). Ein Zug mit Schlafwagen ist nachts zwischen Athen und Thessaloníki bzw. in umgekehrter Richtung unterwegs. Per Bahn erreichbar sind außerdem Chalkís auf der Insel Euböa, Kalambáka (und damit die Metéora-Klöster), Kozáni sowie auf dem Peloponnes Kalamáta, Nauplia und Trípoli. Die Züge führen Abteile der 1. und 2. Klasse. Die Fahrpreise sind niedriger als die für Linienbusse. Gedruckte Fahrpläne sind nur auf Griechisch erhältlich. Fahrpläne im Internet: www.ose.gr.

Bus

Linienbusse sind das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel in Griechenland. Fernbusse verbinden alle griechischen Städte mit Athen und viele mit Thessaloníki. Regionalbusse fahren von den Bezirkshauptstädten in alle Dörfer im Umkreis. Für die Fernbusse können Plätze im Voraus an den Busbahnhöfen reserviert werden. Gedruckte Fahrpläne gibt es kaum, man informiert sich durch die Fahrplantafeln in den Busbahnhöfen. Ein gemeinsamer Internetauftritt fehlt, Busfahrpläne findet man nur vereinzelt im Netz.

Camping

Wildes Zelten ist verboten. Eine Liste der vielen offiziellen Campingplätze ist kostenlos bei der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr erhältlich. Die meisten griechischen Campingplätze sind nur zwischen Mai und September geöffnet.

Deutsche Botschaft

Odós Karaóli ke Dimitríou 3 | Athen | Tel. 2107285111 | Fax 2107285335

Österreichische Botschaft

Leofóros Vas. Sofías 4 | Athen | Tel. 2107257270 | Fax 2107257292

Schweizer Botschaft

Odós Jassíou 2 | Athen | Tel. 2107230364 | Fax 2107249209

Diskotheken

Griechische Diskotheken öffnen meist erst gegen 22 Uhr. Eintritt wird nur selten verlangt, dafür sind die Getränke teuer (z.B. kostet ein kleines Bier meist 5 Euro, ein Longdrink 8-10 Euro).

Einreise

Zur Einreise genügt für Schweizer und EU-Bürger ein gültiger Personalausweis. Kinder unter 16 Jahren können auch mit dem Kinder-Reisepass einreisen. Für Hunde werden ein EU-Heimtierausweis und ein eingepflanzter Chip benötigt.

Eintrittspreise

Die Eintrittspreise für Museen und archäologische Stätten betragen im Durchschnitt 2-4 Euro; gehört zu einer Ausgrabung auch ein Museum, muss eventuell zweimal Eintritt bezahlt werden. Bedeutende Ausgrabungen und Museen kosten 6-12 Euro Eintritt. Schüler und Studenten aus EU-Ländern (mit nationalem Schüler- oder internationalem Studentenausweis) haben freien Eintritt, Senioren ab 65 Jahren ermäßigten. Zwischen November und März ist der Eintritt sonntags für jedermann frei.

FKK

FKK ist in Griechenland nur an Stränden erlaubt, die offiziell als FKK-Gelände freigegeben wurden. Davon gibt es nur sehr wenige.

Fotografieren & Filmen

Auch die Griechen fotografieren fast nur noch digital; Speicherkarten und Akkus sind in allen Fotogeschäften erhältlich. Dort und in Internetcafés kann man seine Bilder auch auf CD oder DVD brennen lassen.

Geld & Preise

Bargeld erhalten Sie am günstigsten per EC-/Maestro-Karte aus den zahlreichen Bargeldautomaten der Banken. Weit höher sind die Gebühren, wenn Sie dafür eine Kreditkarte nutzen. Banken und Postämter lösen Reiseschecks ein und tauschen Devisen. Öffnungszeiten der Banken Mo-Do 8-14 Uhr, Fr 8-13.30 Uhr, in größeren Städten und in Touristenzentren manchmal auch länger.

Gesundheit

Die ärztliche Grundversorgung ist gewährleistet. Bei ernsthaften Verletzungen oder Erkrankungen empfiehlt sich jedoch die vorzeitige Heimreise.

Inlandsflüge

Hauptflughäfen des Landes sind Athen und Thessaloníki. Von hier aus werden außer den Inseln auch sieben weitere Festlandsflughäfen angesteuert: Alexandroúpoli, Kavála, Ioánnina, Kastoriá, Kozáni, Préveza und Kalamáta. Der Markt wurde 2010 gerade neu geordnet, die bisherigen Marktführer Aegean Airlines und Olympic Air wollen fusionieren. Athens Airways bleibt als dritter Mitbewerber vermutlich weiterhin selbstständig. Bei Redaktionsschluss standen keine Adressen von Auslandsbüros fest, man informiere sich im Reisebüro oder im Internet unter www.aeganair.com | www.olympicair.com | www.athens-airways.gr und www.aia.gr.

Internet

www.gnto.gr - Portal der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr

Internetcafés & WLAN

Internetcafés oder -terminals in Cafés und Bars gibt es inzwischen in jeder griechischen Klein- und Großstadt sowie in fast allen Badeorten. Meist zahlt man pro Stunde 3-5 Euro.

Jugendherbergen

Eine Liste der zumeist sehr einfachen Jugendherbergen bekommen Sie bei der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr.

Klima & Reisezeit

Wer viel Sonne sucht und im Meer baden möchte, fährt am besten zwischen Mai und September nach Griechenland. Der Mai ist die schönste Reisezeit, da dann viele Blumen und Bäume blühen. Im August ist es meist so heiß, dass Besichtigungen keinen Spaß machen; außerdem machen in diesem Monat fast alle Griechen und viele Italiener und Franzosen Urlaub, sodass die Unterkünfte knapp und dementsprechend teuer sind. Nur die Gebirge sind in dieser Zeit ein angenehmes Reiseziel. Für den Peloponnes und die Gegend um Athen ist auch der Oktober noch ein guter Reisemonat. Zwischen November und April kann es häufig regnen und zwischen November und März auch recht kühl sein. Für diejenigen, die grandiose Landschaften lieben und auch einen verregneten oder verschneiten Tag nicht fürchten, sind der Peloponnes, der Pílion, Attika und die Region nördlich des Korinthischen Golfs auch ein sehr empfehlenswertes Winterreiseziel. Man hat die Museen und archäologischen Stätten fast für sich; der Blick von Höhen und Pässen reicht in klarer Luft oft bis zu 150 km weit.

Mietfahrzeuge

Mietautos gibt es in allen größeren Städten und Urlaubsorten. Ein Kleinwagen kostet ab 30 Euro pro Tag inklusive Vollkaskoversicherung und aller gefahrener Kilometer. Man kann sie schon von zu Hause aus buchen, was durchaus preisgünstiger sein kann als eine Buchung vor Ort.

Mücken

Ein Schutzmittel und gegebenenfalls ein Medikament gegen Mückenstiche sollte man auf jeden Fall im Reisegepäck mitführen.

Notruf

Landesweit für Polizei, Krankenwagen, Feuerwehr: 112.

Post

Postämter gibt es in allen Städten und größeren Dörfern. Sie sind Mo-Fr mindestens 7.30-14 Uhr geöffnet.

Schiffsfahrpläne

Wenn Sie für Ihren Urlaub auch einen Abstecher zu griechischen Inseln in Erwägung ziehen, finden Sie im Internet alle gewünschten Verbindungen jeweils ganz aktuell unter www.gtp.gr.

Sprache

Die Griechen sind stolz auf ihre eigene Schrift, die von keinem anderen Volk der Erde geschrieben wird (die Slawen benutzen das nur teilweise ähnliche kyrillische Alphabet). Für Aufschriften und Ortsschilder wird inzwischen häufig zusätzlich unsere lateinische Schrift verwendet. Trotzdem ist es sehr hilfreich, die griechischen Buchstaben zu kennen.

Tageslicht

In Griechenland sind die Wintertage spürbar länger und die Sommertage deutlich kürzer als bei uns. Hier einige Sonnenauf- und -untergangszeiten: Anfang Januar 7.45 Uhr und 17.15 Uhr, Anfang April 7.05 Uhr und 19.55 Uhr, Anfang Juli 6.10 Uhr und 20.55 Uhr, Anfang Oktober 7.25 Uhr und 19 Uhr (die Sommerzeit ist jeweils berücksichtigt).

Taxi

Taxis sind überall reichlich vorhanden und nicht teuer. In den Städten fahren sie mit Taxameter; in den agoraíon genannten Taxis in den Dörfern liegen Tariftabellen aus. Geringe Zuschläge, die das Taxameter nicht anzeigt, dürfen für Fahrten von Flughäfen, Häfen und Bahnhöfen sowie für Gepäckstücke, die mehr als 10 kg wiegen und außerdem für Fahrten in der Oster- und Weihnachtszeit erhoben werden. Zwischen 0 und 5 Uhr verdoppelt sich der Fahrpreis für Touren innerhalb von Städten.

Telefon & Handy

Das griechische Festnetz wird von der Firma OTE betrieben. Sie unterhält in allen Städten Büros, von denen aus Sie telefonieren können. OTE-Kartentelefone stehen außerdem zahlreich in allen Dörfern und Städten. Telefonkarten zum Preis von 4 Euro sind in den OTE-Büros sowie an vielen Kiosken und in Supermärkten erhältlich. Telefonate aus Hotels sind häufig unverschämt teuer!

Toiletten

Außer in sehr guten Hotels und Restaurants darf benutztes Toilettenpapier auf keinen Fall ins Klobecken, sondern nur in Eimer oder Papierkörbe geworfen werden (große Verstopfungsgefahr!).

Trinkgeld

Gibt man wie bei uns; Beträge unter 0,50 Euro wirken beleidigend.

Zeit

In Griechenland ist es ganzjährig eine Stunde später als bei uns.

Zeitungen & Hörfunk

Ausländische Tageszeitungen und Illustrierte sind in Städten und Urlaubsorten meist mit einem Tag Verspätung erhältlich. Im Land selbst erscheint wöchentlich die deutschsprachige „Griechenland-Zeitung“. Wenn Sie das Hörfunkprogramm der Deutschen Welle in Griechenland hören möchten, erfragen Sie die aktuelle Frequenz in Köln: Tel. 0221/3893208 | www.deutsche-welle.de.

Zoll

Waren zum persönlichen Gebrauch können von EU-Bürgern innerhalb der EU bis zu gewissen Glaubwürdigkeitsgrenzen zollfrei ein- und ausgeführt werden. Für Reisende aus der Schweiz gelten andere Grenzen: z.B. 200 Zigaretten oder 400 g Tabak, 2 l Wein und 1 l Spirituosen.

Aspirin

0,65 Euro für 20 Originaltabletten

Schirm

4-7 Euro Sonnenschirm-Tagesmiete inkl. 2 Liegen

Wein

2,60 Euro für ein Glas Tafelwein

Fisch

40-60 Euro für 1 kg im Restaurant

Benzin

1,55 Euro für 1 l Normalbenzin

Gýros

2 Euro für 1 Portion mit pitta (Fladenbrot)


Unser Insider

MARCO POLO Insider Klaus Bötig im Interview

Klaus Bötig, Jahrgang 1948, lebt in Bremen. Seit 1980 ist er jährlich etwa sechs Monate auf Recherchereisen durch Griechenland.

Was reizt Sie an Griechenland?

Ich liebe Griechenland, weil es so unerhört vielfältig ist und sich in kein europäisches System zwingen lässt. Hier ist noch ein Hauch von osmanischem Reich lebendig. Die Landschaft ist grandios. Fast immer hat man Hochgebirge und Meer zugleich vor Augen, Land und Wasser durchdringen sich wie nirgendwo anders. Städte und Dörfer haben trotz vieler moderner Bausünden noch viel historische Substanz, die Bauten aus Antike und Mittelalter sind zahllos. Flora und Fauna faszinieren mich genau wie die Menschen, die unendlich vielen Strände und Wandermöglichkeiten.

Und was mögen Sie dort nicht so?

Auch in Griechenland ist nicht alles Gold, was glänzt. Als besonders negativ empfinde ich die planlose Zersiedelung der Landschaft und das mangelnde Umweltbewusstsein sowie den Neid der Menschen untereinander, der mir größer erscheint als bei uns.

Sprechen Sie Griechisch?

Nach 35 Jahren in Griechenland lernt selbst der Sprachfaulste die Landessprache - und lernt trotzdem noch jeden Tag hinzu. Gelernt habe ich sie wie ein Kind: durch Zuhören und Ausprobieren, indem man Fehler macht und Praxis bekommt.

Was machen Sie beruflich?

Ich lebe oft in, ziemlich für und überwiegend von Griechenland. Außer Reiseführern schreibe ich auch für Fachzeitschriften, Magazine, Tageszeitungen und Bordjournale - und blogge fast täglich auf meiner Homepage www.klaus-boetig.de. Das alles als Freiberufler - mein Leben lang.

Was tun Sie in Ihrer Freizeit?

Ich trenne nicht zwischen Arbeit und Freizeit. Ich lebe. Mein Leben ist eine Einheit - und natürlich auch mein Hobby. So ist jeder Tag in Griechenland vom Aufstehen bis zum Schlafengehen auch ein Arbeitstag - anders würde mir das Leben gar keinen Spaß machen. Baden kann ich auch in der Badewanne, und die Sonne erlebe ich lieber von einem Schattenplatz aus.

Mögen Sie die griechische Küche?

In Griechenland ja, in Deutschland nein. Besonders gut finde ich die Küche in Makedonien und im Epirus. Meine Leibgerichte sind gefüllte Zucchiniblüten, griechische Krautwickerl, in Weinsauce gekochter Oktopus und in Weinblättern gebackene Sardinen. Von Lamm lasse ich die Finger - das können französische, italienische und sogar britische Wirte sehr viel besser zubereiten.


Bloß nicht

Auch in Griechenland gibt es Dinge, die Sie lieber lassen sollten

Die richtigen Schuhe vergessen

Auch für kleine Wanderungen sollten Sie unbedingt feste Schuhe, zumindest aber Turnschuhe tragen. Die Wege sind oft steinig und rutschig. Außerdem gibt es Schlangen, die zwar normalerweise vor den Menschen flüchten - aber man weiß ja nie. Für den Strand empfehlen sich im Sommer Badeschuhe, denn der Sand wird oft brennend heiß.

Nach Konkurrenten fragen

Griechen sind ziemlich ehrlich. Aber fragen Sie nie in einer Taverne nach einer anderen - man wird Ihnen erzählen, es gebe sie nicht, der Wirt sei gestorben oder die Polizei habe sie geschlossen.

Zur falschen Zeit telefonieren

Griechen ruft man nie zwischen 14 und 18 Uhr an! Bevor Sie von Reisebüros und Hotels aus Ferngespräche führen, sollten Sie sich nach dem Preis erkundigen. Mehr als 45 Prozent Aufschlag auf den OTE-Tarif sind Wucher!

Zu spärlich bekleidet sein

Am Strand und in den Badeorten sind Griechen nackte Haut gewohnt. In Kirchen und Klöstern sind aber bedeckte Schultern und Knie erwünscht. In Dörfern wird man von den Einheimischen eher respektiert, wenn man nicht gerade in Badekleidung durch die Gassen schlendert.

Altes und Antikes mitnehmen

Antiquitäten, alte Webarbeiten und Stickereien sowie alte Ikonen dürfen nur mit Genehmigung ausgeführt werden. Wer an antiken Stätten Steine mitnimmt, macht sich strafbar.

Drauflosknipsen

Die meisten Griechen lassen sich gern fotografieren. Fotografen, die sich wie Jäger benehmen, mögen sie aber nicht. Bevor man den Auslöser drückt, sollte man also mit einem freundlichen Lächeln das Einverständnis seines Gegenübers einholen.

Die Mittagsruhe stören

Auch Mönchen und Nonnen ist die Mittagsruhe heilig. Zwischen 13 und 17 Uhr sind Besucher in den meisten Klöstern nicht willkommen.

Blindlings Fisch bestellen

Frischer Fisch ist teuer und wird nach Gewicht berechnet. Sie sollten sich beim Bestellen im Restaurant immer den Kilopreis nennen lassen und beim Auswiegen unbedingt dabei sein. Sonst könnten Sie beim Bezahlen eine unangenehme Überraschung erleben.

Brandgefahr unterschätzen

Die Waldbrandgefahr ist allerorts groß. Die verheerenden Brände in fast jedem Sommer beweisen das. Jedermann ist um besondere Vorsicht gebeten.

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